Von: compgend-l-bounces@genealogy.net
[mailto:compgend-l-bounces@genealogy.net] Im Auftrag von
Marie-Luise Carl
Gesendet: Freitag, 10. November 2006 10:47
An: Compgend-L
Betreff: Re: [compgend-L] Bitte lesen - WG: [WFA] Sperre im InternetHallo zusammen,
(Rosi, leitest Du die mail bitte an die Westfalen-Liste weiter?)
ich habe gestern mit Fr. Dr. Joergens gemailt und telefoniert,
ich kenne
den Vertrag, den die Verkarter unterzeichnet haben, um die Rohdaten der
Kirchenbücher überhaupt zu bekommen (auf deren Basis die Verkartungen
erstellt wurden/werden) und ich habe auch mit Silke Ewering gestern in
der Angelegenheit noch lange telefoniert. Silke Ewering kennt die
entsprechenden Interna als Leiterin der Verkartergruppe der WGfF
bestens. Außerdem habe ich einen unbeteiligten, in Sachen open source
äußerst engagierten Archivar in der Angelegenheit um Rat ersucht.Das Resultat und um die Angelegenheit ein wenig zu versachlichen:
Gemäß dem Archivgesetz von NRW steht einer Veröffentlichung von
Verkartungen zunächst einmal nichts entgegen, sofern die üblichen
Schutzfristen etc. pp. beachtet werden. Setzt man sich also ins Archiv,
schreibt ein Kirchenbuch ab und verkartet es, dann kann man diese
Verkartung veröffentlichen ohne Einschränkungen. Lässt man sich auf
eigene Kosten Kopien anfertigen, setzt sich zu Hause hin und verkartet,
dann kann man (wenn nichts anderes im Nutzungsvertrag oder in den
Bedingungen des Kopierauftrages steht) ebenso verfahren.
ABER:
Es gibt Nutzungsverträge, die man in den Archiven unterschreibt und was
dadrin steht, erkennt man an, indem man den Nutzungsvertrag
unterschreibt.
AUßERDEM.
Wenn das Archiv aus besonderen Gründen (hier die Erstellung einer
Verkartung zum Zwecke der Verwendung durch das Archiv) Digitalisate von
Kirchenbüchern zur Verfügung stellt und dies durch einen Vertrag an
bestimmte Regelungen bindet, dann ist das *unbedingt* zu beachten.WENN es in diesem Vertragstext Unklarheiten gibt, die man so oder so
auslegen kann, dann sollte man sich als Verkarter *ganz genau*
überlegen, ob man der Sache der Genealogie einen Gefallen tut, wenn man
diesen Vertrag aushebelt und das Archiv somit mit Sicherheit nicht nur
gegen sich selbst, sondern möglicherweise auch gegen den
ganzen Rest der
potentiellen Verkarter misstrauisch macht . Wenn man einen solchen
Vertrag als "Knebelvertrag" ansieht, dann sollte man ihn *nicht
unterschreiben* - mit allen Konsequenzen.Ich wollte das Thema eigentlich nicht weiter auf dieser Liste
diskutieren, weil:Herr Penke hat uns leider nicht den ganzen Kontext der Geschichte
geliefert, ich wollte ihn deswegen nicht brüskieren. Aber ich
persönlich
finde es nicht in Ordnung, wenn man auf diese Art und Weise versucht,
Stimmung zu machen.Frau Dr. Joergens vom PSA Detmold ist der Genealogie und den Genealogen
gegenüber sehr aufgeschlossen. Aber selbstverständlich hat sie auch die
Interessen des Archivs und ihres Arbeitgebers zu berücksichtigen.Ich wünsche mir von allen Genealogen, dass sie *immer* daran denken,
- dass Archivare auch Menschen sind
- dass es ein Sprichwort gibt: Wie man in den Wald hineinruft, so
schallt es heraus (vergesse ich leider auch manchmal)
- dass wir unserer Sache (Genealogie) keinen Gefallen tun, wenn wir
Fronten bilden, statt gemeinsame Wege zu suchen
--
Viele Grüße
Marie-Luise (Carl)Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es.
