Standesamt Lötzen - Standesamt I

Hallo zusammen,
ich habe gerade nicht mein schlaues Buch bei mir.

Welche Jahre der Trauungen des Standesamtes L�tzen sind im Standesamt I verf�gbar?

Danke und liebe Gr��e,
Denis

Denis schrieb:

Hallo zusammen,
ich habe gerade nicht mein schlaues Buch bei mir.

Welche Jahre der Trauungen des Standesamtes L�tzen sind im Standesamt I verf�gbar?

Danke und liebe Gr��e,
Denis

Hallo Denis,

die Jahre 1874-1892, 1894-1899, 1903-1918, 16.5.1919-1937

Herzliche Gr��e,

     Fritz (Loseries)

Guten Morgen Fritz,

ich dank dir f�r die Info. Irgendwie war es mir klar, dass das was ich brauche nicht vorhanden ist. (1942)

Liebe Gr��e,
Denis

Hallo Denis!
   > Irgendwie war es mir klar, dass das was ich
   brauche nicht vorhanden ist. (1942)
   Kein Grund f�r Pessimismus! Dass das Standesamt I in Berlin die
   gesuchten Jahrg�nge nicht hat, hei�t ja nicht, dass sie nicht mehr
   existieren.
   Denn das Standesamt in L�tzen hat sie! Genauer: Geburten 1939-1943,
   1945; Heiraten 1940-1943; Sterbef�lle 1941-1943.
   Adresse des Standesamtes:
   Urzad Stanu Cywilnego
   Aleja 1 Maja 14
   11-500 Gizycko
   Polen
   Viele Gr��e
   Carsten

Liebe Liste,

mein Großvater Kurt Steinau hatte mich 1975 auf seinen Knien und erzählte mir vom wunderbaren Ostpreußen - von den Seen, den Wäldern und Wiesen und auch davon, wie die Familiensaga erzählte, dass einst einer unserer Vorfahren als kämpfender Recke in einer großen Schlacht sich tugendhaft geschlagen hatte und dafür als "Verdienst" ein großes Stück Land verschrieben bekam. Jahrzehntelang dachte ich an Kreuzritter, Jerusalem und Akkun und Götz von Berlichingen, auf dessen Sarkophag in der unteren rechten Ecke das Familienwappen derer von Steinau-Steinrück bis zum heutigen Tage sichtbar prangt.

Nun - nach über 20 Jahren Familienforschung - weiß ich, dass es sich bei dem tapferen Recken um JOHANN STEINAU (*1.11.1709 in Gottesgnade) gehandelt haben muss, der laut Dokumenten 1744 als Hofmann von Gottesgnade nach Worschienen gezogen ist. Wenn ein Körnchen Wahrheit an der Familiensage dran sein soll - dann müsste es einen Krieg 1743 oder 1744 gegeben haben. Der erste Schlesische Krieg dauerte tatsächlich von 1740 - 1742 und Friedrich II von Peußen, der zweite Schlesische Krieg von 1744 bis 1745, an dem bis zu 80.000 Preußen - vielleicht auch mein Ahn, der dann 35 Jahre alt gewesen wäre - teilgenommen hat.

Unter den zahlreichen Offizieren auf preußischer Seite war auch der Sohn von Christoph Albrecht von Kalckstein, königlich polnischer Oberstleutnant sowie Herr auf Knauten und Wogau im Landkreis Preußisch Eylau. Ein anderer bekannter Offizier war Curt Christoph Graf von Schwerin, der von König Friedrich II zum Generalfeldmarschall ernannt worden ist und am 1. Schlesischen Krieg teilgenommen hat. Das Dorf Worschienen war ein adeliges Dorf und gehörte teilweise auch zur Verwaltung zum Gut Wildenhoff, das den adeligen Herrn von Schwerin gehörte. Ob es einen direkten Zusamenhang zum Generalfeldmarschall Curt Christoph Graf von Schwerin gab, entzieht sich meiner Kenntnis.

Mein Großvater erzählte mir darüber hinaus etwas von einer Urkunde über eine Landverschreibung, die angeblich von einem König unterschrieben war, die in unserem Hause wie ein Schatz gehütet worden ist - aber im 2. Weltkrieg verloren gegangen ist.

Meine Frage nach dieser komplizierten Einleitung: War es zu der Zeit um 1744 üblich, das besonders verdienstete Soldaten auch kleine Grundstücke (40 - 80 ha. groß) als "Belohnung" verschrieben bekommen haben?

Wo bekomme ich Unterlagen zu diesem Thema? In Verden/Aller im Ostpreußischen Landesmuseum? Oder im geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GSta) in Berlin? Welche Suchbegriffe versprechen am ehesten Erfolg?

Vielen herzlichen Dank für eine Richtung, in die ich gehen könnte.

Allen hoffentlich ein langes Wochenende aus dem schönen Flensburg.

Ihr

Frank Steinau