Was vom Forschen übrig bleibt

Moin

wie in der letzten Ausgabe in der Computer Genealogie berichtet, sind die Vereine fast noch nicht auf die Übername von digitalen Daten eingerichtet.
Ich möchte der Vereinsführung der Vereine in und um Schleswig-Holstein bitten doch Voraussetzungen zu schaffen.

Es gibt Forschungen die man nicht in Papierform übergeben kann, z. B. in
einem Genealogieprogramm zusammengetragene Daten aus Anzeigen und
Grabsteinen. Um es gleich vorweg zu nehmen ich weiß das anzeigen und
Grabsteine von Vereinen im Internet gesammelt werden. Dazu habe ich
gerade Heute ein gutes Beispiel. Im Programm hatte ich vier Anzeigen die
im einzelnen keine große Aussagekraft hatten, dazu bekam ich zwei
Grabsteine und eine alte Anzeige, jetzt kam Sinn in die Sache diese
jetzt fünf Anzeigen und zwei Grabsteine ergab eine Familie mit vier
Generationen.
Dies Datei mit den ca. 45000 Anzeigen ist ca. 7,6 GB groß, die Anzeigen
gehören zur Datei da sie miteinander verknüpft sind. Insgesamt habe ich
ca. über 30 GB an Daten und Scanns.

Ich habe die 70 auch schon überschritten darum mache ich mir Gedanken wo
die Digitalen Forschungen bleiben.

Bitte nur zum Thema digitale Datei Übernahme schreiben, wie und in welcher Form ist erst einmal Sache des Vereins.
Wer Interesse daran hat das seine Dateien übernommen werden, bitte im Verein mitarbeiten und Impulse geben.

Viele Grüsse und ein gesundes 2012
Volkert (Thiessen)

Hallo,

Ich möchte der Vereinsführung der Vereine in und um Schleswig-Holstein

bitten doch Voraussetzungen zu schaffen.

Das macht keinen Sinn. Es gibt die technischen Vorraussetzungen zu einer
wartungsfreien digitalen Langzeitarchivierung nicht.

Wir sollten unsere regionalen Vereinsleitungen nicht auffordern, Energien,
Zeit und schlimmstenfalls Kosten zu investieren in Projekte, zu denen es
keine technischen Problemlösungen gibt. Es gibt keine digitalen
Speichermöglichkeiten, die ohne halbjährliche Wartung und Dreifachsicherung,
eine Langzeitarchivierung garantieren. Eine solche Wartung kann sicherlich
kein regionaler geneologischer Verein finanzieren.

Etwas anderes ist es ggbf., wenn sich der CompGen in einer Projektgruppe
diesen Fragen stellt.

Also auf nach München!!!

Grüße

Krafft-Aretin

Auch Hallo :wink:

Meine Anmerkungen zwischen Deinen Zeilen.

Moin,
wie die Vereine das machen werden liegt im ermessen der Vereine. In den Vereinen gibt es Leute die mehr Wissen auf dem Gebiet haben wie ich.
Da ich seit ca. 10 Jahren Familienforscher-Treffen mache, kenne ich die Kenntnisse über Computer vieler Leute.
Darum kann das in den Grundzügen nur so gemacht werden wie mit den Papierunterlagen. Ob zu Lebzeiten oder im Todesfall, hier sind meine Forschungen und auf wiedersehn. Das einzige was der Verein einhalten muß ist der Wunsch des Überlassers ob Veröffentlichen oder Vereinsrechner.

Da die sogenannten Probleme bekannt sind, sind es keine Probleme mehr.

Ich wünsche mir das viel Leute die in den Listen Ratschläge verteilen, Schulungen bei den Anfängern, Wiederanfängen und PC- Anfängern machen. Wenn Ihr das über ein paar Jahre gemacht habt werden Eure Antworten garantiert anders ausfallen.

In der Comgend-L- Liste habe ich geschrieben:

Mein Motto ist erst einmal anpacken eine Sache zum laufen bringen dabei werden die anfallenden Probleme gelöst.
Beispiel: Meine Treffen "Familienforschung und PC" (seit ca. 10Jahren) sind auch so entstanden. Teilnehmerzahlen zwischen 10- 25 Personen In Schleswig-Holstein.

Viele Grüsse
Volkert (Thiessen)

Heinz Schlutow schrieb:

Hallo an alle,

ich besch�ftige mich schon seit l�ngerer Zeit gedanklich mit dem Thema Langzeitarchivierung. Um genau zu sein seit ich digital fotografiere (ca. 2 Jahre). Vorher hatte alle f�r mich wichtigen digitalen Daten ausgedruckt oder im Fotolabor ausdrucken lassen. Durch die viele digitalen Fotos ist das aber aus Platz- und Kostengr�nden wenig sinnvoll.

