Wanderung von Ostpreussen in den Ruhrpott und wieder zurück

Hallo liebe Mitforscher,

ich gehe bei der Suche nach Vorfahren in Ostpreussen unter anderem der Frage nach, warum es eine Abwanderung von Ostpreussen in den Ruhrpott so gegen 1920 gab und dann zu einer R�ckwanderung nach Ostpreussen ca. 8 Jahre sp�ter kam. Gibt es hier jemanden, dessen Familie �hnliches getan hat und kann sagen aus welchen Gr�nden das gemacht wurde?

Viele Gr�sse
Berit (Schweitzer)

Suche nach Vorfahren: Wilamowski/Schweitzer/Kelbg Krs. Sensburg/Krs. L�tzen

Hallo Berit,

es ist zwar nur eine Vermutung von mir, aber ich könnte mir vorstellen, daß die Abwanderung von Ostpreußen in den Ruhrpott nach Kriegsende damit zusammenhing, daß dort viele Arbeitskräfte für den Wiederaufbau benötigt wurden, die im Krieg gefallenen Soldaten mußten ja ersetzt werden. Die Rückwanderung wiederum könnte ihre Ursache in der beginnenden Weltwirtschaftskrise haben. Wenn es noch keine familiären Bindungen im Ruhrgebiet gab, kehrt vielleicht manch einer lieber wieder in die alte Heimat zurück, wo die Familie eventuell ein Stückchen Land besaß, als ohne Arbeit und allein im Ruhrgebiet zu bleiben.

Gruß
Monika

----- Original Nachricht ----

Hallo Monika und alle Leser,
das stimmt, es kam, nicht selten vor, dass in der Wirtschaftskrise viele ehemalige Ostpreu�en aus Westfalen nach Ostpreu�en zur�ck gingen, weil sie dort arbeitslos waren und die Ern�hrungslage in Ostpreu�en besser war und dort ja auch oft noch Familie wohnte.
Viele Gr��e Ralf

-------- Original-Nachricht --------

Hallo Berit,
auch meine Großeltern sind 1921 aus Ostpreußen (Ottendorg Kr.Allenstein) ins
Ruhrgebiet abgewandert.
Mein Großvater ist als Maurer zuerst gefahren und hat ca. einen Monat
später seine Familie (Frau und fünf Kinder) nachkommen lassen.
Er hat eine Arbeit auf einer Schachtanlage in Oberhausen gehabt wo
auch später die Kinder tätig waren.
Seitens der Regierung wurden Arbeitskräfte für das Kohlenrevier
gesucht und angeworben. Als Grund sind vorrangig die Französischen
Forderungen nach Kohle zu nennen, da die Franzosen durch den
Versailler Vertrag Lothringen mit seinen reichen Erzvorkommen
zurückgewonnen hatten und nun Kohle zur Verhüttung benötigten.
Den Angeworbenen wurde ein sicherer Arbeitsplatz, Einkommen und
Wohnmöglichkeiten versprochen. Auch Zusatzrationen waren als Argument
hilfreich.
Die Anwerbung erfolgte, nach unbestätigten Angaben, über
Zeitunsanzeigen und Vorträge. Später durch Mundpropaganda.
Näheres versuche ich noch herauszufinden, evtl. Zeitungsanzeigen aus
der damaligen Zeit.
Mein Großvater ist 1943 nochmals alleine nach Ostpreußen gereist, aber
nicht um zurückzukehren sondern wegen Erbangelegenheiten. Die
bewirtschafteten Höfe waren ja noch vorhanden.

Alle anderen sind im Ruhrgebiet geblieben und habenhier Ihre Familien
gegründet (zwei sind von hier aus in die USA ausgewandert).

Soviel zu meinem jetzigem Kenntnisstand.

Hallo Berit Schweitzer,
1920 wurden Soldau (Krs. Neidenburg) und seine Umgebung aufgrund des Versailler Vertrages ohne Volksabstimmung polnisch. Das könnte zumindest aus dieser Gegend ein Grund für die Abwanderung ins Ruhrgebiet sein.

MfG Mechthild Sieg

Hallo liebe Mitforscher,

ich gehe bei der Suche nach Vorfahren in Ostpreussen unter anderem der
Frage nach, warum es eine Abwanderung von Ostpreussen in den Ruhrpott so
gegen 1920 gab und dann zu einer Rückwanderung nach Ostpreussen ca. 8
Jahre später kam. Gibt es hier jemanden, dessen Familie ähnliches getan
hat und kann sagen aus welchen Gründen das gemacht wurde?

Viele Grüsse
Berit (Schweitzer)

Suche nach Vorfahren: Wilamowski/Schweitzer/Kelbg Krs. Sensburg/K