WG: Ortssuche in der Nähe von Skaisgirren, Kr. Ragnit, Niederung

Skaisgirren, Kreis Ragnit bzw. Kreis Niederung / Ostpreußen.

Hallo Herr Sommerfeld,

Sie haben so detailierte Informationen zu Orten in Ostpreussen (hier war es einer aus dem kreis Ragnit).
Ich suche schon seit langem und bisher erfolglos Informationen �ber St�ringen, Ramberg und Dombrowken alles Kr.Darkehmen bzw. Angerapp.
Vielleicht h�tte Sie f�r mich auch eine Info aus dem Ihnen vorliegenden Gemeindelexikon.
Vielen Dank schon Im Voraus,
m.f.G.
Heiko Fischer!!

Hallo Heiko Fischer,
anbei Lage der gesuchten Orte:

St�ringen
  Typ: Vorwek
  Landkr.: Angerap
  Reg.Bez.: Gumbinnen
  gelegen n�rflich der Angerap
  10 KM s�dwestl. des Ortes Angerapp
  poln.Name: Gosniewo
  Ksp:. Eibenburg
  gegr. 1844

Ramberg
  Typ: Gut
  Landkr.: Angerap
  Reg.Bez.: Gumbinnen
  gelegen am Westufer der Angerap
  8 KM s�dwestl. des Ortes Angerapp
  rus. Name: Juchowo
    existiert nicht mehr
  Ksp:. Eibenburg
  gegr. 1829
  ehem. sehr gro�er Park am Flussufer

Dombrowken = Damfelde
  Typ: Gut
  Landkr.: Angerap
  Reg.Bez.: Gumbinnen
  gelegen nord�stl. des Rehsauer See
  9 KM nordwestl. des Ortes Angerapp
  pol. Name: Dabrowka Mala
  alte Ortsnamen:
    Damerau
    Klein Dombrowken nach 1785
    Dombrowken nach 1818
    Klein Dombrowken nach 16.07.1938
    Ksp. Engelstein
    gegr. 1482 als Damerau

einen sch�nen Sonntag

Krafft-Aretin Eggert

-----Urspr�ngliche Nachricht-----

Sehr geehrter Herr Fischer,

hier haben Sie Info's zu RAMBERG und DOMBROWKEN.

Gru�
Hartmut Passauer

Ramberg/Dombrowken:
Mit Oszagorren grenzt das im Amt Gerdauen gelegene Gut und Dorf Gr. Meduniszken. Es geh�rte einem Grafen Schlieben-Dombrowken, einem Nachkommen der Birkenfelder Schlieben. Mit dem Gut Dombrowken, das 1 1/2 Meilen entfernt, stand es in keinem Zusammenhang, da es durch Gr. Sobrost und Gut Angerau davon getrennt. Angerau geh�rte seit 1682 dem Grafen Lehndorf. Graf Schlieben-Dombrowken verpf�ndete 1719 das Gut Gr. Meduniszken an einen Hauptmann von Braxein. Die Pfandjahre waren 1730 abgelaufen und da Schlieben au�er Stande war das Gut einzul�sen, so verkaufte es von Braxein an jenen Grafen D�hnhof, dem schon Angerau, Mikelbude, Gr. Sunkeln, Kl. Beynuhnen und Oszagorren geh�rte. Von den Nachkommen jenes D�hnhof erkaufte 1792 der Kriegsrat von Farenheid den ganzen G�terkomplex der sogenannten Kl. Beynuhnen�schen G�ter und nahm seinen Sitz in Kl. Beynuhnen. Des Kriegsrat von Farenheid Sohn, Friedrich Reinhard von Farenheid teilte 1849 seine G�ter und es erhielt sein Sohn Fritz Beynuhnen, Angerapp, Angerau, Mikelbude, die D�rfer Skirlak, Kowarren, Sauskoyen und Kl. Sobrost. Die �ltere Tochter, verehelichte Voigt, das Gut Dombrowken mit den Vorwerken Rehsohsen, Rosenau und Friedrichsruh. Die j�ngere Tochter Friederike verehelichte von Bujak, Gr. Meduniszken, Osznagorren mit dem Vorwerk Ramberg, das auf ehemaligen zu Gr. Meduniszken geh�rigen Bauernl�ndereien angelegt ist

