Von prittwitz u. gaffron

Hallo Listies,

gibt es hier jemanden der etwas über die Familie und Besitztümer von VON PRITTWITZ UND GAFFRON sagen kann? Mein Urgroßvater soll Verwalten auf einem Gut (Schloß) derer gewesen sein.
Bin für jeden Anhaltspunkt dankbar.

Viele Grüße,
Anke B.

Hallo Anke Breidenbach,

einen ersten Anhaltspunkt kann vielleicht folgendes geben: Das Gut Gaffron
im Kreis Gro� Wartenberg geh�rte seit 1481 einem Peter von PRITTWITZ, 1497
Andreas von PRITTWITZ, 1521 Peter von PRITTWITZ. Dieser und seine S�hne
Leonhard, Kaspar, Bernhard und Balzer lassen sich die G�ter Gaffron und
Kraschen, welche sie bisher als Lehng�ter gehalten, 1526 von Zdenek Lev zu
erbeigenem polnischem Recht verreichen. Es folgen Kaspar von PRITTWITZ
(1566-97), Leonhard von PRITTWITZ bis 1617, Kaspar von PRITTWITZ (1618),
Peter von PRITTWITZ (1633-47), Balthasar von PRITTWITZ bis 1656, Hans Magnus
von PRITTWITZ bis 1695. Die Erben verkaufen Gaffron am 28. Juni 1701 an
Samuel von TEICHMANN (�brigens hei�t ein sp�terer Besitzer SABARTH, wurde
nicht vor kurzem nach dem Namen gefragt ?).
In der Kirchenordnung f�r die Parochie Medzibor (= Neumittelwalde) vom
18.11.1633 hei�t es: "Nach gehaltener Predigt soll bei den gemeinen
Vorbitten das eingepfarrete Geschlecht derer von PRITTWITZ aus dem Hause
Gafron, Riepin und Kraschen, wie zuvor, also f�rder in dem Gebete der
Kirchen eingeschlossen werden".
Das Gut Rippin befand sich urspr�nglich im Besitz der oben genannten
Familie, aber neben Balthasar von PRITTWITZ ist hier seit 1649 auch sein
Bruder Joachim Friedrich von PRITTWITZ Eigent�mer, dessen Sohn Bernhard
Moritz von PRITTWITZ ihm folgt. Aus dem Besitz dieser Nachkommen wurden die
G�ter Rippin mit Elgut, Mangsch�tz und Fruschof am 7.10.1740 f�r 45300 Taler
an den Freien Standesherrn Grafen M�nnich verkauft.
Daf�r habe ich dann wieder ab 1733 Hans Ernst von PRITTWITZ als Besitzer des
Gutes G�rnsdorf im Kreis Gro� Wartenberg. Bis 1869 bleibt das Gut G�rnsdorf
im Besitz derer von PRITTWITZ. Das wird aber immer noch zu fr�h sein f�r den
Urgro�vater. Ich suche mal weiter, ob ich noch was finde. Jedenfalls ist man
im Kreis Gro� Wartenberg ganz nah dran.

Viele Gr��e von Peter Ebenfeld

Hallo Anke Breidenbach,

zum Gut Gaffron ist mir noch aufgefallen, dass es mehrere gab, und zwar
au�er Gaffron im Kreis Gro� Wartenberg auch Gaffron nord�stlich von L�ben,
im ehemaligen Kreis Steinau. In diesem anderen Gaffron soll es auch ein
sehenswertes barockes Schlo� gegeben haben, da ist mir aber die
Besitzerfamilie nicht bekannt. Der Kreis Steinau kam 1932 gr��tenteils an
den Kreis Wohlau.
Die Familien von PRITTWITZ besa�en �ber ganz Schlesien verteilt im Laufe der
Zeit vor�bergehend recht viele Ritterg�ter, mit den einzelnen Linien und
Verwandtschaften kenne ich mich da nicht so aus (ob es von PRITTWITZ und
GAFFRON oder andere sind). Ein 1846 auf einer k�nstlichen Insel entstandenes
Schlo� gab es in Rudelstadt im Kreis Landeshut, das bis etwa 1880 einer
Familie von PRITTWITZ geh�rte. Auch z.B. f�r ein Rittergut Probstei Kasimir
im Kreis Leobsch�tz wird im neunzehnten Jahrhundert eine Besitzerfamilie von
PRITTWITZ genannt.
Den Zusatz UND GAFFRON habe ich aber bisher nur bei der bereits in meiner
ersten Mail genannten Familie gefunden, die verschiedene Ritterg�ter in den
benachbarten Kreisen Gro� Wartenberg, Oels (hier z.B. das Rittergut Stronn)
und Namslau besa�.
Dieser Familie geh�rte z.B. Artur von PRITTWITZ und GAFFRON an, 1875 bis
1879 Mitglied des Magistratskollegiums der Stadt Gro� Wartenberg und ab 1875
Mitglied des Waisenrates.
Heinrich Moritz von PRITTWITZ und GAFFRON war 1822-1823 Landrat des Kreises
Gro� Wartenberg, geboren am 5.10.1787 in Klein Bresa (im Kreis Neumarkt oder
im Kreis Strehlen ?). Seine Ehefrau war Auguste Sophie Ernestine Freiin von
Wechmar, Schmoltsch�tz und G�rnsdorf. Seit 1823 war er Landrat des Kreises
Oels und blieb es, 1846 zum Geheimen Regierungsrat ernannt, bis zu seinem
Tode am 12.11.1857.
Auf welchem Gut die aber am ENDE des neunzehnten Jahrhunderts gesessen
haben, habe ich leider noch nicht herausgefunden.

Viele Gr��e von Peter Ebenfeld

Anke Breidenbach schrieb:

gibt es hier jemanden der etwas �ber die Familie und Besitzt�mer von VON
PRITTWITZ UND GAFFRON sagen kann? Mein Urgro�vater soll Verwalter auf einem
Gut (Schlo�) derer gewesen sein. Bin f�r jeden Anhaltspunkt dankbar.

Sehr geehrte Frau Breidenbach, vielleicht finden Sie auch weitere Informationen
durch die Suchmaschine in: http://home.foni.net/~adelsforschung!

Mit freundlichen Gr��en! Klaus Kunze

gibt es hier jemanden der etwas �ber die Familie und Besitzt�mer von VON
PRITTWITZ UND GAFFRON sagen kann?

Hallo Anke,

um etwa 1904 hatte die o.g. Familie folgenden Grundbesitz:
Frau Leocadie auf Moisdorf, Haasel u. Nieder Prausnitz - Krs. Jauer.
Moritz auf Schmoltsch�tz und Sch�tzendorf - Krs. �ls.
Bernhard auf Kasimir u. Berndau - Krs. Leobsch�tz.
Ferdinand auf Pflaumendorf, Cawallen u. Burgwitz - Krs. Trebnitz.
Erdmann auf Gl�sen - Krs. Leobsch�tz.
Heinrich auf Sitzmanndorf - Krs. Ohlau.
Christian Moritz auf Guhlau - Krs. Reichenbach.
Wilhelm auf M�hnitz - Krs. Trebnitz.
Artur auf Neudorf - Krs. Kreuzburg.
Frau Hedwig auf Teschenau Krs. Kosel.
Stephan auf Omechau - Krs. Kreuzburg.
Paul auf Skalung - Krs. Kreuzburg.

Quelle: Bila-Hainrode, Wolf v.: Zusammenstellung des in adeligen H�nden
befindlichen Grundbesitzes in der Provinz Schlesien, in: Dt. Adelsblatt
Jg.XXIII, Berlin 1905, 4-7.

Gru�
Klaus Liwowsky

Hallo Anke,

gibt es hier jemanden der etwas �ber die Familie und Besitzt�mer von
VON PRITTWITZ UND GAFFRON sagen kann? Mein Urgro�vater soll Verwalten
auf einem Gut (Schlo�) derer gewesen sein. Bin f�r jeden Anhaltspunkt

hier noch Erg�nzungen aus dem Kreis Guhrau:

1391 war Heinrich v. Prittwitz Hauptmann in Guhrau f�r den dem Herzog
Conrad II. von Oels geh�renden Anteil.
1791 war ein Major von Prittwitz Besitzer des Gutes Nieder-Sch�ttlau
mit Vorwerk Hockenau.
In der evang. Kirche Guhrau (1966 abgerissen) gab es ein Grabdenkmal
(Sandsteinepigraph in Zopfform) der 1804 verstorbenen Anna Helena
Maximiliana von Prittwitz, geb. von Skrebensky.

Mit freundlichem Gru�
Dirk Steindorf-Sabath

Hallo Anke,
m�glicherweise trage ich Eulen nach Athen, aber ich kann mir den Hinweis
nicht verkneifen, dass die Martin Opitz Bibliothek in Herne folgende
Positionen
�ber die von Prittwitz und Gaffron hat:
- Zur Feier des v. Prittwitz u. Gaffronschen 600-j�hrigen
Angesessenseins in Schlesien. Anno 1310-1910. o.O.1910, 20 gez. S.,
Sign. FK 802

- Prittwitz und Gaffron, Bernhard von: Die ersten 50 Jahre des von
Prittwitz und Gaffon�schen Familienvereins. Breslau 1908. 32 S., Sign.
FK 809

- Prittwitz und Gaffron, H. G. von: Die Herren von Prittwitz in
Schlesien. Vom Ende des 13. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. �bersicht
�ber alle bekannten urkundl. Nachweise. Flensburg 1963. Sign. FK 806

- Prittwitz und Gaffron-Brieg, Hans von: Die Familie von Prittwitz und
Gaffron nach ihrem Bestande am 1. Januar 1900. Breslau 1900. 37 S.,
Sign. FK 801

- Prittwitz und Gaffron, Hans von: Personalbestand der Familie von
Prittwitz am 1. Januar 1867. Oels 1867. 30 S.; Sign. FK 800

Vielleicht findest du etwas Passendes darunter.

Viele Gr��e
Ursula Nordhorn

Peter Ebenfeld schrieb: