WEINERT Berzdorf

In einer eMail vom 17.02.03 15:11:32 (MEZ) Mitteleuropäische Zeit schreibt
norbert@nbschmidt.de:

Rüdiger war selbst in Schlesien vor Ort und hat u.a. in
Berzdorf die dort noch vorhandenen KB eingesehen.

Hallo Norbert,
vielen dank für Deine Rückmeldung.
Hat Rüdiger Nowag Dir mitgeteilt, welche Kirchenbücher er dort vor Ort noch
gefunden und durchgesehen hat?

Die Verfilmungen der Mormonen sind in Berzdorf sehr dürftig!

Außer Tf u Bg von 1851-1870 gibt es keine weiteren Angaben aus diesem
Jahrhundert. Die anderen KB von 1650-1684 helfen nicht weiter, wenn man keine
Anschlüsse hat.

Welches ist eigentlich Dein bevorzugter Forschungsweg?

Bei meinen Forschungen versuche ich zunächst einmal, die aus den Erzählungen
der
Familie
angegebenen Daten durch Urkunden oder KB-Einträgen bestätigt zu finden.
Das ist schon schwer genug. Selbst vorhandene handschriftliche Aufzeichnungen
zur Erstellung eines Ariernachweises erweisen sich als ungenau (um nicht zu
sagen falsch!).

So versuche ich zur Zeit ganz einfach nur, die bekannten Daten von Großeltern
und Urgroßeltern bestätigt zu finden, jeweils mit Hinweisen auf deren
Vorfahren.
Ein Listenkollege hatte mich vor etwa einem halben Jahr auf
Computereintragungen bei den Mormonen aufmerksam gemacht. Danach war ich auf
einen Schlag von meiner Großmutter 4 (in Worten vier) Generationen weiter
gekommen.
Kritisch wie ich bin, wollte ich diese Daten in KB überprüfen, nichts, gar
nichts gefunden.
Es gab kein Anschluss. Und heute sind diese Angaben nicht mehr online!! Wie
das geht weiß ich nicht, aber ich nehme alle diese Daten nur noch als
Anhaltspunkt zur Suche.
Dabei habe ich auch schon immer wieder mal Treffer gehabt.

Bei diesem Anton Weinert aus Deutsch-Neudorf (kath. Kirche Berzdorf) meinem
Urgroßvater, (Nr. 10 lt. Kekule) komme ich aber nun überhaupt nicht weiter,
weil es wohl keine Aufzeichnungen mehr gibt.
Oder eben doch, was sagt Rüdiger?

Zwischendurch bin ich immer wieder mal für ein Tag in Berlin, um dort im
Zeitungsmuseum in alten Münsterberger Wochenblättern ab 1830 zu suchen. In
wenigen Stunden fliegen dabei die Jahre aus der Vergangenheit vorbei. Die
erste Hundesteuersatzung um 1834, Gründung der Stadtsparkasse, öffentliche
Mahnung an die Steuerpflichtigen usw. Die Geschichte wird beim Lesen richtig
lebendig. Wichtig sind dort außerdem die Eintragungen der Kirchen-Notizen.
Außerdem fand ich im Rechenschaftsbericht des zweiten Sterbekassenvereins von
1835, das meine Urgroßeltern im Jahr 1834 dort Mitglied geworden waren.
Ein kleiner Mosaikstein.

Welches ist eigentlich Dein bevorzugter Forschungsweg?

Ich werde erst einmal alle mir bekannten
Daten
Generation für Generation
in den Verfilmungen der Mormonen suchen.
Die Todesurkunde meiner Großmutter habe ich mir letztes Jahr aus Schlesien
schicken lassen, aber da kam ich auch nur bis Weinert Anton, siehe oben.

Und wie ich dann in zwei oder drei Jahren weiter mache, weiß ich noch nicht
ganz genau.

Zwischendurch klicke ich immer wieder alle Internetadressen an, die hier über
diese Liste gehen. So manchen Suchhinweis, aber auch so manches Verständnis
für die Lebensumstände meiner Ahnen habe ich aus diesen Quellen.

Ich hoffe mit den anderen Forschern von Berzdorf auf eine hoffentlich
hilfreiche Antwort von Rüdiger zum Verbleib von Kirchenbüchern aus Berzdorf.

Mit freundlichen Grüßen aus Kerpen
Rudolf Andermann

Suche: (katholisch)
ANDERMANN vornehmlich in allen Orten des ehem. Kreis Münsterberg in
Schlesien, dann Kreis Frankenstein; insbesondere um 1812 in Froemsdorf,
BERGER, Johanna = vor 1821 in Reindörfel
FRANKE, Joseph = um 1789 in Reindörfel,
HÜMER, Josef = um 1829 in Petershagen vorher Poln.Peterwitz,
JAHN, Johanna = vor 1869 in Deutsch-Neudorf,
NEUMANN, Anton = um 1805 in Neuhof,
SCHLESINGER, Franz = vor 1821 Reindörfel,
STRAUCH, Johanna = um 1836 in Moschwitz,
WEINERT, Anton = um 1856 in Deutsch-Neudorf,
WELZ, Theresia = vor 1825 im Reumen,
alle Orte im früheren Kreis Münsterberg in Schlesien.