Rücktransport in die "Heimat"

Hallo Listenteilnehmer,
ich bin gerade dabei die Zeit von 1945 mit meiner Mutter aufzuarbeiten. Da
diese Zeit von viel Angst und unsichere Zukunft geprägt war ist vieles aus
der Erinnerung verloren gegangen. Am 19. Januar begann die Flucht vor der
roten Armee und endete, über verschiedenen Zwischenstationen, in Saaz in
einem Flüchtlingslager. Nach dem Ende des Krieges (Ende Mai anf. Juni)
mussten die Flüchtlinge zurück in ihre Heimat.
Meine Mutter erinnert sich nur noch das die „Heimreise“ etwa 3 Wochen
dauerte und sie als letzte in Goschützhammer zurück kamen.
Der Transport begann mit der Bahn und anschließend per Fuß an Hirschberg und
Breslau vorbei.
Meine Frage ist: gibt es über diese Transporte Informationen, Abfahrt Datum
, (Zielbahnhof) und Dauer der Zugfahrt.
Mit freundlichen Grüßen und einen guten Rutsch.
Wolfhard Weiß

Hallo Wolfart Wei�
Diese Z�ge kamen aus dem nirgend wo und gingen bis zur n�chsten gesprengten Br�cke , wo auf der anderen Seite irgend wann ein Zug kommen konnte oder auch nicht. Der konnte aus Personenwagen bestehen konnte aber auch aus G�terwagon sein. Ich bin mit meiner Mutter und meinem kleinem Bruder im Mai 45 ein St�ck durch Sachsen, ( was f�r damalige Zeiten fast eine �normale Gegent war� gefahren )
  In Schlesien was zum Teil unter polnischer Verwaltung zum Teil sovjetische Milit�rverwaltung hatte war es gl�cksache was fuhr und was nicht Deutsche als Passagiere waren immer nicht willkommen und von der Laune des zust�ndigen Kommandanten abh�ngig. Fahrpl�ne und Bericht gab es nicht. herzlicht Hans J�hner Hannover

Wolfhard Wei� schrieb:

Lieber Herr Weiß,
der einzige Weg, um über diese Rückwanderungs- aktionen etwas zu erfahren, scheint mir nur der Kontakt zu ehem. Bewohnern des Kreises Groß Wartenberg zu sein. Sie bekommen ihn über das -
Groß Wartenberger Heimatblatt -,erscheint 6x jährlich im Helmut Preussler Verlag Nürnberg (Internetsuche). Oder auch über die Heimatkreisvereinigung Groß Wartenberg, Wilfried von Korn, Beekeweg 20, 30966 Hemmingen.

Beste Grüße
www.agoff.de

Wolfhard Weiß schrieb:

Hallo Herr Lindner,
das Groß Wartenberger Heimatblatt bezieht meine Familie seit 1955.
Die Nachbarn und Bekannte traten alle die "Rückreise" früher an. Da meine
Oma und meine Mutter durch Krankheiten verhindert (Krankenhausaufenthalt)
waren konnte sie nicht mit ihnen gemeinsam den Rückweg antreten. Sie waren
auf dem ganzen Weg alleine oder mit unbekannten Menschen unterwegs
(Saaz--Goschützhammer ca. 300Km). Auch auf Schlesiertreffen versuchte meine
Mutter mehr zu erfahren aber bisher hatten wir wenig Erfolg. Deshalb meine
Anfrage an die Liste.
Vielleicht hilft der "Kommissar Zufall" uns weiter.
Mit freundlichen Grüßen
einen Guten Rutsch sowie eine Erfolgreiche Zukunft
Wolfhard