Welches Archiv ist zuständig für

Hallo liebe Preussen-Forscher,

Laut Mormonenonline-Datenbank gab/ gibt es in "Pillupoenen
Stallupoenen, Ostpreussen" Engelmayer. Die Ortsbezeichnung konnte ich
nicht finden. Nach l�ngerem Suchen fand ich heraus dass diese
Ortschaft (?) 1937 umbenannt wurde. Nun hei�t "Pillupoenen =
Schlo�bach" und "Stallupoenen = Ebenrode". In russisch : Nesterow.
Ist dies korrekt?? In Stallupoenen liegt auch ein "Mehlkemen". Wo
liegt "Goeritten" ?
Vielleicht hat auch schon jemand den Namen ENGELMAYER erforscht, kann
auch Angermayer hei�en. Es handelt ich um den Zeitraum 1770- 1784,
Geburts-/ Taufdaten von Engelmayer-Kindern. Die Eltern: Matthes
ENGELMAYER oo26.07.1770 in Pillupoenen St. mit Maria Elisabeth
KUPPLERIN/ KOPPERIN/ KOPERIN/ KUPPE:
Welches Archiv ist zust�ndig? Werden horrente Preise f�r Ausk�nfte
verlangt?

Im Voraus herzlichen Dank f�r euere Hilfe,
Gru�, Susann

Hallo, meine Schwiegermutter war eine geborene Engelmayer, allerdings aus
S�dtirol. Einige der Vorfahren waren B�rgermeister in dem Ort unterhalb von
Bozen=Rover� della Luna. Wurde seinerzeit ins Italienische �bersetzt. Es
hiess irgendetwas mit Eichen/Rovere. Waren Deine Engelmayer Salzburger?
Es w�rde mich freuen, von Dir zu h�ren. Vielleicht kann die Kette nach
hinten gefunden werden. Manchmal.....Und dort sind die Unterlagen alle
erhalten geblieben.
Herzlichst
Elfa Rinio.Carli ----- Original Message -----

Hallo Susann,

die Kirchenb�cher von Pillup�nen sind alle verfilmt und bei den Mormonen
einsehbar.
Such Dir die n�chste Mormonen Filmlesestelle und bestelle dort die Filme.
Die Mitarbeiter sind sehr hilfreich.

Gru�

Klaus Labow

Liebe Frau Angermaier,

zu ENGELMAYER kann ich Ihnen leider nichts liefern. Zur Ortschaft G�ritten aber folgendes:

"Die meisten Domainen�mter und Kammer�mter entstanden in den litauischen �mtern, in der Zeit als das Deputationskollegium der K�nigsberger Kammer in Gumbinnen arbeitete.
1724/36 Neben den �lteren Althof Insterburg Georgenburg, Saalau, Jurgaitschen und Kiauten entstanden in jener Zeit noch im Insterburger Kreise:
Brakup�nen, Szirgup�nen, Kattenau, Budreitschen, Dantzkemen, G�ritten, Bredauen, Forst-amt Nassauen, Waldaukarse, Stutamt Trakehnen, Matlischkemen, Maggunischken, K�nigs-herz, Wendera, Dinglauken, Buylin, Plicken, Stannakschen, Gaurischkemen, Jurgaitschen, Gedwallen. Das Amt Wandlaken entstand aus den adlig Wandlaikschen G�tern, im Erbamte."

"Ebenso wurde der Prediger B�hr in G�ritten gemi�handelt. Wegen �berf�hrten Marodierens lie� Apraxin in Gumbinnen auf dem Markte mehreren Russen die Nase aufschlitzen."

"�ber den Ursprung des Namens Geritten, G�ritten erz�hlt man, da� Friedrich Wilhelm I. dort hinfuhr um das Vorwerk anzulegen, habe er die Zeichnungen und Pl�ne dazu vergessen und habe deswegen einen Offizier nach Gumbinnen zur�ck geschickt. Dieser ritt so tapfer zu, da� er fast gleichzeitig noch mit dem K�nig an Ort und Stelle ankam und als er letzterem die Pl�-ne auf der Stelle wo G�ritten heut steht �berreichte, sagte der K�nig, das nenn ich geritten, was so aufgefa�t wurde als solle das neue Vorwerk so genannt werden."
Zweite Version zur Namesgebung von G�ritten!
"Als Friedrich Wilhelm I. seine entlegene Provinz besuchte, war er von zahlreichem Gefolge umgeben. Man war bei der Absteckung des Vorwerks G�ritten besch�ftigt, als ihm einfiel ei-nen seiner Adjutanten aus irgend einer Ursache nach Gumbinnen zu schicken. Dieser beeilte sich derma�en und war so geschwind wieder zur�ck, da� der K�nig halblaut vor sich hin sagte, das nenn ich geritten. Als es sich darauf darum handelte dem Vorwerk einen Namen zu geben, bemerkte einer der Herren aus dem Gefolge, Majest�t haben ja schon geruht, den Na-men zu erteilen, n�mlich, das nenn ich Garitten. Der K�nig befahl denn auch, es dabei zu be-lassen. (Fabel ! )"

