könnte mir jemand, der versiert im Datenschutzbereich ist, mitteilen,
wie Daten meiner Familie auf einer "individuellen Homepage" erscheinen,
ohne dass die Person Rücksprache geführt und/oder eine Quellenangabe
verzeichnet hat ?
Mit Dank für Antworten und freundlichen Grüßen --- Gisela Sanders
ich verstehe wohl die Frage nicht ganz. Handelt es sich um eine professionell geführte Seite wie myheritage oder ähnliches, dann wird von denen der Datenschutz beachtet und Du musst Dich darum soweit ich weiß nicht kümmern. Wenn Du eine eigene Seite betreibst, so würde ich mich an die Archivregeln halten, also keine Person aufführen, die weniger als 30 Jahre tot ist usw. Damit hast Du auf alle Fälle sicher alle lebenden Personen, die sich beschweren könnten, abgedeckt und die freigegebenen Daten sind ohnehin für alle recherchierbar.
Jetzt beim zweiten Lesen verstehe ich Deine Frage noch einmal anders, nämlich so, dass jemand Daten Deiner (lebenden?) Familie online gestellt hat, ohne seine Quelle zu nennen oder mit Dir bzw. der betroffenen Person Rücksprache zu halten, ob die Daten veröffentlicht werden dürfen. Sofern er damit gegen die oben genannten Archivregeln verstößt, dürfte er sich meiner Meinung nach rechtswidrig verhalten. Ich würde den Betreiber der Seite anschreiben und ihm den Vorfall schildern und um Löschung oder Anonymisierung (aus Liesel Meier wird L. Meier o.ä.) bitten.
das ist aber nichts Neues.
Ich kann gut drei Leute benennen die Daten von meiner Webseite abgeschrieben haben.
Ich habe dort Fehler eingebaut die nicht unbedingt als Fehler erkennbar sind. Diese Fehler tauchen dann auch bei Ver�ffentlichungen dieser Leute auf. Quellenangaben fehlen.
Machen kann man da (ohne gro�en Aufwand) nix.
ich kann mich Jürgen nur anschließen. Sofern es sich um Daten bereits verstorbener Personen handelt, kann man nichts machen, da das allgemeine Persönlichkeitsrecht der betreffenden Personen mit dem Tode endet. Dennoch ist es unseriös und auch frech, ungefragt Daten zu entnehmen, die erst durch Deine Recherchen ans Licht kamen. Nicht nur, weil es Deine Arbeit unterschlägt, sondern auch die Quellen. Und dabei geht es nicht um die Forscher-Krone, sondern um Nachprüfbarkeit. Erst gestern hat mich ein lieber Kollege auf Fehler hingewiesen, die er - Dank Quellenangabe - erkannte.
Es steht jedem frei, meinen Digitalisaten Personendaten zu entnehmen und auch zu verbreiten, auf die Quellenangabe lege ich jedoch wert. Aber selbst wenn das unterbleibt, habe ich keine Handhabe. Man kann das also nicht erzwingen.
Ich weiß nicht, wie umfangreich der "Datenklau" in Deinem Fall ist. Soweit ich weiß, haben einige Gerichte eine umfangreiche und wissenschaftlichen Anspüchen genügende Ahnenforschung, bspw. eine Familien- oder Ortschronik (also nicht die simple GEDCOM) als Forschungsarbeit bewertet, die dann wohl wieder urheberrechtlichen Schutz genießen kann.
Du müsstest Dir also fachkundigen Rat einholen. Ich gebe Jürgen Recht - machen kann man da wohl nichts.
Viel Erfolg weiterhin und Grüße aus Brandenburg, Daniel.
Nach meiner Meinung ist das bewusste Plazieren von Fehlern in den
genealogischen Daten weitaus unserioeser, als wenn jemand sich diese
Daten kopiert (mit oder ohne Quellenangabe). Das ist
Datenverfaelschung; man veraendert und verfaelscht sie bewusst. So
etwas verliert in meinen Augen an Vertrauen, wenn jemand hier und da
einige kleine Detail aendert; man ist ein Faelscher.
Ma sollte sich auch bewusst sein, was man mit der Veroeffentlichung
seiner Daten erreichen moechte? Wenn man nur allgemein seine Vorfahren
in einer erzaehlenden Weise vorstellen moechte, da braucht es keine
Komplettveroeffentlichung der Daten, weil einfach schlicht der
Anwendungsbezug fehlt. Wenn man aber seine kompletten Daten bis auf die
letzte Jahreszahl veroeffentlicht, was will man erreichen? Angeberrei?
