Todesanzeige

In der "Nordwest-Zeitung" fand ich folgende Todesanzeige einer Schlesierin:

Nun, so geh' ich von dannen,
schlie�' die m�den Augen zu.
Haltet innig treu zusammen,
g�nnt mir die ewige Ruh'.

Nach einem erf�llten Leben ist unsere liebe Mutter und
Schwiegermutter, unsere liebe Oma, Uroma, Tante und
Cousine

Maria Anlauff
geb. Weiner

* 16.6.1916 Oberhannsdorf/Schlesien
+ 19.02.2011

friedlich eingeschlafen.

Hallo in die Runde,

ich hab heute mal eine botanische Frage.

Mein Vater erzählt immer, dass seine Großmutter immer auf die Wiesen ging um Arnika zu sammeln und mit Alkohol aufzusetzen.
Arnika ist meines Wissens eine Pflanze die im Gebirge vorkommt. Im Kreis Oels ist aber absolutes Flachland... Ist es möglich dass dort Arnika vorkommt oder ist es etwas anderes was nur mundartlich als Arnika bezeichnet wurde?
Weiß jemand Rat?
Vielen Dank im Voraus!
Herzliche Grüße
Thomas Seewald

Hallo aus der Runde,

botanisch und wissenschaftlich kann ich diese Frage auch nicht beantworten, aber meine Oma hat ganau das Gleiche gemacht. Auch bei uns in den Donauauen, wo auch alles brettl-eben ist, w�chst Arnika, ist heutzutage aber wegen der �berd�ngung kaum mehr auf den Wiesen zu finden.
Ich kann mich noch gut an die letzte Behandlung mit diesem uralten Hausmittel erinnern, weil es auf meinem aufgeschlagenen Knie f�rchterlich gebrannt hat ...

Herzliche Gr��e
/Albert Schmid/

Hallo in die Runde,
Arnika ist keine ausgesprochene Gebirgspflanze. Sie w�chst auf mageren Rasen und in warmen Lagen. Die Stellen an denen sich das sammeln lohnt, waren allgemein bekannt. Die Kr�uter waren preiswerte Medizin und f�r viele �berlebenswichtig.
Man mu� auch bedenken, dass die Vorfahren zwar kein Auto besa�en, aber trotzdem zum Holz, Beeren und Kr�uter sammeln gr��ere Entfernungen auf sich nahmen. Heute schrecken die meisten zur�ck, wenn sie nur 20 km laufen sollen. Das war fr�her normal.
Viele Gr��e Frank (Gei�ler)

Hallo und erst mal vielen Dank für die Antworten.
Kennt noch jemand entsprechende Rezepte mit genauen Angaben?
Es gibt eine gezüchtete Sorte Arnika montana Arbo, die für den feldmäßigen Anbau geeignet ist und ab diesem Jahr in meinem Garten wächst...
Ich möchte gern selber aufsetzen und ausprobieren. was früher gut war kann heute nicht schlecht sein!
Herzliche Grüße
Thomas (Seewald)

-------- Original-Nachricht --------

Hallo Thomas,

leider kann ich dir kein Rezept liefern. Ich bezweifle auch, dass meine Oma jemals ein solches hatte, sie hat wohl nachgeahmt, was sie bei ihrer Mutter oder anderen Frauen gesehen hat.
Ich denke daher auch, dass die Zusammensetzung der fertigen Mixtur starken Schwankungen unterworfen war, je nach der Menge und Qualit�t der gefundenen Pflanzen, aber auch nach der "Tagesform" meiner Oma. Sie hat das sicher nach Gef�hl angesetzt.

In meinem Falle war wohl auch eher die desinfizierende Wirkung des Alkohols wichtig: Die �blichen Prellungen und Verstauchungen waren ja meistens mit mehr oder weniger gro�en Hautabsch�rfungen oder kleineren Platzwunden verbunden und der Alkohol brannte immer f�rchterlich! Die mit Zeitungspapier umwickelte Limoflasche (Porzellankopf mit Gummidichtring und Draht-Schnapp-Verschluss) war daher gef�rchtet.