Dombrowken:
1818 Bei Einrichtung der gegenw�rtig bestehenden Landratskreise wurden die, dem gro�en Hospitale in K�nigsberg geh�renden D�rfer Berszlacken, Ilmsdorf und Sch�nlinde, Kirchspiel Meldszen zum K�nigsberger Departement geschlagen. Dagegen kamen zu Gumbinnen Gr. Aulow�hnen und Berszkallen, das Kirchspiel Saalau, der ehemals zu K�nigsberg geh�rige Teil des Kirchspiels Puschdorf, die Kirchspiele Trempen und Dombrowken, den fr�her zum Rastenburgischen Kreise geh�rten und die geringen Teile der Kirchspiele Engelstein, Jadlauken, Rosengarten die ebenfalls zum Rastenburgischen Kreise geh�rten. Auf die landschaftlichen Verh�ltnisse hatte das keinen Einflu�, da f�r diese die Einteilung der alten Kreise vom 11.7.1752 blieb. Und daher geh�ren auch heute noch alle diese Teile zum Landsch. Departement K�nigsberg, w�hrend die an K�nigsberg abgetretenen Teile heute noch zum Landsch. Departement Angerburg geh�ren. In Litauen geben die Kirchspiele die Norm zur Bildung der neuen Landratskreise, deren Plan 1816 bearbeitet, 1817 vom Staatskanzler genehmigt und vom 1. Februar 1818 an zur Ausf�hrung gebracht wurde. Sp�ter sind kleine Ab�nderungen getroffen als: Kreis Stallup�nen vertauschte das Kirchspiel Tolmingkemen an Goldap und erhielt daf�r das Kirchspiel Molkemen. Ferner trat Kreis Stallup�nen das Kirchspiel Szirgopoenen 1824 an den Kreis Gumbinnen ab.

Kriegsrat von Farenheid besa� in den achtziger Jahren: Birkenkrug Kirchspiel Muldszen B�nigkeim, adl. Gut Kirchspiel Abschiwangen Christophsdorf, adl. Dorf Kirchspiel Muldszen Dwillinnen, adl. Dorf Kirchspiel Muldszen Gro� Ence adl. Vw. Kirchspiel Muldszen (Wasser, Mahl- u. Walkm�hle) Klein Ence, adl. Gut Kirchspiel Muldszen Lenkendorf, adl. Dorf zu Klein Ence Neusorge, Vw. von Klein Ence Angerapp, adl. Gut Kirchspiel Szabienen Auer-flusz, adl. Gut Klein Beynuhnen, adl. Gut Jodszen = Jodschin, adl. Dorf Jurgatschen, adl. Vw. von Dombrowken Gro� Medunischken Klein Medunischken, Milchbude, adl. Vw. von Beynuhnen, Oschnagorren, adl. Vw. von Beynuhnen, Paulsdorf. adl. Vw. von Angerapp, Sodarren = Szodarren, adl. Vw. von Angerapp, Klein Sunckeln, adl. Vw. von Beynuhnen, Klein Szabienen, adl. Dorf, Kirche, Patron Thalau, adl. Dorf, z. Beynuhnen, Wallehlen, adl. Vw. von Beynuhnen, Zargen Vw. von Angerapp, Flatow in Westpreu�en mit den Vorwerk Bischke, Blankwitt, adl. Dorf Glumen, Dorf und Vw. Gorsen, Dorf und Vw. Grzegonse, Dorf Kelpin, Dorf Kleszin, Vw. Klukowo, Vw. Kujahn mit Wasser und Schnei-dem�hle, Dorf Linde, Vw. Neuhof (Novidwor), Dorf Ossowke oder Ohsowo, Vw. Pottlitz, Vw. Proch, Dorf Poln. Ruden, Dorf Schwente, Dorf und Vw. Skitz oder Skiez, Dorf und Vw. Slawianowo, Dorf und Vw. Stefenitz, Dorf und Vw. Werske, Dorf Wischniawke, Vw. Won-zow, Dorf Zakrzewo, Vorher war Besitzer Graf Xaver von Dzielinski.

Durch die Verordnung vom 30.4.1815 wurden die Grenzen des Regierungsbezirks Gumbinnen dahin ver�ndert, da� die dem K�nigsberger gro�en Hospital geh�rigen D�rfer Berszlaken, Ilmsdorf und Sch�nlinde, so wie die Ortschaften Nagurren und Heernbeden zum Reg.Bez. K�nigsberg geschlagen wurden. Dagegen kamen von K�nigsberg an Gumbinnen die Anteile der Kirchspiele Aulow�hnen und Berschkallen, das ganze Kirchspiel Saalau nebst den �mtern Lapp�nen und Saalau, die Kirche Puschdorf nebst vier Ortschaften, die Kirchspiele Trempen und Dombrowken und ein Teil des Kirchspiels Jodlauken. Die �mter Lapp�nen, Saalau und Wandlacken waren erst 1747 von Litauen an K�nigsberg abgegeben worden.

