Was verstand man im 19.Jahrhundert unter einer Dütenfabrik?

Liebe Listenmitglieder,

dem Forum von Ahnenforschung.net entnehme ich, dass im Adressbuch von
M�nster aus dem Jahr 1883 mein vermuteter Angeh�riger ( sp�ter dazu mehr
) Hermann L�MKEN Eigent�mer einer in M�nster, Wilhelmstr. 14, ans�ssigen
D�tenfabrik war.

Zun�chst habe ich geglaubt, dass es sich um einen Schreibfehler handelt
und in Wirklichkeit eine T�tenfabrik gemeint war. Bei der Googlesuche
nach "D�tenfabrik" erh�lt man aber noch mehr Treffer. Es scheint fast
so, als h�tte der Begriff "D�te" irgend etwas mit der Papierherstellung
zu tun. Aber so richtig einordnen kann ich den Begriff nicht.

Kann mir jemand sagen, was Ende des 19.Jh. in einer D�tenfabrik
hergestellt wurde?

F�r m�gliche Antworten m�chte ich mich bereits jetzt ganz herzlich
bedanken.

Viele Gr��e

Christoph ( H�ster )

Jaja, die deutsche Rechtschreibung :wink: Damals wurde das halt so geschrieben.

Es handelt sich meines Wissens nach wirklich um "T�tenfabriken", in denen
Papier geschnitten, gefalzt und geklebt oder zu Spitzt�ten gedreht wurde.
Diese T�ten wurden in den Kolonialwarenhandlungen/Kr�merl�den ben�tigt, um
die damals "offen" verkaufte Ware abzupacken (z.B. Zucker oder Mehl). In den
Fabriken wurden meist Frauen mit diesen "leichten Hand-Arbeiten"
besch�ftigt, oft war das aber auch die "erzieherische Besch�ftigung" der
Insassen von Behinderten- und Haftanstalten .

Ingrid