"Übersetzung"?

Liebe Listenmitglieder,
ich habe einen Text �ber einen Hof im L�bbecker Bereich, den ich nur
unvollst�ndig verstehe. Kann jemand eine brauchbare "�bersetzung"
liefern?
"... ein Meyerhoff an Quernheimb eigen undt ein Reinebergisch frey
Spenner, mu� dahin die freyen Dinste mit drey pferden nebenst Henrich
A..., der das vierte pferdt dabey gibt, thuen, oder lautt Registers
Dienstgeldt 4 Rthr. 12 gr. geben; auch allein einen pflugdinst bey
B..., undt einen pflugdinst bey C... dahin verrichten, Wolffegahrn
mit Henrich A... f�hren, gibt nach Quernheimb ein Zin�huin, Korn-
und Fleischzehenden aber an den Reinebergh. Nach Quernheimb gibt er
Herforder Ma�e 8 Scheffel Rogken, 3 Molter Gersten, 16 Scheffel Haber,
item Weinkauff, Nach L�bbecke 9 Gr. Wischgeldt, bey die Klu� zu
Mehnen 9 Gr. dem Pastor 3 undt K�ster j�rlich 1 Pr�fen und Opffer.

Hau� undt Garten - 8 Moltersaat Landes - 8 fuder H�wwachs - f�r 4 K�he
weide."

mit freundlichen Gr�ssen aus Bad Iburg
Manfred Sand

Hallo Herr Sand,

ich lese den Text so:

"... ein Meierhof, der dem Stift Quernheim eigen ist und zugleich ein
Reinebergischer Freispänner,
muss die Spanndienste mit seinen drei Pferden verrichten, zusammen mit
Heinrich A., der das vierte
Pferd dazugibt (*in Reineberg ist das dann zusammen ein halbes Gespann)*. Er
kann sich davon aber auch für
12 Reichstaler und 12 Groschen freikaufen.
Ausserdem muss er jeweils einen Pflugdienst für B. und C. verrichten.
(*Wolffegahrn?
Da muss ich passen...*)

Er gibt an das Stift Quernheim ein Zinshuhn (*also ein Huhn*), den Korn- und
Fleischzehnten aber nach Reineberg.

An das Stift Quernheim gibt er 8 Scheffel Roggel nach Herforder Maß, 3 Molt
Gerste,
16 Scheffel Hafer (*1 Herforder Scheffel=43 Liter, 12 Scheffel=1 Molt*)
sowie den Weinkauf (*also die Abgabe bei Antritt
eines neuen Colon auf dem Hof*).

An Lübbecke zahlt er 9 Groschen Wischgeld (*Eine Abgabe, die ursprünglich
wohl etwas mit dem Urbarmachen von
Land zu tun hatte, da bin ich aber etwas überfragt*).

An die Klus zu Mehnen zahlt er 9 Groschen, an den Pastor 3 Groschen.
An den Küster zahlt er jährlich den ein Brot (*den Pröven*) und ein Opfer.

*(Die Größe des Hofes:) *Haus und Garten, 8 Moltsaat (*Pflug-*)land (*wohl
auch nach Herforder Maß, wieviel das ist, weiß
ich nicht*), 8 Fuder Heuwuchs* (eine Wiese die 8 Fuder Heu hervorbringt*),
sowie eine Weide für 4 Kühe."

Viele Grüße

Dirk Meier