Wert 1,- Deutsche Reichsmark 1940

Hallo Listies,
welchen Wert hatte 1,- Deutsche Reichsmark 1940 in Bezug auf unseren
heutigen Euro? Kann man das so pauschal sagen?

Hintergrund ist eine freudige �berraschung, die uns unsere (Gro�-)Tante am
vergangenen Wochenende gemacht hat. �berraschung deshalb, weil man immer
wieder staunt, was aus irgendwelchen Schr�nken, Schubladen, etc. noch so
alles hervorgeholt werden kann. Zum Vorschein kam n�mlich ein altes
Schreib-/Schulheft, in dem unsere Gro�mutter (Schwester o.g. Tante) eine Art
Haushaltf�hrung f�r die Monate Januar bis Juni 1940 angelegt hatte. Au�erdem
sind in dem Heftchen noch festgehalten, welche Pflanzen auf wievielen Morgen
Ackerland angebaut wurden und wie die Ernte ausfiel.

Auch noch in dem Zusammenhang: Wie kam man zu dieser Zeit zu einen
Gefangenen? Im Juni 1940 gibt es in dem Heft n�mlich einen Eintrag: "Lohn
f�r den Gefangenen". Dazu ist es vielleicht auch noch wichtig, den Ort zu
nennen: Karpauen, Darkehmen/Angerapp.

Mit freundlichen Gr��en
Jens Kobu�

http://www.Kobusz.de
mailto:info@kobusz.de

---> OLYMPIA 2012 in LEIPZIG <---

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Czarnikau Czarnkow Graschoew Kraszew Koenigsbach Bukowiec Posen

betr.
Auch noch in dem Zusammenhang: Wie kam man zu dieser Zeit zu einen
Gefangenen? Im Juni 1940 gibt es in dem Heft ndmlich einen Eintrag: "Lohn
f>r den Gefangenen". Dazu ist es vielleicht auch noch wichtig, den Ort zu

Adalbert Goertz responds >>>>>>>>>>>>

Es handelt sich wohl um Kriegsgefangene. Diese wurden auf Antrag von
Landwirten/Bauern diesen zugeteilt in der Ernte usw.

Hallo Jens,

hierbei kann es sich nur um einen polnischen Kriegsgefangenen gehandelt haben.
Denn der Westfeldzug begann erst am 9.4. 40 mit dem Einbruch in die neutralen
Staaten Dänemark und Norwegen und 10.5. der Überfall auf die Niederlande.
Die ersten französischen Kriegsgefangenen werden nicht vor 1941 Ostpr. er-
reicht haben.
Gruß
M. Fox

"Jens Kobusz" <jens.kobusz@gmx.de> schrieb:

Moin,

ein seri�ser Vergleich zwischen der deutschen W�hrung des Jahres 1940 und
dem Euro 2004 ist nicht m�glich. Das Jahr 1940 war ein Kriegsjahr. Die
Wirtschaft einschlie�lich der Geldpolitik zwangsbewirtschaftet. Es gab
Lebensmittelkarten usw. Eine Konvertibilit�t der RM gab es nicht. Sie w�re
aber auch nicht vergleichbar, wenn die Sondereinfl�sse "Krieg" und
"Zwangswirtschaft" nicht dominierend gewesen sind. Die heute von einem
Durchschnittshaushalt gekauften G�ter und Dienstleistungen unterscheiden
sich gro�enteils dadurch, da� sie 1940 noch gar nicht vorhanden waren. Mit
anderen Worten: Der Warenkorb des Jahres 1940 ist ein ganz anderer als der
des Jahres 2004. Aber eines k�nnen wir im Vergleich sagen: Wir werden nicht
totgeschossen oder -gebombt, k�nnen (fast) �berallhin reisen, arbeiten
weniger, bekommen die bessere medizinische Versorgung, die h�here
Altersrente und leiden keinen Mangel.

Wenn es man nur so bliebe.....

Gr��e

Klaus Meyer

Hallo Listies,
welchen Wert hatte 1,- Deutsche Reichsmark 1940 in Bezug auf unseren
heutigen Euro? Kann man das so pauschal sagen?

