Unterlagen/Verzeichnisse zu Lehrern in Ostpreußen

Hallo zusammen,

mein Altgroßvater Adam Troegel (*1832) war im 19. Jahrhundert in
Przytullen/Seefrieden im Kreis Lyck (Ostpreußen) Schullehrer. Auch sein
Vater soll in Woszellen ebenfalls Kreis Lyck Lehrer gewesen sein. Nun ist es
so, dass man selbst bei solchen kleinen Dorfschulen nicht einfach mal Lehrer
sein konnte, sondern dies klar geregelt wurde, also eine Ausbildung/Studium
an einer Universität (z.B. Königsberg) oder die Teilnahme am Lehrerseminar
(z.B. Lycker Lehrerseminar) erforderlich war. Desweiteren hatte der Staat
sicherlich Aufzeichnungen über alle Lehrer in Ostpreußen. Der Lehrer Troegel
in Przytullen soll 1885 seine Pensionierung zurückgezogen haben. Auch
hierfür müssen doch Unterlagen existiert haben. Bei den Matrikel der
Albertus-Universität zu Königsberg herrscht übrigens Fehlanzeige.

Weiß vielleicht jemand von euch, ob irgendwelche Lehrerverzeichnisse für
Ostpreußen vorliegen und wo man sonst nach Unterlagen zu den o.g. Lehrern
aus dem Kreis Lyck suchen kann?

Beste Grüße,
Benjamin (Troegel)

hier werden sie hoffentlich fündig: http://www.bbf.dipf.de/

vG,
Manfred

Hallo Benjamin,

es gibt dieses Buch:

Gustav Downar. Lehrer aus Ostpreussen 1888-1967

Von Kaiser Wilhelm II. bis Konrad Adenauer

von Ernst M�ller

ISBN 9783826746536, Flexibler Einband, 376 Seiten, erschienen bei Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe

Dazu noch diese interessanten Links:

http://bbf.dipf.de/digitale-bbf/scripta-paedagogica-online/BerlinLehr
http://opac.bbf.dipf.de/pdf/Personaldaten.pdf

Vielleicht hilft es?

Viele Gr��e

J�rgen (Wedig)

-----Urspr�ngliche Nachricht-----

Hallo Benjamin,
für einen Dorfschullehrer war eine Ausbildung an einer Universität auf gar
keinen Fall erforderlich. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts konnte man das
Lehrerhandwerk einfach beim Vater lernen. Es gab dann allerdings Prüfungen.
Vielerorts wurde auch Zweisprachigkeit verlangt, also Deutsch und Polnisch.
Dann kamen die Lehrerseminare auf. Es gibt wohl einige Listen der
Absolventen dieser Seminare. Die Lehrer wurden - soweit mir bekannt - damals
von der Gemeinde gewählt und von den Superintendenten beaufsichtigt und
jedes Jahr besichtigt. Die im Laufe des 19. Jahrhunderts eingerichteten
Pensionskassen hatten wohl Listen.
Auf jeden Fall wurde die Einstellung von Lehrern in den Amtsblättern der
(ost-)preußischen Regierung vermerkt. Ob aus dem Kreis Lyck Schulakten
erhalten geblieben sind, ist mir nicht bekannt. Im Netzekreis habe ich von
sehr vielen Dörfern im Archiv in Berlin-Dahlem entsprechende Akten gefunden,
beginnend etwa 1818.
Viel Erfolg,
Uwe.

Hallo,

auch von mir ein kleiner Beitrag zum Thema "Schulen und Lehrer", der nebenbei Gelegenheit bietet, wieder einmal auf "meine Orte" hinzuweisen:
Im Archiv Allenstein lagern wirklich dicke Akten mit wunderbaren Einzelheiten zu den Schulen zumindest im Bereich Ortelsburg. Ganz gleich, ob die Lehrer um mehr Geld betteln, geklagt wird, sie w�rden pr�geln oder saufen, ob die Schule wieder einmal abgebrannt ist ... Sch�lerlisten ... alles ist detailliert erhalten und bietet aus heutiger Sicht erbaulichsten Stoff f�r jede Dorfchronik.
Unbedingt nachforschen, was in Allenstein vorhanden ist ! Auch im Geh. Staatsarchiv Berlin fand ich Teile der Akten !

In diesem Zusammenhang:
Ich habe alles �ber unseren Vorfahren Michael ROMANOWSKI, Lehrer in SKOTTAU, zusammengetragen.
Ferner alles mir interessant Scheinende zu den Dorfschulen in WORFENGRUND (wegen der Schulkinder aus Maldanen), SCHODMAK und ROHMANEN (wegen der Kinder aus Kaspersguth).

Viel Erfolg !

Frank (Bolzmann)

Was hat die Kartoffel mit Preu�ens Lehrern zu tun?