Hallo zusammen,
ich habe ein Problem mit einer in Wallisfurth ausgestellten Urkunde und wollte euren wissen, was ihr für Erfahrungen mit euren Urkunden gemacht habt.
Die Urkundeneinträge sind aus dem Jahre 1943 (soviel ich weiß ist das auch die Zeit, wo die lateinische Handschrift eingeführt wurde?).
Bei den beiden Auszügen (ich vermute aus dem Stammbuch meiner Großeltern, geht es um die Abstammungsnachweise meine Urgroßeltern- ich vermute die Urkunden wurden damals zum Zwecke des Nachweises der arischen Abstammung benötigt).
Nun ist mein tatsächliches Problem folgendes:
Der Standesbeamte der beide ausfüllt hat (die Unterschriften stimmen überein und alle sind auf denselben Tag datiert), schreibt einige Angaben in Sütterlin, so die Namen aller Personen und ergänzende Daten, wie Beruf und Religionszugehörigkeit und auf der 2. Urkunde wechselt er zwischen Sütterlin (Namen) und Lateinischen Buchstaben (Ortsnamen) ist das normal für dieser Zeit???
(Ich finde es erschwert teilweise das Lesen der Unterlagen, da ich mir manchmal nicht sicher war, sind die Buchstaben nun alle lateinisch oder hat sich doch ein alter (= Sütterlin) dazwischen geschlichen?!)
Außerdem habe ich noch ein Problem,
auf der 1943 ausgestellten Urkunde wird eine meiner Vorfahrinnen mit Niedenfier geschrieben und auf einer nur 2 Jahre später ausgestellten Urkunde als Niedenführ.
Wie finde ich am besten heraus, welche Angabe richtig ist???
Leider ist auf den Urkunden außer dem Namen keine weitere Angabe vorhanden, sodass ich auch nicht weiß,
auf welchem Standesamt oder in welchem Kirchenbüchern ich weitere Infos finden könnte.
Vielen Dank für eure Hilfe.
Gruß,
Anett Moschner
Ständige Suche nach:
Moschner in Giersdorf (und alle Namensveter)
Alst in Wiltsch
Schroll in Oberschwedeldorf
Scholz in Altheide (+ Falkenhain)
Kreisel in Goldbach
Niedenführ / Niedenfier wahrscheinlich Altwilmsdorf/ Altheide
Fiebig in NN
Gödicke in NN
Hallo Anett,
ich mache es kurz
Nun ist mein tats�chliches Problem folgendes:
Der Standesbeamte der beide ausf�llt hat (die Unterschriften stimmen �berein und alle sind auf denselben Tag datiert), schreibt einige Angaben in S�tterlin, so die Namen aller Personen und erg�nzende Daten, wie Beruf und Religionszugeh�rigkeit und auf der 2. Urkunde wechselt er zwischen S�tterlin (Namen) und Lateinischen Buchstaben (Ortsnamen) ist das normal f�r dieser Zeit???
Du mu�t dir vorstellen, du h�ttest in der Schule S�tterlin gelernt und pl�tzlich wird von dir durch Anweisung von Oben die lateinische Schrift verlangt.
Meine Mutter schrieb auch von jeder Schrift etwas. Wie geht es uns denn mit der heutigen Rechtschreibung, ist doch �hnlich.
auf der 1943 ausgestellten Urkunde wird eine meiner Vorfahrinnen mit Niedenfier geschrieben und auf einer nur 2 Jahre sp�ter ausgestellten Urkunde als Niedenf�hr.
In einem Kirchenbucheitrag meiner Vorfahren, schreib der Pfarrer den Vater SPEER und nur eine Zeile weiter den Sohn SPEHR.
Das ist normal. Dadurch sind ja auch die verschiedenen Schreibweise eines einzigen Name entstanden.
Siehe MEIER, MAIER, MEYER, MAYER
Ich hoffe ich konnte dir etwas helfen
Viele Gr��e aus dem 3 Bockwindm�hlendorf Oberoderwitz (s�dl. Oberlausitz)
Wolfgang OTTO
* 1943 Zirlau Krs. Schweidnitz
Suche FENDE und OTTO (alle ev.) in Niederschlesien
Liebe Frau Moschner,
der Wechsel zwischen "deutscher" und "lateinischer" Schrift, sowohl
bei den Kurrent- als auch bei den Druckschriften, war in den
vergangenen Jahrhunderten durchaus üblich. Oft erfolgte ein
Schriftwechsel bei Fremdwörtern oder Namen, gerade in
handschriftlichen Quellen tritt er nicht selten weniger oder gar nicht
systematisch auf.
Ich vermute, dass das Schriftbild in den Ihnen vorliegenden Unterlagen
eher mit dieser damals wohl schon etwas anachronistischen aber sicher
noch präsenten Schreibkonvention zusammenhängt, als mit der von Ihnen
angesprochenen "Einführung der lateinischen Handschrift" Anfang der
40er Jahre.
Mit freundlichen Grüßen,
Johannes Schwarz