Mit freundlichen Gr��en
Jens Kobu�

Hallo Listenteilnehmer,

vielleicht hilft ja die folgende Aufstellung über die Preise aus dem Jahre
1935 weiter:

06.1935 12 Pfund Grütze 0,16 RM 1,92 RM
  1
1
9
1
2
2
1
2
1
1
1
1
1
2
1
1
1
5
1
1
2
1
0,25
1 Flasche
Päckchen
Pfund
Pfund
Päckchen
Päckchen
Pfund
Pfund
Paket
Pfund
Paket
Paket
Paket
Paket
Stück
Paket
Pfund
Pfund
Päckchen
Paket
Würfel
Paket
Liter
Glas Essigessenz
Chichorie (Gerstenkaffeezusatz)
Farin
Fett
Backin
Vanillezucker
Roggenmehl
Reis
Persil groß
Seife
IMI
Soda
Bleichsoda
Sil
Seife
Kakao
Fett
Weizenmehl
Backin
Rosinen
Hefe
Kornfrank
Rum
Mostrich 0,65 RM
0,42 RM
0,40 RM
0,75 RM
0,09 RM
0,05 RM
0,25 RM
0,20 RM
0,60 RM
0,28 RM
0,20 RM
0,10 RM
0,26 RM
0,17 RM
0,15 RM
0,30 RM
0,75 RM
0,18 RM
0,10 RM
0,15 RM
0,05 RM
0,50 RM
3,60 RM
0,30 RM 0,65 RM
0,42 RM
3,60 RM
0,75 RM
0,09 RM
0,10 RM
0,25 RM
0,40 RM
0,60 RM
0,28 RM
0,20 RM
0,10 RM
0,26 RM
0,34 RM
0,15 RM
0,30 RM
0,75 RM
0,90 RM
0,10 RM
0,15 RM
0,10 RM
0,50 RM
0,90 RM
0,30 RM

07.1935 4 Pfund Reis 0,18 RM 0,72 RM
  1
1
1
1
1
1
2
0,25
10
6
4
2
1
1
2
1
3
1
1 Liter
Pfund
Paket
Paket
Riegel
Pfund
Päckchen
Pfund
Pfund
Pfund
Würfel
Pfund
Paket
Flasche
Pakete
Pfund
Pfund
Paket
Päckchen Petroleum
Seife
Sil
Bleichsoda
Seife
Margarine
Backin
Kaffee
Weizenmehl
Farin
Hefe
Grieß
Stärke
Rum
Reibrot
Fett
Grütze
Schweden(hölzer) 10er Pack
Chichorie (Gerstenkaffeezusatz) 0,45 RM
0,30 RM
0,17 RM
0,13 RM
0,15 RM
0,63 RM
0,09 RM
2,60 RM
0,18 RM
0,40 RM
0,05 RM
0,25 RM
0,10 RM
2,80 RM
0,10 RM
0,75 RM
0,16 RM
0,30 RM
0,42 RM 0,45 RM
0,30 RM
0,17 RM
0,13 RM
0,15 RM
0,63 RM
0,18 RM
0,65 RM
1,80 RM
2,40 RM
0,20 RM
0,50 RM
0,10 RM
2,80 RM
0,20 RM
0,75 RM
0,48 RM
0,30 RM
0,42 RM
             
08.1935 1 Flasche Cognac 2,60 RM 2,60 RM
  3
3
1
1
10
1 Pfund
Pfund
Paket
Päckchen
Pfund
Würfel Reis
Grütze
Kornfrank
Tabak
Weizenmehl
Hefe 0,20 RM
0,16 RM
0,50 RM
0,50 RM
0,18 RM
0,05 RM 0,60 RM
0,48 RM
0,50 RM
0,50 RM
1,80 RM
0,05 RM

mfg.
Werner Schuka, mailto:Schuka.EDV@T-Online.de - Forschungsschwerpunkt in
Ostpreußen. - Landesteil: Masuren - Kreise: Johannisburg, Lyck - Orte:
Bogumillen, Dziadowen - Kirchspiel: Kumilsko, Familiennamen: S(z)czuka,
Czu(c)ka, sowie entsprechende Bindungen nach Westpreußen, Pommern und
Oberschlesien. - Weitere Infos: www.Sczuka.de.vu - www.Kreis-Johannisburg.de
- www.Gueter-Adressbuecher.de.vu - www.Genealogie-Links.de.vu -
www.Kartei-Moeller.de.vu - www.Kartei.de.vu.

