Liebe Listenmitglieder,
ich möchte mich für die vielen hilfreichen Reaktionen auf meine Anfrage
bedanken.
Die Tatsache, dass um 1840 insbesondere in den Kreisen rechts der Oder oft
noch Dolmetscher hinzugezogen werden mussten, spricht nicht für eine
verbreitete Zweisprachigkeit.
siehe:
http://books.google.de/books?id=MflDAAAAIAAJ&pg=PA45&dq=Würbitz&lr=&output=h
tml
Inwiefern und in welchem Verhältnis die Menschen der nordostoberschlesischen
Kreise nun von Slawen oder deutschen Siedlern abstammen kann freilich nur
geschätzt werden und es folgt daraus ja nicht zwingend eine entsprechende
Sprachgewichtung - meinem Interesse gilt vor allem den tatsächlichen
Verhältnissen, die eben auch die Umwelt meiner Ahnen widerspiegeln.
Vielen Dank auch für die Beiträge zur Entwicklung bis in unsere Zeit.
Dass die Sprachkenntnisse unserer Großeltern/Urgroßeltern uns manchmal
überraschen, hat sicher seine Gründe. Auch wenn die Muttersprache
Wasserpolnisch war, fühlte man sich doch nicht als Pole. Zumal man die
Heimat 1945 an die Polen verlor und viele Ostflüchtlinge im Westen ja als
Polaken etc. beschimpft wurden (nun, da erzähle ich niemandem etwas Neues
mit).
Dass Schlesien so vielfältig war, macht es für mich nur noch interessanter.
Meinen Ahnen im 19. Jh. möchte ich keinen nationalen Stempel aufdrücken
müssen, auch wenn sich der heterogene Charakter der (Ober-)Schlesier nicht
jedem erschließt, der sich mit diesem Land eben nicht beschäftigt.
Herzliche Grüße aus Jena
Volker Eikelmann => www.eikelmann.ch
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