TL;DR
Ein neues Werkzeug, ein detaillierter Strontium-Isotopen-Map von Subsahara-Afrika, hilft, die Herkunft von Nachkommen versklavter Afrikaner zu rekonstruieren, indem es Umweltproben, maschinelles Lernen und genomische Daten kombiniert.
Key Takeaways
- Die Ahnenforschung bei Nachfahren versklavter Afrikaner ist aufgrund begrenzter Aufzeichnungen und allgemeiner DNA-Tests, die nur breite geografische Regionen aufzeigen, sehr schwierig.
- Strontiumisotope, die über die Nahrung aufgenommen und in Zähnen und Knochen abgelagert werden, können den Ursprungsort einer Person mithilfe von Vergleichsdaten aus der Umgebung ermitteln.
- Ein von Anthropologin Vicky Oelze und ihrem Team erstellter Strontium-Isotopen-Atlas deckt Daten aus nahezu 800 Proben in 24 Ländern ab und nutzt maschinelles Lernen für Vorhersagen.
- Der Atlas wurde bereits erfolgreich angewandt, um die Ursprünge versklavter Personen in Charleston, USA, und Brasilien genauer zu bestimmen.
- Die Integration von Strontiumdaten mit weiteren Elementen und Quellen wie historischen Dokumenten und oralen Überlieferungen verspricht eine umfassendere Einsicht in die Geschichte versklavter Afrikaner.
Sources: