Spott und Verleumdung

Ja, ich habe f�r ein Jahr lang- von vornherein begrenzt- die Hauptkasse des
Vereins �bernommen.
Es hatte sich niemand gefunden, diese Arbeit zu machen.

Ich nehme f�r mich in Anspruch, meine Meinung auch einmal �ndern zu d�rfen.

Gaby Bastemeyer

Sicherlich erinnern Sie sich noch, wie Sie mir im VfFOW
in den R�cken gefallen sind. In einer Mail hatten Sie geschrieben, Sie

s�hen

das Debakel der Jubil�umsreise "genauso wie Herr B�ttcher" und seien daher
gegen eine neue Kandidatur der verantwortlichen Vorstandsmitglieder. Aber

die

"Stunde der Wahrheit" hielt bei Ihnen nicht lange an. Als f�r Sie selbst

ein

P�stchen lockte, schl�pften Sie doch gern unter das "M�ntelchen der

Harmonie".

Da Herr Boettcher und andere eine recht komplizierte Vereinsgeschichte
thematisieren, die zumindest teilweise auf persoenlichen Reibereien und
undurchsichtigen Motivationen zu basieren scheint, stellt sich die Frage, ob
sich die Liste damit befassen soll. Hinsichtlich der durch den
Treuhandvorschlag ausgeloesten Diskussion war der Listenbezug gegeben. Der
Vorschlag war detailliert, alle dazu relevanten Sachverhalte entweder
bereits bekannt, oder durch Studium der relevanten Geschichte erkennbar.
Globale Themen der Vergangenheitsbewaeltigung und Geschichtsauslegung wurden
durch den Beitrag aufgeworfen. Man konnte also alle Leute auf den gleichen
Teppich bringen.

Im Gegensatz dazu ist diese Vereinsgeschichte wahrscheinlich nur den daran
Beteiligten voll bekannt und nachvollziehbar, und die sind sich anscheinend
nicht einig. Was fuer Lehren koennen Unbeteiligte daraus ziehen? Dass
sich Herr Boettcher mishandelt fuehlt ist klar. Warum ihn der Verein unfair
behandelt haben soll, ist zumindest mir unklar. Ich weiss also nicht zu
welchen substantiellen und nicht personenbezogenen Boesartigkeiten oder zu
welchem verdrehten Weltbild ich mich angesprochen fuehlen soll. Selbst
wenn Herr Boettcher tatsaechlich unberechtigterweise und aus bisher
unerklaert gebliebenen Gruenden ausgebootet wurde, wie sollen wir unser
eigenes weiteres Denken und Tun hinsichtlich der Ahnenforschung und/oder
unseres Geschichtsverstaendnisses deswegen aendern? Das Leute mineinander
bloed umgehen ist ja nichts Neues.

Sollte es sich darum drehen, dass Herr Boettcher anprangern will, dass es in
dem Verein eine rechte Gesinnungsgenossenschaft gebe, die andersdenkende,
"links" orientierte Leute nicht ausstehen koenne, dann waere das eine
Konkretisierung, mit der man sich befassen koennte. Ich spuere diesen
Vorwurf zwar in seinen Beitraegen, weiss aber nicht ob das Boettchers
Intention ist, oder ob ich das nur reinlese. Gesinnungsgenossenschaften
sind aber der Keim und Ursprung eines jeden Vereins, und unproblematisch.
Problematisch wird es erst, wenn der Versuch gemacht wird, Gesinnungen und
Weltbilder mit Hinweisen auf konkrete Sachverhalte und durch logische
Schlussfolgerungen aus dem Bereich der reinen Meinungsaeusserung in die
Sparte der "richtig erkannten Realitaet" zu schieben. Derartige Wahrheit-
und Wahrhaftigkeitsansprueche sind ueberpruefbar.

Egal, wie man zu Herrn Boettcher steht, er versteht sich auszudruecken.

Wenn sich jemand anmasst, wie Frau Bastemeyer es tat, ein anderes
Listenmitglied, Herrn Boettcher, ueber seine vermeintlichen psychologischen
Probleme/Scheuklappen/Charakterschwaechen aufzuklaeren, kann das nur
schiefgehen. Unter Fremden und unter Erwachsenen, ausserhalb des
Sprechzimmer des Psychotherapeuten, und ohne vorhergehenden Konsens, werden
derartige Versuche nicht als hilfreich sonderns als ueberheblich empfunden.
Es laesst sich kein Erwachsener gerne als Kind behandeln.

Knut Barde

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