Vortrag Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V

Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V.
      in Zusammenarbeit mit der
Aleksandrastiftung zur Förderung der Westricher Geschichtsforschung

Einladung zum Vortrag

   Fürstinnen, Herzoginnen und Maitressen –
Frauen am Hof des 18 Jahrhunderts in Saarbrücken und Homburg

        von
      Dr. Jutta Schwan

Die Hochzeit im britischen Königshaus hat wieder einmal gezeigt, dass die
Sehnsucht der Menschen nach Märchen selbst in unserer Zeit noch deutlich
spürbar ist. Nahezu alle Mädchen träumen davon, einmal Prinzessin und damit
Teil eines Märchens zu sein. Doch die Geschichte wird meist
patriarchalisch-männlich betrachtet und interpretiert, was man
beispielsweise daran erkennt, dass in keinem umfassenden Werk zur
bayerischen Geschichte die Namen aller vier bayerischen Königinnen zu finden
sind. In der Literatur zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken verhielt es sich
bislang ganz ähnlich. Die Frauen werden
in nur wenigen Beiträgen über eine bloße Namensnennung hinaus erwähnt. Wenn
von Schloss Carlsberg bei Homburg die Rede ist, wird im gleichen Atemzug
stets von Herzog Carl II. August gesprochen. Von den Frauen, die in seinem
Leben eine entscheidende Rolle spielten, sind uns heute nicht einmal mehr
die Namen geläufig. Bei den Ehefrauen der Saarbrücker Fürsten verhält es
sich ähnlich.

Im Rahmen dieses Vortrags sollen deshalb einmal nicht die Herzöge und
Fürsten im Mittelpunkt stehen, sondern die Frauen, die ihr Leben teilten:
Ihre Ehefrauen ebenso wie ihre Maitressen. Dabei werden die Aufgaben der
Frauen im 18. Jahrhundert aufgezeigt und ihre Biographien ebenso
beleuchtet sowie die Ämter, die sie bei Hof bekleideten. Was waren
eigentlich die Aufgaben einer Kammerzofe oder einer Obristhofmeisterin und
welche Erwartungen wurden an eine Fürstin oder eine Herzogin herangetragen?
Um einen Blick auf die persönlichen Lebensumstände zu werfen,
sollen auch die jeweiligen Anwesen in Homburg und in Saarbrücken einer
kurzen Betrachtung unterzogen werden, welche schon im 18. Jahrhundert
zerstört wurden und von denen heute kaum mehr etwas bekannt ist. Dabei wird
deutlich werden, wie sich das Leben der Frauen bei Hof im
18. Jahrhundert gestaltete, und wie weit ihr Leben von einem Leben wie im
Märchen entfernt war.

Am Mittwoch, den 18. Mai 2011, 19.00 Uhr
im historischen Junkerhaus ( 1569 ),
Wellesweiler, Eisenbahnstr. 22

Von Nichtmitgliedern wird 5 Euro Eintritt erbeten

i.A.

Michaela Becker

Wellesweiler Arbeitskreis für Geschichte, Landeskunde und Volkskultur e.V.
Hirtenstraße 26
66539 Neunkirchen-Wellesweiler