Sonderschrift

Hallo Klaus-Jürgen Schnigge,
  

bei meiner Suche nach dem Namen Schnigge bin ich auf ein Verzeichnis von
dem Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen gestoßen. Hier
wird bei den Sonderschrift 55, Amtsblatt Königsberg 1 der Name Schnigge
angezeigt. Autor: Moeller, ersch. 1984.
Wer hat diesen Band? Was steht über Schnigge darin?

ich bin zwar Mitglied im Verein für Familienforschung und habe fast alle Bände, leider nicht Nr. 55.

Wer hat einen Namensduden in dem die Herkunft von Schnigge beschrieben
wird?

Der Name wird in mehrerern Namenbüchern beschrieben. Juergen Stein hat ja schon sehr schön eine mögliche Erklärung Schnigge = kleines Schiff beschrieben.

Nach Hans Bahlow "Niederdeutsches Namenbuch" heißt es:

Schnicke, Schnigge = "Schnecke"; Conrad Snicke, Snigge 1288 Stralsund. Zur Form vergleiche Knicke : Knigge; Pricke : Prigge. Ein Sniggenfittich 1590 in Hildesheim. Schnicke hieß auch ein kleines einmastiges Segelschiff zum Fischfang, dessen Schiffer war der Schnickmann, so in Rostock 1268 Arnold Snickeman; dort noch eine Schnickmannstraße und Schnickmannbrücke (schon 1281 bezeugt); in Lübeck ein Snickemêster (vgl. den koggemester); in Bremen 1304 Lodewig Snikkere. Ein Snickenwirt 14. Jh. Ratzeburg.

Bei Gottschald "Deutsche Namenkunde" heißt es:

Schnigge siehe Schnecke.

Schneck(e):
1. "Schnecke".
2. in Hausnamen "Wendeltreppe", seltener
3. "Schildkröte".
Schnegg, Schnecken-haus, -berger, -aichner; Schnegelsberg(er), Schnägelberger, nd. Schnück(e), Schnigge, Schnigenberg.

Viele Grüße

Heinz (Muhsal)