Hallo Jürgen,
hallo Yvonne,
das mit der Genetik ist halt so eine Sache. Ich habe z.B. meinen DNA Test
bei ancestry machen lassen und hab daher wahrscheinlich eine völlig andere
Nomenklatur (y-Haplogruppe: R1B "The Artisans / Die Handwerker",
x-Haplogruppe: H "The Colonists / Die Siedler", beides sollen die häufigsten
Gruppen sein, sind aber trotzdem total andere Namen als Eure). Bei mir kommt
der Nachnamengeber (Wilding) zwar aus dem Kirchspiel Weißensee, allerdings
liegt zwischen ihm und mir auch ein uneheliches Kind, so dass ich nicht in
direkter, männlicher Linie von ihm abstamme.
Man sollte sich meiner Meinung nach unbedingt davon verabschieden, dass man
damit konkrete Verwandte finden kann. Nur bei seltenen Haplogruppen oder
relativ enger Verwandtschaft kann man wahrscheinlich damit erfolgreich sein.
Nichts gegen die DNA Genealogie, aber ich müsste wahrscheinlich halb Roßla
testen lassen, damit ich auch nur eine Idee davon bekomme, wer der Vater des
unehelichen Kindes gewesen sein könnte. Bei ancestry kommt noch dazu, dass
zwar relativ viele Daten vorhanden sind, 99%(?) davon aber aus den USA und
UK stammen und eben nicht aus dem Kreis Sangerhausen.
Und selbst wenn es anders wäre: eine "identische" DNA heißt ja nicht
zwangsläufig auch "Verwandtschaft". Es ist lediglich so, dass "nicht
identische" DNA auf definitv "Keine Verwandtschaft" bedeutet. Solange sich
nicht mehr Leute testen lassen, sind MEINE Haplogruppen daher lediglich
pittoreske Randnotizen in meiner Genealogie.
Viele Grüße
Ulli (Wilding)