Umfrage für Magisterarbeit - bitte um Eure Mithilfe!

Liebe Forscher mit niederschlesischen Wurzeln,

ich bin Studentin an der Universit�t Freiburg und schreibe meine Abschlussarbeit in Geschichte. Thema sind die Kinder der Vertriebenen / Fl�chtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten w�hrend und nach dem 2.Weltkrieg. Ich untersuche die Auswirkungen des durch die Vertreibung / Flucht erlittenen Heimatverlustes auf die Nachkommen. Daher f�hre ich im Rahmen meiner Arbeit eine Umfrage zu den Berufen der Nachkommen durch, und hoffe dabei auf Eure Mithilfe!

Ich untersuche in meiner Arbeit also die Nachkommen, die zwischen 1943 - 1970 geboren wurden. Sie haben die Vertreibung / Flucht selbst nicht erlebt (h�chstens als Kleinkinder) und sind in der BRD oder DDR aufgewachsen. Jetzt w�ren sie also etwa zwischen 39 und 66 Jahre alt. Ich untersuche somit NICHT die Erlebnisgeneration (h�ufiges Missverst�ndnis) und auch nicht Sp�taussiedler.

Ich habe anhand von Interviews Hypothesen erstellt. Unter anderem habe ich den Eindruck, dass die Nachkommen eine Tendenz zu bestimmten Berufen haben. Um diese These zu best�tigen, erstelle ich eine Statistik �ber Berufe. Wenn also Du selbst oder Angeh�rige Deiner Familie zu meiner Untersuchungsgruppe geh�ren, w�rde ich mich sehr �ber eine Auskunft freuen. (Noch mal zusammengefasst: Eltern oder Elternteil aus den ehemaligen Ostgebieten / geboren 1943 - 1970 / aufgewachsen in der DDR oder BRD).

Dabei h�tte ich gerne folgende Informationen:

- Ausbildung (bei einem Studium bitte auch die F�cher angeben, wenn nicht ersichtlich)
- Beruf (m�glichst genau bitte, z.B. Grundschullehrerin schreiben, statt nur Lehrerin)
- DDR oder BRD
- Geburtsjahr (diese Angabe kannst Du auch gerne weglassen - sie dient mir nur zu �berpr�fung, dass die Daten f�r meine Umfrage relevant sind).

Weitere Information, wie den Namen, brauche ich NICHT, Du kannst die Angaben also auch anonym machen.

Ein Beispiel: - Gymnasiallehrer, F�cher Deutsch und Geschichte, BRD, 1952

Ich danke Euch schon mal im Voraus f�r Eure Ausk�nfte. Die Teilnahme an meiner Umfrage ist nat�rlich freiwillig!

Sch�ne Gr��e! Jennifer Fielding

(jennifer.fielding at web.de)

Moin Moin Jennifer,
sch�ne Gr��e ins heute doch sehr schw�le Freiburg.
Mein Name ist Matthias Fischer-Willwater
Geboren am 22.02.1962 in Marburg, Hessen, BRD
Abitur 1983 in Marburg
Studium in Marburg mit der F�cherkombi Politik/Soziologie/Medienwissenschaft
auf Diplom
Eltern aus Niederschlesien, Jahrgang 1921 und 1923
Seit 15 Jahren bin ich wie du an meiner e-mail Adresse siehst Weinh�ndler.
Ich hoffe die dir damit weiterhelfen konnte.
lg aus Quickborn / Schleswig-Holstein matthias fischer-willwater

Hallo,
kurze Antwort; mein Vater ist aus Niederschlesien vertrieben worden:

Erzieherin, BRD, 1969

Meine Geschwister:
Kinderpflegerin, BRD, 1967
Industriekauffrau, BRD, 1961
KFZ-Mechaniker; Landwirt, BRD, 1959

Kurze Nachfrage: Was vermutest du, sind die h�ufigsten Berufe von
Vertiebenen-Kindern?

Hallo Jennifer,

weiblicher, unverheirateter Fl�chtling war 18 Jahre alt und berufst�tig.

Ehe in der DDR 1949.

Kinder aus dieser Ehe:

Tochter K�chin, DDR, 1950
Sohn Fahrdienstleiter bei der Dt. Reichsbahn, DDR, 1952
Tochter Schneiderin, DDR, 1952
Tochter Verkehrskauffrau (Ausbildung bei der Dt. Reichsbahn), jedoch sp�ter
als Kellnerin gearbeitet, DDR, 1954

Anmerkung: Dir ist hoffentlich bewu�t, dass eine Auswertung der Berufe �ber
DDR-Nachkommen, von weiteren Faktoren, wie z.b. einer Parteimitgliedsschaft,
beeinflusst wird. Wer studieren oder Karriere machen wollte, mu�te in den
allermeisten F�llen, eine gewisse Staatstreue haben, bzw. symbolisieren. Es
spielte also keine Rolle, aus was f�r einem Hause man kam. Die Bildung eines
B�rgertums und das Streben nach Macht und Privateigentum wurden nicht
gef�rdert, bzw. sogar untersagt und verweigert.