F�r die kurz- und mittelfristige Archivierung (als Arbeitsmittel) halte ich die digitale Archivierung f�r sinnvoll, aber f�r die Langzeitarchivierung ist das meiner Meinung nach wenig sinnvoll, da die digitalen alle 2 bis 3 Jahre auf einen neuen Datentr�ger umkopiert werden mu�, um sicherzustellen, da� die Daten weiterhin lesbar bleiben. Au�erdem m�ssen die Daten regelm��ig in ein aktuelles Datenformat konvertiert werden, weil niemand heute sagen kann, ob die heutigen Formate in 5, 10 oder20 Jahren �berhaupt noch lesbar sind. Dieses ist mit Kosten f�r Hardware, Software und Personal verbunden. Ob der Wille dieses ehrenamtlich zu leisten in der Zukunft vorhanden ist wei� niemand und jemand die Kosten tragen kann oder will auch nicht.

Somit ist eine Archivsicherheit nicht gegeben. Auch nicht wenn man die Daten auf eine Provider-Firma auslagert, da dieses Unternehmen in 10, 20 oder 50 Jahren noch existiert. Es kann niemand garantieren, das die Server einfach abgestaltet werden.

Archivare reden von Archivsicherheit, wenn Daten ohne, da� sie bearbeitet werden m�ssen, mindestens 100 Jahre �berdauern! DAS IST DIGITAL NICHT M�GLICH!

Somit stellt sich die Frage, wie sollen wir die riesige Mengen an Daten langfristig sichern?

Es bleibt als nur eine analoge Archivierung. Da dieses aber in Papierform viel Platz erfordert, und nicht sicherstellt, da� das Archivgut durch Feuer, Erdbeben, Wasser, Krieg, etc. vernichtet wird, gibt es eigentlich nur zwei M�glichkeiten:

1.) Die gedruckte Ver�ffentlichung in Papierform in einer m�glichst hohen Auflage. (Ergebnissen und Quellen-Editionen)

2.) Die Archvierung auf Mikrofilm in Form von Rollfilm und/oder Fiches. Dieses, dann auch m�glichst mit mit Kopien in diversen Archiven, Bibliotheken und bei Privatpersonen.
         Mikrofilme haben bei sachgem��er Lagerung eine Mindesthaltbarkeit von 300 bis 500 Jahren. Und sie k�nnen ohne gro�e technische Hilfsmittel Lesen.

Gru�

Hauke (Langbehn)

Hallo,

Archivare reden von Archivsicherheit, wenn Daten ohne, daß sie

bearbeitet werden müssen, mindestens 100 Jahre überdauern! DAS IST
DIGITAL NICHT MÖGLICH!

Genau! Darum gesht es!

Was Heinz Schlutow schrieb:

Unter "wartungsfreier digitaler Langzeitarchivierung" verstehe ich z.B.
- einen Server (bzw. mehrere solcher Server an verschiedenen Orten) eines
    "seriösen" Providers;
- Datenspiegelung zwischen diesen Servern
    Beispiel siehe hier:
    http://www.strato.de/ueber-uns/rechenzentren/
    Die Daten werden zwischen beiden Servern (Berlin und Karlsruhe) täglich
    gespiegelt.

DaS ist keine lANGZEITARCHIVIERUNG!

Sondern die Sicherstellung von Nutzung in der Jetztzeit, nicht mehr und
nicht weniger.

Keiner unserer Vereine hat die finanziellen Ressourcen eine solche
Nutzungssicherheit zu gewährleisten.

Die Leistungen mancher Vereinsfreunde im Compgen gewährt uns diese
Möglichkeit der <Jetztzeit-Nutzung> in fast optimaler Form. Das ist nicht
hoch genug einzuschätzen und muß immer wieder gesagt und anerkannt werden.

Es ist aber keine ARCHIVIERUNG.

Archivieren heißt: Ruhen lassen!!! Mit jedem Anfassen, Bewegen, Rollieren
geht ein physischer Verlust einher, das ist bei Steinmonumenten, bei
Papyrus, bei Papier so und extrem bei Dugitalisaten. Bei letzterem wird
versucht mit einem unvergleichlich hohen technischen und Wartungsaufwand,
dem Datenverlust zu entgegnen. Das kann kein staatliches Archiv für
Langzeitarchivierung auf Dauer leisten und solches einem regionalen
genealogischer Verein aufbürden zu wollen, ist schlichtweg absurd.

Ein mitdiskutierender Kollege hat gestern, wie auch ich, daraufhingewiesen,
dass Profis, welche sich mit diesen Fragen täglich beschäftigen, längst auf
dem Wege sind, die Langzeitarchivierung analog zu organisieren, nicht
digital.

Wir diskuttieren hier und manch einer fordert hier, Wege zu beschreiten, die
von Berufsarchivaren längst aufgegeben sind.

Auch allem weiteren, das Hauke (Langbehn) schrieb ist zuzustimmen.

Grüße

Krafft-Aretin

Liebe "Langzeit"-Interessierte,

in Hamburg versuchte ich das Thema voranzutreiben, es scheint ziemlich schwierig zu sein.

Volkert Thiessen macht es sich m.E. zu einfach mit:

"Mein Motto ist erst einmal anpacken eine Sache zum laufen bringen dabei werden die anfallenden Probleme gel�st."

