Schwedische Soldaten in Franken um etwa 1650-1740

Hallo zusammen,

   Ich suche nach Hinweisen bezueglich schwedischer Soldaten in Franken.
   Einer meiner Vorfahren war ein solcher schwedischer Gefreiter und lebte
   in Oberkotzau. Hatte eine Tochter dort und
   diese heiratete in die Familie FRAAS aus Schwarzenbach a.d.Saale ein.
   Die Familie die ich such hiess
   Opbeutner/ Opbeiter.

   Koennte mir vllt jemand etwas darueber sagen oder hat auch solche
   Soldaten aus diesem Land in seiner Ahnenreihe?

   MFG

   Nils Janschersky geb.Lendner

Servus Nils !

da Franken überwiegend evangelisch ist oder protestantisch
ist
und Schweden auch gab es auch Franzosen die in schwedischen Diensten standen

und z.B. als Offiziere in Thüringen waren

Barbara Rögner aus Coburg heiratete Johann Jacob Sevin
Landkapitän auf der Feste Heldburg /Ummerstadt

Leichenpredigt von Barbara Sevin

http://www.ummerstadt.de/Geschichliches/Ummerstadt1618-66/ummerstadt1618-66.
htm

Den 13. April 1639 nahmen acht würzburgische Reiter, die in Lichtenfels
lagen, in Ummerstadt dem Kapitän Johann Sevin das Pferd und seine Kleider ab

Grüsse Stefan Pusinelli

Darf ich dem Einsender widersprechen? Ich bin Franke, Unterfranke, und dort
ist man katholisch, von der Rhön bis Ochsenfurt, von Aschaffenburg bis
Schweinfurt - mit einigen evangelischen Enklaven! Wer unter dem Krummstab
des Fürstbischofs von Franken in Würzburg lebte, war (nach 1600 durch Julius
Echter zunehmends) katholisch. Evangelisch war und ist der Großraum um
Nürnberg, auch Mittelfranken war teilweise evangelisch, aber keineswegs GANZ
Unterfranken

Nichts für ungut! Aber als katholischer Franke mußte ich mich einfach regen!

D

Walter Wiesner

Zentgrafenstraße 54

60389 Frankfurt am Main

Telefon +49 69 471277

walter@wiesner-frankfurt.de

Sehr geehrter Herr Wiesner !

Danke!

Man kann sich irren

Was für Gründe sind es dann bitte?

Grüsse Stefan Pusinelli

Unabhängig von dieser - verständlichen - "Regung eines katholischen Franken" sei die Frage gestellt, welche schwedische Soldaten es wohl waren, die bis 1740 in Franken weilten.
Die Schweden kamen im dreißigjährigen Krieg etwas weiter als Franken, nämlich bis Regensburg und Nördlingen.

Dort wurden sie 1634 ziemlich vernichtend geschlagen, verloren 12 bis 15000 Mann. Vier Tausend wurden gefangengenommen und ziemlich gänzlich in die kaiserliche Armee verpflichtet, dies, würde ich vermuten, unabhängig von ihrer Religion.

Im späteren Verlauf des Krieges,sowie1674 bei ihrem Marsch gegen Brandenburg, kamen die Schweden nicht mehr in die Nähe Frankens, die Mark war ihr südlichster Vorstoß,
Die schwedische Agressivität blieb sonst überwiegend im baltischen Raum beschränkt und gegen Rußland oder Dänemark gerichtet.

Außerhalb von Kriegszeiten unterhielt Schweden zwar bescheidene Truppen in den königlichen Kronenbesitzungen Brement-Verden sowie Pfalz-Zweibrücken, aber es waren ziemlich ausschließlich "lokale" Deutsche darin verpflichtet, außerdem war man in beiden Fällen recht weit von Franken entfernt.

Demnach können etwaige "schwedische Soldaten in Franken" nur zwangsrekrutierte Überlebende der Nördlingen Schlacht gewesen sein, die in der Gegend ansässig geworden wären. Die Meisten davon werden wohl in den dreißig folgenden Jahren, also bis ca. 1665 verstorben sein.

JM Willigens

Sehr geehrter Herr Willigens !

Bei meinen Fall

Geht es um Johann Jacob Sevin der nicht ein Schwede war

sondern der nachweislich ein Franzose war der in schwedischen Diensten stand

die Familie Sevin dürfte aus Orleans stammen

Généalogie de la famille de Sevin, établie pour Mme de Naurois, née de Sevin
: d'après divers documents appartenant à des fonds d'archives publiques, à
celles de M. Armand de Sevin, Bon de Segougnac, et quelques extraits
d'ouvrages historiques -H. Champion (Paris)-1912 Ausführliche Informationen

Dieser Zweig ist hier nicht dabei

Die Leichenpredigt seiner Frau ist hier

von Barbara Rögner(Barbara Sevin ) aus Coburg

Grüsse Stefan Pusinelli

Hallo Herr Pusinelli!

Es kommt hinzu! Der Anteil "echter Schweden" in den schwedischen Armeen des dreißigjährigen Krieges ist im Verlauf dieses Krieges kontinuierlich gesunken, auf zuletzt weniger als 25%.
Rekrutiert wurden, unter anderen Fremden, viele Engländer und Schotten.
Sicherlich auch Franzosen.
Frankreich war ja ein Verbündeter Schwedens, und sein wichtigster Geldgeber! Es wird wohl "Berater" zur Verfügung gestellt haben, wie damals die Amis in Vietnam!

Beste Grüße

JM Willigens