Wir hatten in Lyck zwei kriegsgefangene Franzosen, die den Betrieb
(Fuhrbetrieb) aufrechterhielten, weil man Vater als Polizist an der Front
war. Diese durften sogar in unserem Haus wohnen. Sie brachten uns Kindern
vom Warerollen oft Bonbons mit. Sie waren sehr beliebt in unserer Familie.
Auf der Flucht haben die Russen diese beiden Roberts (wir nannten sie den
kleinen und den grossen Robert) als erste abgef�hrt und sie fast vor unseren
Augen erschossen. Es war gemein, grausam und nicht zu verzeihen.
Mit lieben Gr��en
Elfa Rinio.Carli

Die Bauern haben daf�r eine Bauernregel u.zw. :was kostete ein Zentner
Roggen und was kostet er heute oder der Vergleich mit Kartoffeln, am besten
ist wohl der Vergleich mit Gold. Heute ist doch einfach die menschliche
Arbeitskraft viel, viel zu teuer geworden.
Mit lieben Gr��en
Elfa Rinio.Carli----- Original Message -----

betr.
Die Bauern haben daf|r eine Bauernregel u.zw. :was kostete ein Zentner
Roggen und was kostet er heute oder der Vergleich mit Kartoffeln, am
besten

Adalbert Goertz responds >>>>>>>>>>>>

1924 wurde nach der Inflation die "Roggenmark" eingefu:hrt, gedeckt durch
Deutschlands Roggenproduktion.

Hallo, lieber Werner, h�ttest Du nicht Lust, uns zusammen mit der Familie
Westhoff zu besuchen, denn m�tterlicherseits besteht ein
Verwandtschaftsverh�ltnis, das erneuert werden sollte. Nach dem
Spanien-Aufenthalt wollten sie kommen.
Melde Dich doch bitte.
Mit lieben Gr��en
Elfa Rinio.CarliOriginal Message -----

Hallo Liste!

Hallo!

Nach dem Ende des Polenfeldzuges wurden den Bauern in den Dörfern, (vom Bürgermeister?)
zuerst polnische Kriegsgefangene zugeteilt Sie waren in einem extra Gebäude, in Albrechtsdorf war dies die nicht mehr benutze "kleine (frühere) Schule" untergebracht, die in ein "Lager" umgewandelt wurde. Die Toiletten waren außerhalb in der Schultoilette der Albrechtsdorfer Schule. Die Gefangenen wurden von einem Soldaten bewacht
.
Relativ schnell wurden diese polnischen Gefangenen bald nach dem Ende des Frankreichfeldzuges gegen französische Kriegsgefangene ausgetauscht, und die polnischen Gefangenen nach Westdeutschland gebracht, um angeblich die Fluchtmöglichkeiten zu erschweren.

Die französischen Kriegsgefangenen waren ebenfalls in den gleichen Räumen untergebracht und wurden weiterhin von einem deutschen Soldaten bewacht. Sowohl die polnischen als auch die französischen Gefangenen mußten jeden Morgen aus diesem "Lager" abgeholt und abends wieder zurückgebracht werden. Das wurde so etwa bis Ende 1941 praktiziert.

Weil oft bei den Bauern niemand da war den Gefangenen zu holen, wurden dann diese zu den Bauern gegeben, Vor allen Dingen zu jenen, die vom Dorf und Lager 1 oder 2 km entfernt wohnten.

