Triebelwitz

Hallo liebe Listenmitglieder,

mein Name ist Wolfgang Friebe und lebe in der beschaulichen Uni-Stadt
T�bingen.
Als kleines Kind war ich wohl auch in einer Schlesiergruppe,
wahrscheinlich auf Wunsch meiner Eltern, aber ich hatte sonst keine
Ber�hrungspunkte zur Heimat meines Vaters. Jetzt da mein Vater aber seit
nunmehr �ber 20 Jahre gestorben ist und ich ihn nicht mehr fragen kann,
beginne ich mich doch daf�r zu interessieren. Leider habe ich kaum
Informationen zu seiner Jugend. Welche M�glichkeiten gibt es etwas mehr
dar�ber herauszufinden?
Mein Vater ist 1920 in Triebelwitz Kreis Jauer geboren.
Sein Name war Ernst Paul Friebe nach dem Namen meines Gro�vaters Paul
benannt. Er war gelernter Flaschner und hatte noch eine Schwester Erika
und eine Bruder Willy. Sie hatten in Triebelwitz in einem von meinem Opa
gebauten Haus gelebt, welches wohl auch noch steht.
Das ist leider ziemlich alles an Info, vielleicht kann mir doch jemand
von Euch einen Tipp geben.

Das w�re sehr sch�n Gru� Wolfgang Friebe

Hallo Wolfgang,

zuständig für Triebelwitz (Przyblowice Jaworski), Kreis Jauer (Jawor), waren das Standesamt, die evangl. Kirche und die kath. Kirche jeweils in Malitsch (Małuszów) (Kreis Jauer).

Die Standesamtsbücher von Malitsch (zuständig für Triebelwitz) sind wie folgt erhalten:
*, oo, + 1876-1907 (in der Außenstelle Liegnitz des Staatsarchivs Breslau, im dortigen Bestand (fond) fond: 585/0 Urząd Stanu Cywilnego w Małuszowie).

Die jüngeren Standesamtsbücher von Malitsch lagern wie folgt
*, oo, + 1907-1937
im (polnischen) Standesamt Jauer (Jawor).

Dort solltest Du die Geburtsurkunde Deines Vaters Ernst Paul FRIEBE (*1920) und mit Glück vielleicht auch die Trauurkunde Deiner Großeltern FRIEBE (vor 1920) finden.

In der standesamtlichenm Sterbeurkunde Deines Großvaters Paul FRIEBE und dessen Frau wirst Du den genauen Geburtsort und das genaue Geburtsdatum der Großeltern (Paul FRIEBE und Frau) finden. Das gleiche gilt für die standesamtliche Trauurkunde. Wenn die Großeltern nach 1945 in Westdeutschland oder der DDR gelebt haben sollten, kannst Du diese Angaben (Geburtsort, Geburtsdatum) der Großeltern auch in den alten Einwohnermeldekarteien finden.

Zu den Kirchenbüchern kann ich jetzt nichts sagen, weil Du leider nichts zur Konfession ihrer Vorfahren mitgeteilt haben.

Vgl. zu den Kirchenbüchern für Malitsch:
http://www.christoph-www.de/kbsilesia2.html

Da Deine Eltern oder Großeltern in Triebelwitz ein Haus besessen haben, kommt für Dich das Lastenausgleichsarchiv in Bamberg (= Außenstelle des Bundesarchivs) in Betracht. Dort müßte es eine Akte zu den Eigentümern (d. h. Vater und/oder Großvater geben). Man kann das dort schriftlich erfragen und bei Interesse eine Kopie der Akte anfordern (relativ preiswert).

Außerdem gibt es im Lastenausgleichsarchiv auch Ortsakten (die vielfach einen handschriftlichen Ortsplan enthalten mit Einzeichnung der Häuser und den Namen der Besitzer). Damit kann man sich dann vor Ort auf die Suche machen. Du solltest in Bamberg auf jeden Fall anfragen, ob es für Triebelwitz einen entsprechenden Ortsplan gibt.

Hinzuweisen ist auch auf die Adreßbücher des Kreises Jauer aus der Vorkriegszeit (erschienen ca. 1914-1941 in verschiedenen Ausgaben). Bei Interesse kann ich hierzu weitere Infos mitteilen.

Hier noch die Anschrift der Außenstelle des Archivs in Liegnitz:

Archiwum Państwowe we Wrocławiu Oddział w Legnicy
59-220 Legnica, al. Piłsudskiego 1
tel: (76) 856-34-78
fax: 856-34-78
email: legnica@ap.wroc.pl

Hier die Anschrift des polnischen Standesamtes in Jauer (Jawor):

Urząd Stanu Cywilnego
Rynek 1
59-400 Jawor
Telefon:76 87 02 021
Fax: 76 87 02 202
Email:usc@jawor.pl

Bei Urkundenbestellungen aus polnischen Standesämtern unbedingt beachten:

http://www.christoph-www.de/urkundenbestellung.html
(besonders die Angaben weiter unten auf der Seite).

Es sollte möglichst eine Xerokopie (bzw. Fotokopie) der Urkunde bestellt werden (mit höflichen Worten, da man - auch abhängig vom Erhaltungszustand des Bandes - keinen Anspruch auf eine Kopie hat). Die Kopie enthält aber den deutschen Text. Ansonsten erhält man ein (ggf. unvollständig ausgefülltes) polnische Formular.

Soweit für's erste.

Viele Grüße und viel Erfolg

Hilmar (Tilgner)

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