Er mag mit seinen Unternehmungen Genealogie und PC ja gro�e Erfolge haben. ABER dieses Teilgebiet ist einer VER�FFENTLICHUNG vorgelagert! Jeder ist daran interessiert, eines der vielen Programme kennen zu lernen zum Zusammentragen der bisherigen Ergebnisse. Jedoch haben sich diese Menschen bis dahin noch keine Gedanken �ber eine Ver�ffentlichung gemacht. Und hier beginnt das Problem, Volkert wird seine Kontaktleute auch nicht dazu bewegen k�nnen, ihre Ergebnisse in PAPIERFORM zu ver�ffentlichen.

M�gliche Gr�nde f�r eine NICHVER�FFENTLICHUNG:

man ist dann nicht kritisierbar,
man m�chte seine Ergebnisse nicht f�r jedermann zug�nglich machen,
man ist noch nicht fertig mit dem Zusammentragen von Kenntnissen
man l�sst sich noch ZUVIEL Zeit mit Ver�ffentlichungen, l�stiges �bel
man meidet die Kosten,
es ist viel Arbeit, die geernteten Ergebnisse in ein ansehliches Layout zu bringen
man hat von Druckgestaltung keine Ahnung,
man hat von Buchprojekten keine Ahnung
mit meinen Ergebnissen k�nnen sich sp�ter andere abplagen.

Alle Gr�nde haben ihre Berechtigung, sie m�ssen aber angegangen werden!!!!!
Viele haben Erfahrungen, Vorstellungen aber noch offene Projekte.

Egal, wie ich mich entscheide ob in digitaler Form, ob in Papierform oder aber als fish, allen ist eine Gestaltung vorgelagert.
Sie ist anzugehen.

Mit Interessierten und Ausdauer zeigenden Mitforschern l�sst sich ja eine Arbeitsgruppe bilden - allerdings gibt es nicht DIE L�SUNG, sondern VERSCHIEDENE L�SUNGEN - man muss sichg entscheiden, sie wollen und dann nur noch anpacken.
Im Vorwege ist zu sondieren, wer hat Interesse, wo kann man sich treffen, fals erforderlich,.......

Bei Fragen stehe ich gerne zur Verf�gung.
Allen oben stehenden Gr�nden zum Trotz:
Ih erstellte:
AT GREVE - http://issuu.com/familienforscher/docs/atgrevemitcover
AT-RIECKEN - http://issuu.com/familienforscher/docs/atissuurieckencover.pdf

Viele Erg�nzungen, Beitr�ge, Argumente, Willensbekundungen, Vors�tze f�r das neue Jahr .......
Und bitte nicht die Auslegung, ich mache Euch ein schlechtes Gewissen - das m�sste schon lange da sein. Losgel�st von meiner Person(, Klaus)!

Das w�nscht Euch

Klaus (Riecken)

Hallo Krafft-Aretin,

Ein mitdiskutierender Kollege hat gestern, wie auch ich, daraufhingewiesen, dass Profis, welche sich mit diesen Fragen t�glich besch�ftigen, l�ngst auf dem Wege sind, die Langzeitarchivierung analog zu organisieren, nicht digital. Wir diskuttieren hier und manch einer fordert hier, Wege zu beschreiten, die von Berufsarchivaren l�ngst aufgegeben sind.

Woher nimmst du deine Gewissheit? Falls das Thema dich intensiver umtreibt, empfehle ich Kontakt zur Bayerischen Staatsbibliothek, Dr. Brantl.
http://www.bsb-muenchen.de/Digitale_Bibliothek.329.0.html

Gr��e
Peter (Teuthorn)

Unser Archiv lehnt sich an das Landesarchiv Schleswig an. Insofern kommt es auf die dort gegebenen M�glichkeiten an.

Gr��e
Peter (Teuthorn)

Hallo Peter,

den entsprechenden Hinweis, Link, habe ich in den letzten zwei TAGEN schon
zweimal auf dieser Liste angegeben.

Ich bin es leid, und diskuttiere nicht mehr weiter!

Siehe Listenarchiv.

Krafft-Aretin

Hallo Peter,

entschuldige, meine Beiträge waren zum gleichen Thema auch auf der auf der
comgen-L.

Wirst Du ja dort auch gelesen haben.

Ansonsten vertrete ich den Vorschlag von H.P.Wessel, zu diesem
Problembereich eine eigen E-mail-Liste einzurichten, was ja in Vorbereitung
ist.

Auf dieser Liste und auf der compgen-L läuft diese Diskussion ja immer
weiter und sich nun schon in seinen wesentlichen Argumenten in der dritten
Spiraldrehung.
Das wird langweilig und ergebnislos.

Grü0e

Krafft-Aretin

diskuttiere ??? Tiere???

Nun,es ist immer einfacher von anderen was einzufordern !
freundlichen Gru�!
Hans-J�rgen(Nagel)

Moin Hans-Jürgen,

jeder macht halt das, was er kann. Nicht bei jedem ist das hochwertig ... :smiley:

Und drei bis fünf Fragezeichen machen eine Frage auch nicht fragiger! :smiley: :smiley: :smiley:

Viele Grüße,
Jürgen