Diese Bauern mußten jetzt diese Kriegsgefangenen selber in Kost und Logis nehmen. (Zuerst mußte auch ein Gitter an der Außenseite des Fensters dieser Stube angebracht werden. Später lockerte sich diese Bestimmung (oder wurde nicht mehr so streng gehandhabt). Die Gefangenen bewohnten oft die Zimmer der früheren landwirtschaftlichen Helfer, die ja zum Militär eingezogen waren. Die Bettwäsche mußte ebenfalls gestellt werden.

Diese französischen Gefangenen waren meistens bis zum Einmarsch der Roten Armee bei den Bauern. Sie wurden von den Sowjets dann nach Rußland transportiert. Der Gefangene, der bei meinem Vater gearbeitet hat, kam nach Kandalakscha und im August 1945 über Norwegen zurück nach Cherbourg. Ein anderer aber, der bei unserem Nachbarn war, kam über Odessa nach Marseilles.
Siehe dazu auch meine Homepage
http://www.people.freenet.de/helmut.ramm/
im Index Nr.13 Die Russen kommen nach Albrechtsdorf

Mit freundlichen Grüßen
Helmut Ramm aus Schwerte/Ruhr
E-Mail: haramm@freenet.de

Sehr geehrter Herr Kobusz,

die Hinweise auf die Schwierigkeiten, RM in DM oder nunmehr in EUR
umzurechnen, wurden in den bisherigen Antworten grunds�tzlich richtig
dargestellt.

Ich hatte vor geraumer zeit einmal das Problem, wirtschaftliche Verh�ltnisse
der Jahre 1935/1938 (also vorkriegsverh�ltnisse) mit aktuellen Verh�ltnissen
(1989) "vergleichen" zu m�ssen. Ich mu�te es bei ganz allgemeinen Aussagen
belassen.

Es ist nicht nur der unterschiedliche Warenkorb, sondern auch die
unterschiedliche Steuer- und Souzialversicherungslast, die direkte
Vergleiche durch schlichte Umrechnung problematisch macht.

Ich wei� aber, da� es durchaus langfristige statistische Reihen zum
Lebenshaltungsindex gibt. Auskunft hier�ber kann wohl am ehesten ein
Statistisches Landesamt erteilen. Meiner ganz schwachen Erinnerung nach hat
auch die Dresdner Bank vor vielen Jahren einmal eine kleine Brosch�re zum
Thema "Historische Lebenshaltungsindices" oder �hnlich herausgebracht. Da
k�nnte eventuell die Dresdner Bank AG Frankfurt/Main, Volkswirtschaftliche
Abteilung, etwas sagen. Eine Anfrage nach dort w�rde noch nicht einmal Porto
kosten - sie l�uft von jeder Zweigstelle der Dresdner Bank mit deren
Hauspost.....

Freundliche Gr��e

J�rgen Wagner

Hallo, unsere Seligenst�dter Dresdner Bankfiliale sagt, dass es diese
Schrift nicht mehr gibt. Soll ich trotzdem an die Zentrale den Wunsch nach
einem Exemplar herantragen.
Mit herzlichen Gr��en
Elfa Rinio.CarliMessage -----

Hallo Elfa,

ich finde gerade beim Aufräumen den Papierausdruck der Mail wieder und bitte
um Entschuldigung, dass ich mich nicht eher gemeldet habe.

Der Kontakt mit Westhoffs ist bisher auch nur sehr lose.

Wer machte also Urlaub und wer möchte sich wo treffen.

Gibt es da schon etwas näheres?

Freue mich auch eine kurze Info.

mfg.
Werner Schuka, mailto:Schuka.EDV@T-Online.de - Forschungsschwerpunkt in
Ostpreußen. - Landesteil: Masuren - Kreise: Johannisburg, Lyck - Orte:
Bogumillen, Dziadowen - Kirchspiel: Kumilsko, Familiennamen: S(z)czuka,
Czu(c)ka, sowie entsprechende Bindungen nach Westpreußen, Pommern und
Oberschlesien. - Weitere Infos: www.Sczuka.de.vu - www.Kreis-Johannisburg.de
- www.Gueter-Adressbuecher.de.vu - www.Genealogie-Links.de.vu -
www.Kartei-Moeller.de.vu - www.Kartei.de.vu.