Ich suche nach Hinweisen bezueglich schwedischer Soldaten in Franken.
Einer meiner Vorfahren war ein solcher schwedischer Gefreiter und lebte
in Oberkotzau. Hatte eine Tochter dort und
diese heiratete in die Familie FRAAS aus Schwarzenbach a.d.Saale ein.
Die Familie die ich such hiess
Opbeutner/ Opbeiter.
Koennte mir vllt jemand etwas darueber sagen oder hat auch solche
Soldaten aus diesem Land in seiner Ahnenreihe?
Darf ich dem Einsender widersprechen? Ich bin Franke, Unterfranke, und dort
ist man katholisch, von der Rhön bis Ochsenfurt, von Aschaffenburg bis
Schweinfurt - mit einigen evangelischen Enklaven! Wer unter dem Krummstab
des Fürstbischofs von Franken in Würzburg lebte, war (nach 1600 durch Julius
Echter zunehmends) katholisch. Evangelisch war und ist der Großraum um
Nürnberg, auch Mittelfranken war teilweise evangelisch, aber keineswegs GANZ
Unterfranken
Nichts für ungut! Aber als katholischer Franke mußte ich mich einfach regen!
Unabhängig von dieser - verständlichen - "Regung eines katholischen Franken" sei die Frage gestellt, welche schwedische Soldaten es wohl waren, die bis 1740 in Franken weilten.
Die Schweden kamen im dreißigjährigen Krieg etwas weiter als Franken, nämlich bis Regensburg und Nördlingen.
Dort wurden sie 1634 ziemlich vernichtend geschlagen, verloren 12 bis 15000 Mann. Vier Tausend wurden gefangengenommen und ziemlich gänzlich in die kaiserliche Armee verpflichtet, dies, würde ich vermuten, unabhängig von ihrer Religion.
Im späteren Verlauf des Krieges,sowie1674 bei ihrem Marsch gegen Brandenburg, kamen die Schweden nicht mehr in die Nähe Frankens, die Mark war ihr südlichster Vorstoß,
Die schwedische Agressivität blieb sonst überwiegend im baltischen Raum beschränkt und gegen Rußland oder Dänemark gerichtet.
Außerhalb von Kriegszeiten unterhielt Schweden zwar bescheidene Truppen in den königlichen Kronenbesitzungen Brement-Verden sowie Pfalz-Zweibrücken, aber es waren ziemlich ausschließlich "lokale" Deutsche darin verpflichtet, außerdem war man in beiden Fällen recht weit von Franken entfernt.
Demnach können etwaige "schwedische Soldaten in Franken" nur zwangsrekrutierte Überlebende der Nördlingen Schlacht gewesen sein, die in der Gegend ansässig geworden wären. Die Meisten davon werden wohl in den dreißig folgenden Jahren, also bis ca. 1665 verstorben sein.
Geht es um Johann Jacob Sevin der nicht ein Schwede war
sondern der nachweislich ein Franzose war der in schwedischen Diensten stand
die Familie Sevin dürfte aus Orleans stammen
Généalogie de la famille de Sevin, établie pour Mme de Naurois, née de Sevin
: d'après divers documents appartenant à des fonds d'archives publiques, à
celles de M. Armand de Sevin, Bon de Segougnac, et quelques extraits
d'ouvrages historiques -H. Champion (Paris)-1912 Ausführliche Informationen
Es kommt hinzu! Der Anteil "echter Schweden" in den schwedischen Armeen des dreißigjährigen Krieges ist im Verlauf dieses Krieges kontinuierlich gesunken, auf zuletzt weniger als 25%.
Rekrutiert wurden, unter anderen Fremden, viele Engländer und Schotten.
Sicherlich auch Franzosen.
Frankreich war ja ein Verbündeter Schwedens, und sein wichtigster Geldgeber! Es wird wohl "Berater" zur Verfügung gestellt haben, wie damals die Amis in Vietnam!