Hallo Liste,
in alten Unterlagen habe ich dieses Gedicht gefunden.
Leider ohne Verfasser.
Schlesier-Gedicht
Ich sitz versunken in Gedanken
In meiner Klause ganz allein
M�cht mit dem Sonnenschein, dem blanken
Recht schell in meiner Heimat sein!
Der Krieg ist aus, aus tausend Wunden
Liegt blutend noch mein Vaterland!
Ich aber denk' in allen Stunden
An Schlesien, an dem Oderstrand.
Auch ich musst's Heimatland verlassen,
Musst' fort vom alten Vaterhaus.
Ich kann es immer noch nicht fassen
Man wies uns aus der Heimat aus!
Wie oft denk' ich an Schlesiens Berge
Und an die sch�nen Taler all',
Dort, wo im Geisterreich der Zwerge
Sein Zepter schwingt Herr R�berzahl.
Ich gr�sse froh die gr�nen W�lder
Den alten Zobten blau und grau,
Der uns gedient als Wettermelder,
An F�rstberg und an Schreiberhau.
Mein Gruss gilt G�rlitz' Landeskrone
Auch Gr�nberg mit dem gold'nen Wein,
Besonders Bunzlaus gutem Tone
Und Laubans Taschent�cher fein.
In Neusalz spann man beste Zwirne,
Auch Sagans T�che sind bekannt.
In Glogau gab's von Apfel, Birne
Der besten Most am Oderstrand.
Auch Sprottau, L�ben m�cht' ich nennen
Nebst Fraustadt, dann den Schlesiersee,
Auch Steinau, Wohlau muss mann kennen,
Bad Trebnitz mit der Hedwigsh�h'.
In Haynau m�cht' ich wieder weilen,
In Liegnitz gar zu gerne sein,
Zur Stadt der Gurken m�cht' ich eilen,
M�cht essen von den Bomben fein
Das alte Goldberg will ich gr�ssen
Und Jauer mit den Wursten fein;
Auch Schweidnitz mit dem Schnaps, dem s�ssen
Und Striegau mit dem Bruch von Stein.
Bis hierher ist es bei genealogy.rootsweb.ancestry zu finden
und nun die Erg�nzung
Freiburg die bekannte Uhrenstadt
wo es au�erdem auch Webereien hat.
Bekannt sind Liebichau und F�rstenstein,
wie gerne m�chte ich jetzt dort sein.
Bad Salzbrunn m�chte ich wiedersehen
mein Waldenburg und Landshut,
m�chte in Neurode wieder stehen.
In Glatz wo schmeckt die Rose gut.
M�chte wieder einmal Kroatzbeere trinken,
und Sch�ttbodenk�mmel als Lik�r.
Dem alten Schlegel m�cht ich winken
wo diese Sachen kamen her.
Von Langenbielauzeugt sein Leinen
und Nickel gabs bei Frankenstein.
In Strehlen macht man aus den Steinen
die W�rfel f�r das Pflaster klein.
Auch M�nsterberg sei nicht vergessen,
Gem�se man dort konserviert
in Wartha konnt man Kuchen essen,
den man mit Honig fabriziert.
In Reichenbach gabs gro�e Werke
in Ohlau r�hmt man G�nsebrust,
in Neisse h�re zu und merke
gab es Konfekt, es war ne Lust.
Auch Oppeln sah man eifrig schaffen
das gleiche war in Brieg der Fall.
Und kosel mit dem Oderhafen
ist sehr bekannt dort �berall.
Jetzt mu� ich Beuthen und Gleiwitz preisen
auch Hindenburg geh�rt dazu.
Wo man die Kohle und das Eisen
an jedem Tag schuf ohne Ruh.
Bei Ratibor begann die Grenze
bei Neustadt war es ebenso.
Ich w�nscht das fernerhin ergl�nze
der Annaberg so stolz und froh.
Nun gr��e ich in Schlesiens Kleide
die Perlen von den B�dern all
Kodowa, Reinerz, Altheide
und Bad Warmbrunn noch auf jeden Fall.
Doch weiter gehen die Gedanken,
nach Silberg und W�lgelsgrund
wo die Forellen die Silberblauen
uns schmeckten gut zu jeder Stund.
Ich denk an Schlesiens Metropole
an dich mein altes Breslau lieb,
mit deiner Oder deiner Ohle
und glaub da� es nichts sch�nres gibt.
Mein Breslau, Heimat meiner Lieben
dein denk ich bis zur letzten Stund.
Bis es mal hei�t jetzt wird geschieden,
von diesem alten Erdenrund.
Dann will ich still von dannen gehen
doch eine Bitte schlie� ich ein,
noch einmal m�cht ich Schlesien sehen
und m�chte dort begraben sein.
Viele Gr��e aus dem 3 Bockwindm�hlendorf Oberoderwitz (s�dl. Oberlausitz)
Wolfgang OTTO
* 1943 Zirlau Krs. Schweidnitz
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