Date: Fri, 10 Nov 2006 09:52:46 +0100
Subject: [compgend-L] Bitte lesen - WG: [WFA] Sperre im Internet
From: "Rosemarie Pluecken"
To: "Compgend-L"Liebe Listenmitglieder,
in Absprache mit Silke Ewering leite ich ihre E-Mail an Euch weiter,
da Silke nicht Teilnehmerin dieser Liste ist.Viele Grüße
Rosi (Plücken)> Von: westfalen-l-bounces@genealogy.net
> [mailto:westfalen-l-bounces@genealogy.net]
Im Auftrag von Silke Ewering [SEwering@t-online.de]
> Gesendet: Freitag, 10. November 2006 09:22
> An: Westfalen-L
> Betreff: Re: [WFA] Sperre im Internet
>
>
> Hallo Herr Penke, liebe Listenmitglieder,
>
> Es ist mir unbegreiflich warum Sie in dieser Art und Weise die
> Öffentlichkeit (hier die unterschiedlichstenMailinglisten) für Ihre
> Interessen benutzen und dabei nur die halbe Wahrheit verbreiten...
>
> Zum Hintergrund:
>
> Das Personenstandsarchiv Detmold stellt seit kurzer Zeit
> digitale DVDs mit
> Kirchenbuchduplikaten in der sogenannten "Edition Detmold" zum
> Verkauf zur
> Verfügung. Zu erhalten sind diese DVDs über den "Patrimonium
> Transkriptum
> Verlag".
>
> Desweiteren erfüllt das Personenstandsarchiv Detmold den Wunsch
> einiger Genealogen Verkartungen bzw. Ortsfamilienbücher anhand von
> Unterlagen aus
> dem Archiv durchzuführen. Zu diesem Zweck stellt das
> Personenstandsarchiv
> auf eigene Kosten den Bearbeitern die Digitalisate VOR
> Veröffentlichung zur
> Verfügung. Zur Absicherung des Archives wird von jedem Bearbeiter
> eine Vereinbarung getroffen, dass weder die Digitalisate noch die
> Bearbeitung in
> irgendeiner Form veröffentlicht werden. Sowohl die
> Digitalisate als auch die
> Bearbeitung selber bleibt "Eigentum" des Archives. Ziel dieser
> Bereitstellung ist es nämlich, eine DVD zu veröffentlichen, auf der
> die Digitalisate UND die Verkartung enthalten sind. (Ein Traum den
> ich seit 20
> Jahren träume und nun Wirklichkeit wird!!!)
>
> Herr Penke, und genau gegen diese Vereinbarung haben Sie auf
> einer ihrer
> Homepages verstossen! (Welche kann ich im Wirrwarr ihrer
> Angaben nicht mehr
> nachvollziehen)
>
> Herr Penke, ich bitte Sie eindringlich im Interesse anderer
> Bearbeiter die
> "Hetzkampagne" gegen das Personenstandsarchiv Detmold zu
> beenden bzw. hier
> richtig darzustellen. Ich bitte Sie eindringlich ein Gespräch mit
> Frau Dr.
> Joergens zu suchen, damit die evtl. aufgetretenen
> Missverständnisse behoben
> werden können. Ich denke, dass Ihnen die Tragweite ihrer
> Handlungen nicht
> bewußt ist. Sie gefährden durch Ihre Reaktionen die Herausgabe der
> Digitalisate VOR Veröffentlichung.
> Und dabei sind wir evtl. beim Thema Rheinland. Auch das
> Personenstandsarchiv
> Brühl digitalisiert die Kirchenbuchbestände undveröffentlicht diese
> über
> den oben genannten Verlag in der "Edition Brühl". Schon seit
> Jahren sperrt
> sich das Archiv Daten vor Veröffentlichung an Kirchenbuchbearbeiter
> herauszugeben. Jeder Bearbeiter muss also jahrelang darauf
> warten, bis das
> gewünschte Kirchenbuch veröffentlicht ist, erst dann kanner mit der
> Bearbeitung beginnen...
>
> Also noch einmal zur Klarstellung, das Schreiben von Frau Dr.
> Joergens untersagt weder die Veröffentlichung von eigenen
> erforschten
> Einzeldaten aus
> dem Archiv noch andere Quellbearbeitungen, sondern lediglich die
> vereinbarten Kirchenbuchbearbeitungen auf Grundlage der zur
> Verfügung gestellten Digitalisate.
>
> Mit freundlichem Gruß
>
> Silke Ewering
> (Koordination Verkartung der Westdeutschen Gesellschaft für
> Familienkunde)
>___________________________________________________________
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