Werte Nachgeborene,
in der FAZ vom 29.06.04 findet sich ein ganzseitiger(!) Aritkel: "Der
Untergang der Heeresgruppe Mitte" zwischen dem 22.06.44 und dem 08.07.44:
"Innerhalb von 10 Tagen hatte die Wehrmacht die gr��te Katastrophe erlitten,
viel schlimmer als die Niederlage von Stalingrad. ... Nicht nur eine Armee
wie in Stalingrad, sondern eine ganze Heeresgruppe mit drei Armeen war
vernichtet. 28 Divisionen mu�ten auf einen Schlag aus den Listen gestrichen
werden. 350.000 Mann waren tot oder gefangen."
Im Kriegstagebuch des OKW Bd 7 S 855ff, insb. S 858/859, werden diese
Vorg�nge nur mit einem Ersatzabdruck der �u�erst knappen Angaben bei Ploetz,
26. Auflage W�rzburg 1960 S 1168 - 1175 dargestellt, da
"der �stliche Kriegsschauplatz ... nicht im Kriegstagebuch des
Wehrmachtsf�hrungsstabs ber�cksichtigt (ist) , da Hitler an der Ostfront
mit Hilfe des Generalstabs des Heeres (pers�nlich) f�hrte. ... (Der
Generalstab) mu�te sich darauf beschr�nken, da� durch einen damit
beauftragten Generalstabsoffizier jeden Abend die wichtigsten Ereignisse,
Befehle usw. zusammengefa�t und die Akten vollst�ndig und chronologisch
abgeheftet wurden; diese Unterlagen sind wohl bis auf Ausnahmen
untergegangen." (aaO S 856)
Dem erw�hnten Artikel (dem vermutlich noch weitere folgen werden) aus dem
Milit�rgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr, Potsdam, scheint somit
nahezu Quellenqualit�t zuzukommen.
J�rgen Wagner