"1865, Carl Wilhelm Salomon wurde 1865 Pfarrer in G�ritten"

"Im Amte Althof Insterburg wurden viele Schweizer und Salzburger Kolonisten angesetzt, als zu Pieragienen und Gro� Trakinnen usw. Auch im Amte Brakupwenen. Im Amte Bredauen Nassauer und Salzburger. Im Amte Budaprenen war zu Skerblienen eine Schweizer Kolonie. Im Amte Budweitschen waren zwei Salzburger Kolonie D�rfer. Im Amte Buglien wurden zu Walterkemen Salzburger, Schweizer und Pf�lzer angesetzt. Im Amte Gandischkemen sind haupts�chlich Schweizer, im Amte G�ritten Salzburger angesetzt, ebenso im Amte Kiauten und K�nigsfelde. Im Amte Waldaukadel war das Nassauer Kolonie-Dorf Soginten."

"...Das dieserhalb an die Reformierten Prediger in Litauen ergangene Reskript datiert vom 1. November 1808, und unterm 4.5.1809 ward bekannt gemacht, durch die Kgl. Litauische Regierung, da� Prediger L�ls in G�ritten von Sr. Majest�t zum Konsistorialrat im Litauischen Konsistorio und zum Superintendenten der Gumbinner Reformierten Inspektion ernannt worden."

"G�ritten. Die Kirche wurde 1725 f�r die aus Nassau usw. eingewanderten evangelisch refor-mierten Familien gegr�ndet. Der erste Geistliche war
1. Gottfried Petri, wurde schon vor Gr�ndung dieser Kirche angestellt, seine Vokation ist vom 7.12.1723, zwei Jahre fr�her als die Kirche erbaut war. Er kam mit den Nassauern ins Land und starb 1730.
2. Georg Philibert M�ller, am 1.7.1731 hier introduziert, starb am Abend vor Ostern 1735.
3. Carl Ernst Fanasius, 1736 introduziert, verwaltete das Amt 30 Jahre. Starb 19.9.1780 in Stallupoenen, nachdem ihm adjuziert
4. David Reinhard Behr, introduziert am 28.4.1766, verwaltete bis 1798, wo er ref. Prediger in Tilsit wurde. Er starb am 11.2.1803
5. Johann Ernst Luls geboren 1753 zu Insterburg. 1. Advent 1798 hielt er in Goritten seine Antrittspredigt, erkl�rte sich 1819 f�r die Union, ward Konsistorialrat. 1829 bei seinem 50j�hrigen Jubil�um erhielt er den Roten Adler Orden 3. Klasse. Starb 1832.
6. Carl Eduard Torno, geboren 1802 zu Landsberg. Erhielt die Ordination zum Diakonat in Stallupoenen 15.6.1827, war dort bis 1833, wo er Luls Nachfolger und 30.6.1833 in Go-ritten eingef�hrt wurde."

"Die ersten Salzburger trafen in Gumbinnen am 17. und 21. Juni 1732 ein. Ihnen folgten sp�ter mehrere Kolonnen; im Juni, Juli und August, 4500 im Ganzen. Im Sommer 1734 wurde eine Z�hlung derselben vorgenommen und es waren in den St�dten Insterburg 130, Goldap 117, Darkemen 168, Gumbinnen 237 und Stallup�nen 72. In den �mtern Althof Insterburg 91, Bredauen 385, Daubkemen 193, Gandischkemen 176, G�ritten 238, Nassawen 288, Kattenau 369, K�nigsfelde 75, Mallischkemen 125, Plicken 132, Stannaitschen 342, Trakehnen 206, Waldaukadel 58, Brakup�nen 312, Bunglien 76, Budweitschen 350, Dinglauken 112, Geor-genburg 425, Gudwallen 211, Jurgaitschen 109, Kiauten 435, Lapp�nen 395, Mapgunischken 106, Salau 161, Zigup�nen 528, Tollmingken 211, Wedern 69"

Domainen-�mter 1800: G�ritten - Frau von Sanden, Amtsr�tin

Das Domainen Justizamt Stallup�nen hatte die �mter Danzkemen, D�rschkemen und G�ritten. Justizamtmann war 1798 bis 1806 Costede.

"Johannes von Sanden 1672/73 Feldprediger beim 1. Regiment, nachher in Heiligenbeil. Rittmeister von Sanden in G�ritten hatte eine Tochter Rasalie, die an Wegeli, Oberamtmann im Depot Jurgaitschen verheiratet ist. Der Frau Amtsr�tin von Sanden in G�ritten wurde 11. August 1789 die Preismedaille f�r Verbesserung der Pferdezucht verliehen. Oberamtmann von Sanden verm�hlte sich im September 1798 mit der verehelicht gewesenen Frau Kriegsr�tin L�sewitz, geb. Frey."

Domainen Beamte waren 1782: Amtsrat Sanden G�ritten,

1881: Pistolenduell, ein Student aus G�ritten stirbt;

Ich hoffe, ich hab' Sie jetzt nicht mit Info's erschlagen!
Herzliche Gr��e