- "Schaut mal her, was ich alles erforscht habe, meine Ahnen bis 15XX."
Das ist ein schlechte und niedere Absicht. Nur wenige Menschen werden
die tausend Daten begaffen, ohne einen Nutzen davon zu haben.
Der eigentliche Nutzen einer (kompletten) Datenveroeffentlichung seiner
Ahnen und Nachfahren sollte sein, dass sie im Sinne der Genealogie
weitergenutzt werden, nicht nur von der eigenen Person, sondern auch
von anderen (teils neueren) Personen. Auf diese Weise lassen sich neue
Verknuepfungen zwischen den vergangenen und unbekannten
Verwandtschaften schaffen. Genealogie ist ein egoistisches Hobby, was
man zu Hause macht, sondern auch ein soziales Engangement fuer die
Gesellschaft und fuer die Nachkommenschaft.
Mit der reinen Ansicht faengt es an, wenn man seine Daten komplett
veroeffentlichten will...
Danke, Michael und alle anderen. Nun meine Frage an die Experten: ist die
Veröffentlichung von Bildern von Lebenden in einer Flickr-Serie statthaft?
Was macht man dagegen sinnvoll, ohne gleich einen großen Streit vom Zaun zu
brechen?
MfG - Martin K.
PS: ich habe nicht mehr so viel Zeit, um noch einmal ein "Studium" in
Richtung Persönlichkeitsschutz zu beginnen.
nun wenn ich in Originalakten ein konkretes Datum gefunden habe z.B. 01.03.1467 und ich schreibe nun um 1465 ist das kein verf�lschen. Das stimmt dann immer noch und ist auch nicht unseri�s. Nur wenns dann mehrmals bei dem Raubkopierer auftaucht ....
Nach meiner Meinung ist das bewusste Plazieren von Fehlern in den
genealogischen Daten weitaus unserioeser, als wenn jemand sich diese
Daten kopiert (mit oder ohne Quellenangabe). Das ist
Datenverfaelschung; man veraendert und verfaelscht sie bewusst. So
etwas verliert in meinen Augen an Vertrauen, wenn jemand hier und da
einige kleine Detail aendert; man ist ein Faelscher.
Meine volle Zustimmung.
Gerade an Fehlern in meinen bei GEDBAS und GeneaNet.org
ver�ffentlichten Daten habe ich den "Datenklau" erkannt. Diese Fehler
habe ich nicht absichtlich platziert. Zu dem Zeitpunkt der
Ver�ffentlichung wu�te ich es nicht besser, habe es auf den kostenlosen
Portalen aber auch noch nicht verbessert.
Im �brigen habe ich nichts gegen die �bernahme meiner Daten, wenn Ross
und Reiter genannt werden. Das ist aber nicht in allen Portalen m�glich
wenn die einfachste (kostenlose) Form gew�hlt wird. Da sind meistens
keine Quellenangaben m�glich.
Die Kontakte durch die einfache Ver�ffentlichung sind dementsprechend
auch sehr mager.
Seit einiger Zeit habe ich die M�glichkeit auf dem ehemaligen
Firmenserver meines Bruders meine gesammelten Daten komplett (mit
Quellen soweit noch vorhanden) zu ver�ffentlichen. Bei meinem Bruder
kostet es mich nichts, deshalb ist es mir dort m�glich.
Siehe www.brauer-kludt.de
Wenn man aber seine kompletten Daten bis auf die
letzte Jahreszahl veroeffentlicht, was will man erreichen? Angeberrei?
Das liegt mir v�llig fern. Wenn eine so ungew�hnlich weit zur�ck
liegende Verwandtschaft zur erw�nschten Kontaktaufnahme f�hrt ist damit
schon ein erstes Ziel erreicht.
Durch einen gl�cklichen Zufall gibt es bei meinen BRAUER-Vorfahren eine
so weit zur�ckliegende Verwandtschaftslinie. Warum sollte ich das
unterschlagen. Nur um nicht in den Verdacht zu geraten ein Angeber zu
sein. Auf die weitergehenden m�glichen Verwandtschaften in diesem Fall
habe ich aber bewu�t verzichtet. Das liegt nach meiner Meinung zu weit
abseits.
Zu den Nonnen der Kongregation von der Heiligen Elisabeth habe ich eine
pers�nliche Beziehung aus meiner Jugendzeit. Deshalb der Eintrag.
