Hallo zusammen
sind jemandem die Familiennamen KNEFFEL und DANNOWITZ
irgendwo in Ostpreussen (oder anderswo) begegnet ?
Meine Familien lebten ab ca 1860 �stlich von Osterode
(Kr.Allelstein), die Herkunft ist aber v�llig unbekannt.
vielen Dank f�r Hinweise und eventuel SuchTipps.
Mit freundlichen Gr��en
Mattias
Hallo Mathias,
zu den Dannowitz (in anderen diversen Schriften von Danewitz, von Danawitz,
von Dannwitz, von Dannewitz, von Danwitz oder in gleicher Schreibweise ohne
von genannt) kann ich einiges schreiben. Ich will mal ein wenig aus den
Lexica und anderen Quellen berichten.
Altadeliges Geschlecht, das sich vordem Semislowsky nannte, aus Polen
stammend und mit den Stwolinski eines Stammes. Ein polnischer Zweig wird
Swinka genannt. Die auf Johnsdorf, Steinersdorf etc. verbliebenen Zweige des
Stwolinskischen Geschlechts nannten sich "von Danewitz"; auf Michelsdorf und
M�hlatsch�tz dagegen "von Michelsdorf". Der Ahnherr dieser Geschlechtszweige
soll Kaiser Karl IV, aus dem Hause Luxemburg, (der 1368 Schlesien erwarb)
bei einer Saujagd in Schlesien das Leben gerettet haben. (Das ist eine
Geschichte f�r sich, bei der das Familienwappen erkl�rt wird). Zum Dank soll
der Retter in den Adelsstand gehoben und mit einem freien Gut belohnt worden
sein. 1566 einigten sich s�mtliche Geschlechtszweige darauf "von nun an
sich blo� von Stwolinski" zu nennen und Herzog Georg zu Liegnitz und Brieg
best�tigte dies. Doch es blieb alles beim Alten. 1493 war Balthasar D.
Hauptmann zu Brieg;1503 Peter Danewitz "Semislowski" auf Ellguth (Kreis
Kreuzburg) und sein Bruder Hans auf Steinersdorf (Kr. Namslau), welcher 2
S�hne hatte: Heinrich und Hans; 1536 Balthasar v. D. herzoglich
Liegnitz-Briegischer Rath; 1560 Joachim v. D. auf Johnsdorf und Karbischau
(Kr. Falkenberg) Commissarius der F�rstent�mer Oppeln und Ratibor bei der
Einl�sung von Cosel und noch 1586 Landrechtsbesitzer der genannten
F�rstent�mer; am Ende des 16. Jahrhunderts Caspar v. D. zu Johnsdorf und
Grossendorf erzherzoglicher Rath; 1612 kauft Carl v. D. zu Johnsdorf Odersch
(Kr. Ratibor) und Branitz. 1661 erlischt das (schlesische) Geschlecht mit
Joachim Heinrich v. D. Die Tochter des oben erw�hnten Joachim v. D. -
Susanna (* April 1556, + 5.3.1619 zu Troppau - verm�hlte sich 1575 mit Hans
P�ckler von Groditz auf Schelau. Ihre Ahnentafel weist nachstehende
Geschlechter auf: Danewitz, Niebelsch�tz, Gellhorn, Borschnitz, Pogrell,
Schenk, Schellendorf, Gotsch.
Wappen der Danewitz: In Silber ein rot gekleideter eingebogener Arm, mit der
Hand einen schwarzen Schweinskopf am Unterkiefer haltend. Kleinod: rechts
gekehrter Schwan auf der Krone. Decken: schwarz silbern.
Ludwig von Danwitz (ein Ahnherr meiner Frau) hatte als Offizier den
�sterreichischen Erzherzog Mathias in die Niederlande begleitet und dort
eine Verwaltungsstelle �bernommen. Er wurde Kommandant der Burg Cl�rath (im
Niederrhein). Durch seine Heirat mit Margarete von H�ls erwarb er den
Gelleshof in Kehn, nahm Abschied von seiner Milit�rlaufbahn und widmete sich
fortan der Aufzucht seiner Nachkommen und der Bewirtschaftung seiner �cker.
Auf dem Gelleshof ist das Familienwappen noch an den Geb�uden zu sehen.
Viele Gr��e
Walter
walter.grunwald@web.de