WG: [Thueringen-L] WG: [RUHR] Identitätspapiere

Hallo Listies,

vielleicht zur Info.

Frage: Die im Artikel genannten Listen der Hexenverfolgung.

Gibt es diese Listen noch wenn möglich im Netz??

Über den Ausweis und den Reisepass.

So ist ein Artikel in der WAZ überschrieben.

Hier ein Auszug aus dem Artikel

Die Geschichte der Personalausweispapiere reicht weit zurück.

Unser heutiger Reisepass beruht auf Erfindungen des Mittelalters.

In der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde in Italien das noch heute
gültige

Register entwickelt. Hinzu kam Papier als neues Schreibmaterial. So legte
man in den Kanzleien italienischer Städte Listen von Verbrechern und
Geächteten an. Auch die Inquisition besaß Listen angeblicher Ketzer und
leitete sie weiter.

Auch nördlich der Alpen tauchten ab dem 15. JH Städte mit solchen
„gesteckhete brieve“ , Steckbriefe, auf. Danach gab es noch die Geleitbriefe
und personalisierten Empfehlungsschreiben. Das waren aber kostspielige
Privilegien für nur wenige, wichtige und gut betuchte Personen.

Das Wort passeport wurde zum 1. Mal Mitte des 15. JH gebraucht und bedeutet
„Geh durch die Tür“.

Die frühesten solcher „Pass briefe“ oder passporten werden in Frankreich,
Norditalien und der Schweiz für Soldaten, die aus dem Krieg heimkehrten,
ausgestellt. – der ursprüngliche Laufpass- So war sichergestellt d, dass
sie nicht desertiert waren.

Nachkontrolliert wurde ständig und überall

Um 1460 gab es dann die ersten obligatorischen Ausweispapiere mit denen man
seine Identität nachweisen konnte und mußte. Fehlten sie, mußte man Geld-
oder Haftstrafe fürchten. Anfangs war nur der Name angegeben. Später kamen
noch andere Mekrmale hinzu. Kleidung etwa, die wurde noch nicht täglich
gewechselt, Haar- und Hautfarbe, Narben und Muttermale.

Es gab amtliche Gesundheitszeugnisse und Entlassungsscheine. Für Reisen
brauchte man mehr und mehrdie richtigen Papiere. Sie wurden Pflicht für
fahrende Handwerksgesellen, Kaufleute, in Pestzeiten für alle Personen.
Kontrolliert wurde ständig und überall. Beim Bestreten von Städten, an den
Landesgrenzen, Herbergswirte mussten über die Papiere der Gäste Auskunft
geben. Auch Pilger mußten Dokumente ihres Bishofs vorweisen auf denen
vermerkt war, wer sie waren und wohin sie wollten. Die Kirche überprüfte mit
Registern und Papieren die regelmäßige Beichte.

Bis ins 19. JH gab es Pässe, die >vom Ziel- und nicht vom Herkunftsland des
Reisenden ausgestellt waren. 1914 wurden dagegen Pass- und
Staatsbürgerschaft fest und eng miteinander verkoppelt. 1938 wurde in
Deutschland die Kennkarte eingeführt, mit dem Bundesgesetz von 1951 über
die Personalausweise dann der Personalausweis in Buchform.

Soweit aus dem WAZ – Artikel.

Vielleicht findet der Eine oder Andere etwas interessantes darin.

Gruß aus dem Ruhrgebiet

Reinhard (Völlers)