Hallo Listenfreunde,
In einer Geburtseintragung von 17.2.1813 im Standesamt Brodnica/Strasburg
wird ein Sohn mit dem Vornamen Maciej eingetragen. Wer kann mir verraten,
welche Entsprechung dieser Vorname in Deutsch hat?
Ergebnis:
Maciejewski:
1) Herkunftsname zu den polnischen Ortsnamen Maciejowicy, Maciejowice, Maciej�w.
2) Aus dem Rufnamen Maciej, einer polnischen Form von Matth�us oder Matthias, hervorgegangener Familienname.
Ich bespüre eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Ihre Nachname und meine Vorname.
Darf Ich erfahren woher Ihre Nachname stammt?
Ich weiss dass meine Vorname aus dem Slavischen Sprachbereich stammt. Ich wurde ernannt nach dem Sohn und (Yugoslavischen) Ehemann des Filmstar Gina Lollobrigida:)
Mit freundlichen Grüssen,
Milko Kretschmann
Nijmegen, the Netherlands
E milko@kretschmann.nl
W http://kretschmann.nl
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hierzu erg�nzend m�chte ich hinzuf�gen, da� der Name Maciej nur eher selten
ein Familienname im Polnischen ist, in allermeisten F�llen sind's gleich
zwei Vornamen, beide vom Matthias und/oder Matth�us abgeleitet:
im Altpolnischen benutzte man diese beiden Vornamen Maciej und Mateusz als
Synonym, beide nat�rlich vom Matthias und/oder Matth�us abgeleitet.
�hnlich wie auch Stefan und Szczepan - beide vom Stephanus abgeleitet.
Liebe Gr��e und einen sch�nen Sonntagnachmittag,
Richard Czarnecki
2) Aus dem Rufnamen Maciej, einer polnischen Form von Matth�us oder
Matthias, hervorgegangener Familienname. - Maciej ist kein Familiennamen!
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P.S. zum Punkt 2):
die zweite H�lfte im Punkt 2) ist mir g�nzlich neu: "Maciej" ist ein
polnischer Vorname (ist vollkommen richtig!), von dem z.B. der Ortsname
Maciejowice abgeleitet worden ist (ist ebenfalls richtig!) - aber als
Familiennamen bin ich einem Maciej noch nie begegnet?
Doch: Laut dem W�rterbuch polnischen Familiennamen von Kazimierz Rymut, gab es in 1990. Jahren 471 Personen in Polen, dessen *Familien*name "Maciej" war (meistens in damaligen Kielce und Katowice/Kattowitz Wojwodschaften). Das ist nat�rlich sehr wenig f�r ein Staat mit fast 40 Millionen Bewohnern, aber mehr als nichts...
ich glaube's Dir auch so und ohne W�rterbuch, nur f�r jemanden, der (auch)
ein polnisches Sprachgef�hl hat, ist's ungewohnt, wobei's ja auch die Praxis
gab, z.B. im 19Jht, alle Menschen, die keinen Familiennamen hatten - und
wenn man die �lteren Standesamtsb�cher durcharbeitet, stellt man fest, da�
sie keine Ausnahmen gewesen sind - unter dem Vornamen einzutragen - aber was
soll's, ich rede hier von meinem Sprachgef�hl...
Es gibt zudem eine weitere M�glichkeit, aus dem (Vor-) Namen "Maciej" einen
(Familien-) Namen zu machen: Maciejewski oder Maciejkowski u.s.w.
In England wird der (Vor-) Namen Richard h�ufiger auch als (Familien-) Namen
verwendet, trotzdem w�rde ich von meinem Sprachgef�h aus sagen, Richard ist
(eigentlich) ein Vorname.
es ist zwar richtig, da� beide Namen: Stefan und Szczepan vom Stephanus
urspr�nglich abgeleitet worden sind - aber sie werden heute nicht mehr als
Synonym verwendet, sie sind heute zwei verschiedene Namen.
dann m��te aber diese Ableitung genaugenommen "Szczepanik" oder "Szczepanek"
hei�en, es kann aber auch durchaus sein, da� irgendwann einmal aus einem "a"
(wie Szczep'a'n") ein "Szczep'o'nek" geworden ist - f�r eine solche
Abwandlung g�be's viele andere Beispiele - dieser "Szczeponik" hier k�nnte
aber
auch einer regionalen Mundart (schlesisch vielleicht?) entstammen?
aber auf alle F�lle eher Szczepan - denn Stefan - heute.
Maj ist die polnische Schreibweise f�r den Monat Mai, die Endung -ski k�nnte
landadelige Herkunft sein, �hnlich wie das deutsch von, aber wirklich nur
k�nnte, da es in Polen Jahrhunderte lang m�helos m�glich gewesen ist (z.B.
w�hrend der langen Fremdherrschaft), sich eine solche Endung in einem
legalen Amtakt beif�gen zu lassen.
meine Majewskis stammen aus K�nigsberg und. Hier findet sich der Name schon 1832. 1714 gibt es Majewskis im ostpreu�ischen Amt Lyck, die als Einsassen den Eid auf K�nig Friedrich Wilhelm I. ablegten.
Vielen Dank f�r deine Erkl�rungen, ob sie auf meine Majewskis zutreffen mu� ich im Laufe meiner weiteren Recherche mal �berpr�fen.
das macht die Sache an sich und auch die Forschung viel einfacher, weil die
preu�ischen Beamten auch dort die ganze Arbeit geleistet haben - die
Herkunft des Namens ist den egal gewesen, sie �berpr�ften eher nur, ob eine
Familie adelig gewesen ist, wenn ja, dann bekam sie einen "von" und die
Endung -ski ist den auch egal gewesen. In Polen ist's leider nicht ganz so
einfach - damals wie auch heute noch NICHT!
vielen Dank fuer die Informationen. Gerade habe ich nicht viel Zeit, aber wenn es dann wieder geht, muss ich in meinen Unterlagen mal nachsehen. Ich koennte schwoeren, ich habe "einen Czarnecki"...