Je h�her man in der Karriereleiter nach oben stieg oder steigen wollte, umso
mehr mu�te man auch seine Staatstreue unter Beweis stellen. Meine
Beobachtung f�r die DDR: Karriere war von den normalen Leuten gar nicht
erw�nscht, man h�tte sich im Kollektiv viel zu unbeliebt gemacht. Des
weiteren konnten einfache Handwerker, Kellner, Friseure, etc., durch
Nebenerwerb (Nachbarschaftshilfe) und sogenannte Trinkgelder teils mehr
verdienen als Ihre eigenen Vorgesetzten im B�rosessel. Da das Lohngef�lle
damals im Osten relativ gering war, die H�rden f�r ein Studium, wie bereits
geschildert sehr hoch, war die Motivation wohl eher gering. Egal ob Friseur,
Kellner, Maurer, Schlosser oder Oberstaatsanwalt, man lebte, zumal die
Kinder von Vertriebenen, auch keinen elterlichen Grundbesitz vorgefunden
haben, in einer 3-Zimmer-Neubauwohnung im Plattenhausstil. Der
Oberstaatsanwalt mit Frau und Kind als Nachbar der geschiedenen
alleinerziehenden K�chin. Und beide zahlten 60 Mark Miete, beide konnten nur
im Konsum einkaufen, beide mu�ten viele Jahre auf ein Auto warten, ok, der
eine hatte wahrscheinlich ein Telefon und der andere nicht. Beide Kinder
gingen vermutlich auf die gleiche Schule, beide hatten vermutlich den
gleichen Fernseher, das gleiche Radio, etc. etc.

Was immer Deine Statistik �ber die Kinder aussagt, die einen sind in
Freiheit aufgewachsen und die anderen nicht.

Viele Gr��e
Danny

1984 Ausbildung B�ckereifachverk�uferin
1997 Tagesmutter
2009 Selbst�ndig G�stehaus er�ffnet
BRD
Geb.1968

Mich w�rde auch das Ergebnis Interessieren.

Liebe Gr�sse
Brigitte Becker

Hallo,
Geboren 1960 BRD
Ausbildung: Bekleidungsschneiderin
seit 1990 selbst�ndig mit einer Lohnn�herei.

Gaby Schabestiel

Hallo Jennifer,
ich bin 1938 in Schweidnitz geboren. Hier die gew�nschten Angaben zu meinen
beiden S�hnen:
1. Realschullehrer, F�cher Sport und Musik, 1962, BRD
2. Dipl.-Wirtschaftsingenieur, 1963, BRD

Das Ergebnis der Umfrage w�rde mich sehr interessieren. Viel Erfolg und
freundliche Gr��e

Peter H.Miecke
Rappertstr. 28
97762 Hammelburg
Germany
Tel.: 09732-2674
E-Mail: p-h-miecke at freenet.de

-----Urspr�ngliche Nachricht-----

Hallo Jennifer,

ich bin in deinem gesuchten Jahr 1943 in Zirlau im Kreis Schweidnitz
(Schles.) geboren und in der DDR gro� geworden.
Mein Gro�vater und mein Vater waren in Schlesien selbst�ndige B�ckermeister.
Als ich 1958 aus der Schule ging hoffte meine Familie immer noch auf
eine R�ckkehr in die Heimat und ich wurde B�ckermeister.
Meine S�hne: Roman Jg. 1968 B�ckermeister, Frank Jg.1970
Baustellenleiter, Andreas Jg. 1975 Dr. rer. nat. (Geograpie)

Viele Gr��e aus dem 3 Bockwindm�hlendorf Oberoderwitz (s�dl. Oberlausitz)

Wolfgang OTTO

Jennifer F. schrieb:

Hallo Jennifer,
hier meine Daten.

Jahrgang 1962, DDR
Wirtschaftskaufmann/Industrie 1981,
sp�ter Fachschulstudium �konomie, Fachrichtung Materialwirtschaft,1987

Meine Schwester:
Jahrgang 1965, DDR
Maschinenbauer 1983,
Ingenieurstudium Maschinenbau 1986

Viele Gr��e

J�rg

Hallo Jennifer,
die T�chter von Freunden, deren Mutter aus Aussig stammt.
1. Tochter geb. in der BRD 1956 Dr. der Biologie und Anthropologin
2. Tochter geb. in der BRD 1965 Abitur, Bankkauffrau, jetzt mit Inh. einer
Immobilienfirma/Hausverwaltung

Viel Erfolg bei der Arbeit.
Gru�
E. Steinborn

-----Urspr�ngliche Nachricht-----

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