Wappen = ein ovales Schild, von dem oberen Mittelpunkt gehen zwei leicht gebogene Linien an den unteren rechten und linken Drittel des Schildes. Helmzier, zwei geharnischte Arme, dazwischen ein sechsstrahliger Stern.
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Beschreibung nach dem Aussehen = es sieht so aus als wäre es ein ovales Fenster mit einer nach rechts und links aufgezogenen Gardine am oberen Mittelpunkt festgehalten.
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Vorhanden auf einer Notarspetschaft von etwa 1800
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Petschaft von
Franz Christian Wilhelm Friederici
+ 1738, + 1825
Gerichtsnotar in Wurzen, Prof. der Rechte in Leipzig, 1812 i.R.
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Herzliche Grüsse aus Santiago de Chile
Georg Friederici
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Wird wohl das Siegel des Gerichtsbezirks sein.
Eine Wappendeutung kann kein Betrachter geben. Nur derjenige der das Wappen
gestiftet hat, kann in der Regel aussagen welche Bedeutung die jeweiligen
Schildinhalte haben. Um es zu verdeutlichen: eine Korngarbe, ein Pflug oder
eine Sichel verweisen darauf das es sich um einen Landwirt gehandelt haben
muß,
der dieses Wappen stiftete. Es handelt sich hierbei um ein redendews Wappen.
Früher waren Wappenschilder auch zeitweise einmal oval gestaltet, vor allem
kam dies bei Adeligen vor. Es muß nicht unbedingt ein Siegel sein. Das was
Du mit Gardine beschreibst, dürfte eine eingebogene Spitze sein. Wenn keine
weiteren Schildbilder vorhanden sind, waren die Schildflächen wahrscheinlich
mit unterschiedlichen Tinkturen versehen. Die geharnischten Arme verweisen
u.U. auf
einen Söldner oder Ritter, eine Deutung welche Bewandnis es mit dem Stern
auf sich hat, ist heute fast unmöglich.
Stell das Wappen doch hier mal ein.
MfG
Peter Meister
Hallo Georg Friederici,
Bei dem beschriebenen Wappen (das Oval ist hier wohl lediglich auf die Petschaftsform zur�ckzuf�hren), handelt es sich sehr wahrscheinlich um das Wappen der niederschlesischen Stadt MARKLISSA im Regierungsbezirk Liegnitz. Dieses zeigt auf blauem Grund einen gest�rzten goldenen Halbmond (der also einem aufgespannten Schirm �hnlich sieht) �ber einem mehrstrahligen goldenen Stern. Das �lteste bekannte Wappen dieser Stadt stammt aus dem Jahre 1530 (herb Letiwa). Es geht auf das Wappen der ehemaligen Grundherren, der Herren von Debsch�tz zur�ck. Deren Wappen zeigte, in Umkehrung, einen steigenden (also nach oben offenen) Halbmond und den Stern dar�ber. Im folgenden Buch ist der Stern achtstrahlig abgebildet: Hupp, Otto: K�nigreich Preu�en. Wappen der St�dte, Flecken und D�rfer. Ostpreu�en, Westpreu�en, Brandenburg, Pommern, Posen, Schlesien. Frankfurt a. M., 1896 und 1898. (Reprint: Kulturstiftung der Deutschen Vertriebenen, Bonn 1986�)
Gru�
Peter Perrey