Wenn sich jemand aus dieser Runde auf meiner Webseite umsieht, bitte
ich um konstruktiver Kritik. Vorschl�ge sind auch willkommen.
Eine Datensammlung unter *Webtrees* ist aber gew�hnungsbed�rftig.
Zur Einf�hrung bitte ich den Text auf der Startseite ganz unten zu
lesen, der wird von Fall zu Fall erweitert und erg�nzt.
grunds�tzlich unterliegt erst mal jedes Foto dem Urheberschutz! Also Vorsicht!
Personen haben auch grunds�tzlich ein Recht auf das eigene Bild! Ohne ausdr�ckliche Genehmigung darf niemand ein Foto von einer Person ver�ffentlichen!
Aber jetzt zur Ahnenforschung:
Wer seine Fotos in online-Datenb�nke gibt, muss damit rechnen, dass sie dann auch weiterhin und anderw�rtig genutzt werden. Bei Nichtgenehmigung w�re das auf jeden Fall ein Datenmissbrauch.
Tja und genealogische Daten sind eben auch Daten! Sie werden wahrscheinlich auch schon mal gef�lscht, ver�ndert o.a.m. wie andere Daten. (Statistiken, Dokumente, Zeugnisse, etc.!)
Mit einem Screenshot kann man alles was auf dem Monitor erscheint auch digital weiterverarbeiten!
Ich bin kein Rechts-Experte, aber habe selbst diese Thematik schon ein wenig
hinterfragt (ich wollte Fotos von allen Nachkommen meines Ururgrovaters für
alle Nachkommen zugänglich machen... nicht im Netz, sondern als Ausdruck...
auch da stieß ich schon an Grenzen).
Generell gibt es zwei Rechtsprobleme:
1) Das Recht am eigenen Bild
Ein Bild auf dem jemand abgebildet ist darf nicht ohne dessen Genehmigung
verbreitet werden. Ausnahme: Gruppenphotos.
Also könnte man das Militärbild seines Großonkels ohne dessen Zustimmung
nicht verbreiten, wohl aber das Gruppenphoto seiner Einheit, auf der er mit
drauf ist.
Das gilt natürlich nur für LEBENDE Personen. Verstorbene Personen haben kein
Recht am eigenen Bild... auch nicht deren Nachkommen.
2) Urheberrecht des Photographen
Der Photograph des Bildes hat ein Urheberrecht an diesem Bild.
Das Urheberrecht greift bis 70 Jahre nach dem Tod des Photographen, wonach
das Photo "Allgemeingut"/Public Domain wird.
Zusammenfassung:
Bei Familienphotos - auch in Photographenstudios entstandenen Abbildungen -
werden aber wohl eher die Bedenken der Abgebildeten, als der Photographen
Probleme bereiten.
Auch wenn rein rechtlich z. B. der Photograph der 1939 ein Photo von einem
Großonkel in Uniform gemacht hat, und der Photograph möglicherweise noch
nicht seit 70 oder mehr Jahren verstorben ist, dann ist es doch SEHR
unwahrscheinlich, dass sich bei so einem "künstlerisch unwichtigen" Photo
jemals jemand mit einem Urheberrechtsanspruch melden wird.
Der Großonkel selbst kann aber, sofern er noch lebt, der Weitergabe seines
Bildes wiederspreche.
last but not least möchte ich mich für dies von dir eingebrachte Thema sehr bedanken. Ohne das hätte ich ja nie mitbekommen, was da im Netz alles von meiner Arbeit noch rumschwirrt und abgekupfert wird. Wir "kennen" uns nun seit mehr als 10 Jahren durch die OWP-Liste. Der Austausch mit dir war immer freundlich, herzlich und authentisch. Als ich quasi noch ein "Küken" war, hast du mich in meiner Forscherei unterstützt und mir wichtige Tipps, Literatur und somit Material für meine persönliche Forscherei gegeben. Ich weiss deine Mühe und Arbeit noch heute sehr zu schätzen!
Darüber hinaus schätze ich auch deinen Mut und deinen "Biss" unseriöses Verhalten von angeblichen Mitforschern hier öffentlich zu machen. Wie gesagt bin ich dir immer noch sehr verbunden für all deinen Einsatz. Auch wenn es unter diesem Betreff leider nicht mehr direkt um "Unsere liebste Sache: Der Ostpreußenforschung" geht.
Schön, das du trotz aller Widrigkeiten noch immer so engagiert hier teilnimmst. Weiter gehts;-)