Da die Blessuren meist ja die Folge von "verbotenen" Aktivit�ten waren, gab es -nach der obligatorischen "Pflicht-Watsch�n"- mit dem Arnika dann noch eine zweite Form der Bestrafung, f�r die man auch noch dankbar sein musste ...

Auch einen rostigen Nagel habe ich mir mal durch den Fu� getreten, aber da wurde dann doch ein richtiger "Doktor" hinzugezogen.
�brigens gab�s auch hierbei zuerst die "Watsch�n", damit war die Sache aber auch erledigt: Es gab keinen "Nachtarock", kein wochenlanges "jetzt-ist-die-Mama-aber-ganz-traurig" oder sonstige psychische Bestrafungsspielchen. Heutzutage wird das wohl eher umgekehrt gehandhabt und auch bewertet ... aber das hat nun nichts mehr mit Arnika zu tun!

Ich w�nsche dir viel Erfolg bei deinen Experimenten mit diesem so weit verbreiteten Hausmittel unserer Vorfahren!

Herzliche Gr��e
Albert (Schmid)

Hallo ,

"Arnica montana" zu Deutsch Bergwohlverleih

Ernten am besten in den frühen Morgenstunden. Pflanze mit Wurzel ernten und
dann säubern. Wurzel kleine schneiden. Stiel möglichst ganz lassen und
mehrmals anbrechen , damit die Oberfläche des Stiel offen ist, du kannst den
Stiel auch klein schneiden , aber ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man
den Stiel nur anbricht dann ist die Wirkung stärker . Bei den Blätter tu ich
sie mit einen scharfen Messer anritzen , lasse sie aber auch ganz.

Ich habe mir Flaschen von Ikea mit einen Klemmverschluss besorgt . Da alles
rein und mit Klaren Alkohol auffüllen (150 Gramm auf ca ein Liter) - Beachte
das die Pflanze komplett mit Alkohol bedeckt ist. An einen dunklen Ort
ziehen lassen und die Flasche , wie bei einem guten Wein regelmäßig drehen .
Nach 12 Wochen ist deine Tinktur fertig , die dann kühl gelagert ca 1 Jahr
sich hält .

Wenn mein Kind mit Blessuren nach Hause kommt , machen wir abends nach den
Baden , einen Arnica umschlag auf die betroffene Stelle und morgens ist dann
in vielen Fällen die Beweglichkeit meistes schon wieder besser.

Aufgrund des brennen möglichst auf geschlossene Blessuren machen. Bei
offenen Stellen nehmen wir Arnica gobolies (gibt es in der Apotheke)ein mit
denselben Erfolg. Am besten die Dosierung D12 5- 6 Kügelchen pro Stunde.

Ich hoffe ich konnte es verständlich erklären. Arnica ist ein 1 Hilfe Mittel
für viele Sachen und hilft was ich bis jetzt erlebt habe immer sehr gut.

Viel Erfolg beim probieren

Liebe Grüße ELA

Hallo allseits,

Mein Vater erz�hlt immer, dass seine Gro�mutter immer auf die Wiesen ging um Arnika zu sammeln und mit Alkohol aufzusetzen.
Arnika ist meines Wissens eine Pflanze die im Gebirge vorkommt. Im Kreis Oels ist aber absolutes Flachland... Ist es m�glich dass dort Arnika vorkommt oder ist es etwas anderes was nur mundartlich als Arnika bezeichnet wurde?
Wei� jemand Rat?

ja, Wikipedia: Arnika – Wikipedia

Mein Vater (*1902 in Glogau) hatte immer ein kleines Fl�schchen mit
Arnikatinktur (aus der Apotheke) in der Tasche. Verletzungen in Kinder-
und Hausalltag wurden mit der Tinktur betupft, was h�llisch brannte. In
der Familie wurde immer wieder von den tollsten "Wunderheilungen" dank
Arnika erz�hlt...

Viele Gr��e
Nick (Rudnick)

P.S.: Bei meinen Kindern habe ich die heute �blichen nichtbrennenden
Wunddesinfektionsmittel verwendet :wink: