Hallo, liebe Listenteilnehmer,
auf dem mir vorliegenden Blatt Nr. 69 aus dem Siebmacher fallen mir folgende Einzelheiten auf, die ich nicht erkl�ren kann:
- das V. vor dem Familiennamen ist von mehreren Punkten umfa�t, links und rechts davon und unterscheidet sich von anderen Wappen dieser Seite durch die Anzahl der Punkte. Au�erdem ist �ber dem V ein Querstrich, der auch unterschiedlich gezeichnet ist.
Wei� jemand eine Erkl�rung f�r diese Schreibweise? Ist es von Bedeutung?
Herzlichen Gru�
Joachim Behnken
Hallo Herr Behnken,
erg�nzend zu den Ausf�hrungen von Herrn Boehm w�re noch zu sagen, da� in alten Hand- und Druckschriften hinter ein abgek�rztes Wort meistens ein Doppelpunkt gesetzt wurde. Da� neben dem "V" bei den Wappen der "Tzeschen" und der "Mestich" mehr Punkte vorhanden sind, als �blich, k�nnten auf zuf�llige Verunreinigungen zur�ckzuf�hren oder bei der Herstellung der Radierung entstanden sein. Wenn �ber dem "V" bei den Tzeschen ein anderer Strich erscheint als sonst, denke ich, da� er nachtr�glich alserg�nzende Korrektur in die bereits ge�tzte Platte von anderer Hand eingraviert worden ist.
Beste Gr��e
Gerhard v. Pazatka Lipinski
PS.: Bei Radierungen werden Kupferplatten mit einem Asphaltlack vollst�ndig abgedeckt. In diese Schutzschicht wird das gew�nschte Bild geritzt, die Kupferplatte also wieder freigelegt. Dann kommt die Platte in eine S�ure, welche nur die geritzten Stellen angreift, vertieft. Wenn der Schutzanstrich kleine Bl�schen enth�lt, die sp�ter platzen, wird an diesen Stellen die Platte durch die S�ure ebenfalls ge�tzt.