Hallo Elfa, Jutta und Begeisterte,
zuerst einmal hoffe ich, dass ich mit meiner ganz
pers�nlichen Ansicht nicht gleich eine gewaltige
Mail-Lawine in der Liste lostrete - wer es also
nicht lesen m�chte - L�schtaste.
Es ist sch�n, dass ihr Euch f�r diese Sache so
vehement einsetzt und ich m�chte Euch eure
Euphorie auch nicht ganz nehmen - doch wie,
bittesch�n, soll so etwas eigentlich funktionieren ??
Das kann doch wohl nicht Aufgabe des "Bundes
der Vetriebenen" oder anderer �ffentlicher
Institutionen sein.
Siegfried Schmidt ( http://www.kreis-gumbinnen.de/ )
hat gerade die praktische Seite angesprochen
und ist mir in diesem Sinn zuvorgekommen.
Es ist ja nicht damit getan, dass ihr jemanden
findet, der m�glicherweise die Forschung f�r Euch in
die Hand nimmt - habt ihr bedacht, wieviel Zeit so etwas
vor Ort kostet ??
F�r einen "Urgro�vater", der gesucht wird, mag das
vielleicht l�sbar sein. Aber bei all den Personen, die sich
inzwischen da drangeh�ngt haben und die auch
Auskunft erhalten wollen, halte ich das schlichtweg f�r
unrealistisch.
Nat�rlich gibt es F�hrer in Polen, die bei der Ahnensuche
helfen (den Zugang zu Archiven erm�glichen, die T�ren zu
Pfarr�mtern �ffnen, Vorabrecherche usw.) - Beispiele und
Lob f�r diese Arbeit findet sich gen�gend in dieser und
anderen Listen, z.B. der englischsprachige Posen-Liste,
wo dieser Dienst aus den USA verst�rkt in Anspruch
genommen wird. Diese Leute kennen sich bestens aus und :
haben einen Beruf daraus gemacht !
Und wie wollt ihr ein Bild �ber Eure Gesamtfamilie
bekommen? Das sind doch unz�hlige Daten, die
recherchiert werden m�ssen. Gerade die Suche in den
Filmen der Mormonen bzw. in den Originalkirchenb�chern
selbst und anderen Hilfsmitteln zeigt, dass sich weitere
Ergebnisse (z.B. neue Familienzweige) u.U. erst mit der
pers�nlichen Einsichtnahme ergeben. Daf�r habe ich doch
nur selbst das Gesp�r, es ist f�r Fremde ohne genaueste
Zusatzinformationen vielleicht so auf den ersten Blick gar nicht
erkennbar und wird von Ihnen somit ausgelassen - Spuren,
die damit erst einmal wieder verlorengehen.
Ich selbst suche seit mehr als 20 Jahren und versuche
die Zusammenh�nge zu erschlie�en. Dazu geh�rt
nicht nur, die Daten einzelner Personen zu sammeln,
sondern auch das Umfeld "abzuarbeiten", um den
Zugang zu finden - eine Erkenntnis, die mir bei der
Verkartung der Kirchenb�cher einer Nachbargemeinde
(mit fast 25.000 Datens�tzen f�r die Zeit 1550 - 1870)
zus�tzlich geholfen haben:
Wieviele Stunden habe ich in meiner Freizeit
f�r Archiv-, Bibliotheks- und Internetrecherche
aufgewendet, Kartenmaterial ausgewertet und
Lexika bem�ht etc.,etc.
Dies kann unm�glich jemand im Auftrag durch-
f�hren, aus Spa� an der Freude oder zum
puren Selbstzweck. Dies w�rde ich auch
niemanden zumuten wollen ohne ihn angemessen
daf�r zu entlohnen.
Jeder - und ich selbst nehme mich da nicht aus -
hofft, dass er �ber das Medium Internet zum schnellen
Erfolg kommt und �bertr�gt dies m�glicherweise
auch auf die weitere Forschung. Die Ergebnisse
hier k�nnen sich gewiss sehen lassen. Ohne diese
Hilfe h�tte ich in den letzten Jahren nicht die
entscheidenden Hinweise erhalten, um tote Punkte
zu �berwinden.
Dar�berhinaus zeigen virtuelle Bibliotheken,
Auswandererlisten, Internetdatenbanken sowie
unz�hlige Webseiten einen Weg auf, um an
Originalmaterial zu kommen, das man dann pers�nlich
und nach eigenen Vorstellungen auswerten kann.
Genealogische Arbeit ist halt ein "unendlicher" Weg -
manchmal geht es schneller, manchmal langsamer,
manchmal zeigt sich �berhaut kein Licht am Ende des
Tunnels.
In diesem Sinne
mit den besten Gr��en aus dem Remstal bei
Stuttgart
Matthias (E. Theiner)