Referenznummern

Vielen Dank für die schnelle Antwort jetzt schon mal an Herrn Wagner und Herrn Eggert! Vielleicht kommen noch andere Systeme hier zur Sprache?

Jürgen Wagner schreibt:

Zugegeben: Damit läßt sich nicht die Abstammung vom Urvater ablesern.
Aber wer braucht das schon in der Praxis?

Das habe ich sehr wohl in der Praxis und bei meiner fast täglichen Arbeit vor Allem im Zusammenhang mit neuen Familienmitgliedern gebraucht! Bei Familientreffen oder auch "nur" für den Verwandtschaftsvergleich von zwei oder mehreren neu gefundenen Personen hat mir "mein" System sehr geholfen.

Im Extremfall wird nämlich ein Zusammenhang auch über mehrere Jahrhunderte und über oft mehr als ein Dutzend Generationen aufgedeckt!
z.B.
Johann Bernhard Eissler T 045 328 196 6b2 154 224
Friederike Eisler T 045 328 191 441 b12 3g
Kim Eissler T 045 328 19g 333 111 211 1

Diese drei heute lebenden Personen empfanden sich bei einem mehr zufälligen Treffen, wenn überhaupt, nur ganz vage als Verwandte - zumal sich in einem Zweig sogar die Schreibweise des Namens dauerhaft geändert hatte!
Der Vergleich ihrer persönlichen Kennzahlen ergibt jedoch: der gemeinsame Vorfahr lebte 9 Generationen vor ihnen und hat die Nummer: T 045 328 19

Dieser kann nun durch Zurückblättern in der Gesamtdarstellung (das heißt, in meinem Eissler-Buch oder im BK-Datenbestand) leicht gefunden werden.

Dies hat schon oft für manches "Aha-Erlebnis" gesorgt und sich als wirksames Mittel für die (Zurück-)gewinnung eines gewissen Zusammengehörigkeitsgefühls erwiesen.
Nicht zuletzt das war für mich immer ein wesentliches Motiv für meine Familienforschung.

Mit freundlichem Gruss
Hanno (Gurski)

Hallo zusammen,
auch in meiner Familie gibt es seit langem ein Nummernsystem, mit dem die Nachfahren unseres gemeinsamen "Urvaters" erfasst werden:

Stammvater der Familie war Georg Friedrich Lucius (1787-1863). Er hatte 7 Kinder, von denen 4 wieder eigene Nachkommen hatten. Deren Familien werden als "Stämme" 1 bis 4 bezeichnet.
Von dort aus wurden dann die Kinder jweils mit arabischen oder römischen Zahlen, oder mit Buchstaben bezeichnet.
Jeder Nachfahre hat also eine Kennziffer, aus der ersichtlich ist, zu welchem Stamm er gehört, wie die Abstammung ist, und aus welcher Nachfahren-Generation er ist.
Beispiele:4 G II 3.2.2
2 C X 4.1.1.b (7. Generation, Stamm 2, 3. Kind, 10. Kind, 4. Kind, 1. Kind, 1. Kind, 2. Kind)

Vorteile:
* leichte Zuordnung zur Generationenfolge erkennbar
* Nachfahren können leicht ablesen, ob sie nah oder fern verwandt sind.
* Sortierung nach Kennziffer erzeugt automatisch die "natürliche" Abfolge beim Erstellen einer Nachfahrenliste

Nachteile:
* männl./weibl. ist nicht erkennbar
* Ehepartner ehalten die gleiche Kennziffer wie der Nachfahre
* für jede neue Generation muss neu festgelegt werden, ob man mit einer Zahl oder einem Buchstaben fortsetzen möchte

Dieses System hat die Familie vor mehr als hundert Jahren etabliert und es wird seither lebhaft genutzt.
Derzeit verwalte ich auf diese Weise ca. 1950 direkte Nachfahren, darunter ca. 1300 lebende.

Vielleicht hilft es ja jemandem.

Nette Grüße,
Bert (Maier)