Nach der Einteilung von 1725 geh�rten zum Erzpriestertum Wehlau die Kirchen: Puschdorf und Magistrat der Altstadt K�nigsberg.
Zum Erzpriestertum Insterburg die Kirchen :
Insterburg, Nemmersdorf, Tollmingkemen, Kathenau, Pelleninken, Enzuhnen, Walterkemen, Darkemen, Niebudzen, Istdaggen, Gawaiten, Ballethen, Gumbinnen, Dubeninken, Jodlauken, Kussen, Norkitten Patr. F�rst von Anhalt - Dessau, Muldschen, Dietlauken Patr. General de la Cave, Malidschken, Georgenburg, Kraupischken, Salau, Aulow�hnen, Sadweitschen und Judschen.
Zum Erzpriestertum Stallup�nen die Kirchen :
Stallup�nen, Goldap, Bilderweitschen, Pillup�nen, Szitkemen, Wilhelmsberg, Zirgup�nen, Szabienen Patr. von Ostau, Melkemen.
Zum Erzpriestertum Rastenburg die Kirchen :
Dombrowken Patr. von Schlieben, Trempen Patr. von Dargitz.
Zum Erzpriestertum Angerburg die Kirchen :
Grabowen, Gurnen Patr. von Bodenburg
Erl�ut. Pr�. IV. 562

Salau und Berszkallen standen (nach 1727) unter der Inspektion des Erzprie-sters zu Welau. Das Erbamt Gerdauen hatte seine eigene Inspektion. Unter ihr standen Trempen und Dombrowken.

Rosalie Sch�nfliesz, die Verfasserin der �Erz�hlungen f�r arme Dienstm�dchen�, lebte bei ihrem Schwager dem Pfarrer Krieger erst in Dombrowken, dann in Georgenburg. Ein lebensl�ngliches Siechtum hielt sie auf dem Schmerzenslager fest.

Thiesel von Daltitz, mei�nischen Ursprungs. Ihnen geh�rte Dombrowken. Georg Heinrich Thiesel von Daltitz auf Powayen, Kukehnen, Mossehnen, Klimken, Dombrowken und Sch�nforst, Kur-S�chsischer Kornett hinterlie� aus 2. Ehe mit Maria Barbara von Aulak, verwitweter von Bombeck, einen Sohn Carl Heinrich, der sich 1743 im Kadettenhaus zu Berlin befand und ultimus familiae war. Eine Schwester desselben Helene Charlotte Thiesel von Daltitz geboren 1737 die mit dem Major von B�ltzingsleben auf Kukehnen verehelicht war starb 2.11.1822 hochbetagt.

von Hohenstock, Carl August, der sich von der untersten milit�rischen Stufe bis zum Generalmajor und Chef eines Husaren-Regimentes emporschwang. Starb 1788 und besa� Gurren, Klimken und Dombrowken. Mit ihm erlosch sein Namen.

Adolf Friedrich von Langermann, Besitzer von Dombrowken, Klimken, Rosenau und Rosoggen. Preu�ischer Generalmajor. Nachkomme eines 1680 geadelten Geschlechts, starb 1757 . Dasselbe erlosch Anfangs diesen Jahres.

Diese Angaben entstammen einer "Loseblatt-Sammlung", die bis etwa zum Jahr 1900 angelegt wurde.

Gru�

Hallo Herr Fischer,

nach welchen Namen suchen Sie im Krs. Darkehmen? Oder hatten wir schon
einmal Kontakt?

Vielen Dank und beste G��e

Christa Adams

nach welchen Namen suchen Sie im Krs. Darkehmen? Oder hatten wir schon
einmal Kontakt?

Hallo Frau Adams,

im s�dlichen Bereich des Kreises Darkehmen / Angerapp, der jetzt zu Rep.Polen, also EU, (Wer h�tte das vor 60 Jahren gedacht?) suche ich Angaben zu folgenden Personen (lfd.Nr.1 ist meine Gro�mutter):

      1. Emma Marie Luft geb. Marszinkus; geb. a. 23.07.06 in St�ringen; wh. zuletzt Berlin-Sch�neberg, Kurf�rstenstr.164, verst. 08.03.1939

      2. Henriette Wilhelmi verw. Marszinkus geb. Marmulla wh. in Ramberg (Mutter von 1.)

      3. Helene Hillenberg, geb. Marszinkus, wh. in Gro� Medunischken (Tochter von 2.)

      4. Fritz Marszinkus (1. Ehemann von 2. und Vater von 1.und 3.)

      5. August Wilhelmi (2. Ehemann von 2.) Kutscher

      6. Kurt Dobberstein, Rittergutsbesitzer von Ramberg in den 30-iger Jahren (Arbeitergeber von 5.)

      Vielleicht hat jemand Informationen zu diesen Personen.

      M.f.G.

      Heiko Fischer!!