Lieber Fritz,
hab Dank f�r deine Antwort. Dass von deutscher Seite dort nichts mehr
aufgezeichnet wurde, war mir klar; meine Frage zielte deshalb auch
darauf ab, ob von sowjetischer Seite irgendwann Register gef�hrt wurden
- immerhin war auch das ein hoch b�rokratisierter Staat. Ich ging
bisher auch immer davon aus, dass wenig oder nichts zu finden sei, aber
wirklich nachgeforscht hatte ich noch nie und will es jetzt eben
genauer wissen. Ich fand z.B. auf der Seite des Deutschen
Generalkonsulats in Kaliningrad den Hinweis, das dortige Archiv verf�ge
"ab dem 17.06.1946 �ber Aufzeichnungen von Geburts- und Sterbef�llen".
Ich habe dorthin geschrieben mit der Bitte um n�here Informationen,
warte aber noch auf eine Antwort. Die werde ich dann auch in der Liste
ver�ffentlichen.
Herzliche Gr��e
Raphael (Dammer)
> Lieber Raphael,
>
> von meiner Seite aus und meinen bisherigen Forschungen f�r diesen
> Zeitraum z. B. in Polen, muss ich Dich jetzt entt�uschen !
>
> Meine langj�hrigen Erfahrungen in den Forschungen vom Zeitraum ab
M�rz
> 1945 bis Ende 1947 zeigen ein klares Bild:
>
> Schon im M�rz 1945 (und sogar Monate fr�her), nach dem Einmarsch der
> Roten Armee z. B. in Pommern, wurden "normalerweise" keine
> StA-Eintragungen mehr erfasst. Da war schon der Chaos innerhalb der
> deutschen Restbev�lkerung ausgebrochen. Ich habe eine Chronik
> geschrieben und die Zeitzeugen berichteten ! Auch die "meist"
> verbliebenen "Pfarrersfrauen" �bernahmen die Gesch�fte ihres
Ehemannes
> (die waren sogar eingesetzt in der Front) soweit das m�glich war.
> Trauungen gab es nicht mehr, Taufen manchmal, aber viele Sterbende
�ber
> die keinerlei Eintragungen mehr gemacht wurden ! Erst in den
> katholischen Eintragungen tauchen erstmals wieder sporadisch
> Eintragungen ab ca. Mitte 1945 auf, aber nicht von der deutschen,
> evangelischen Restbev�lkerung. Nur die, die rechtzeitig ins Polnische
> konvertiert haben !
>
> Wenigstens die sind erfasst !
>
> Ich bin fest �berzeugt, dass es in den sowjetisch besetzten Gebiete
(z.