Hallo, liebe Listenteilnehmer,
in einem KB-Eintrag von Frankenstein fand ich Folgendes:
Die Witwe des Lucas DITTMANN, gew. Schmiedemeister, Johanna, heiratet 1769 Adam Englich,
Rector bei der Pfarrkirche in Patschkau. Er: 66 Jahre alt, Sie:40 Jahre
Es handelt sich um eine direkte Vorfahrin von mir. Ihr 20-jähriger Sohn Joseph hatte ein Jahr zuvor
geheiratet; Erbe der Schmiede.
Ich frage mich, was ein Rector bei einer Kirche war. Doch wohl kein Pfarrer, wahrscheinlich so etwas
wie ein Verwaltungsdirektor. Er war mit 66 Jahren sicherlich im Ruhestand.
Überhaupt eine merkwürdige Heirat!
in einem KB-Eintrag von Frankenstein fand ich Folgendes:
Die Witwe des Lucas DITTMANN, gew. Schmiedemeister, Johanna, heiratet 1769 Adam Englich,
Rector bei der Pfarrkirche in Patschkau. Er: 66 Jahre alt, Sie:40 Jahre
Ich frage mich, was ein Rector bei einer Kirche war. Doch wohl kein Pfarrer, wahrscheinlich so etwas
wie ein Verwaltungsdirektor. Er war mit 66 Jahren sicherlich im Ruhestand.
Er war der Rektor der Schule, die zur kath. Pfarrkirche Patschkau gehörte. Aber NICHT im Ruhestand! Damals arbeitete man bis zum bitteren Ende.
Überhaupt eine merkwürdige Heirat!
Was findest Du daran merkwürdig? Ich bin gespannt.
Liebe Monika,
danke f�r die Antwort. Ich denke auch, dass der Betr. Rektor einer
kath. Schule war. Kath. waren sie alle: Dittman, Blaschke, Thamm.
Sch�nes Wochenende!
Anita
-------- Original-Nachricht --------
Hallo Claus,
danke f�r die Antwort. Mir scheint, dass die Johanna Dittmann (ihr Geburtsname war nicht verzeichnet) vielleicht emanzipiert war. Es k�nnte sein, dass sie sich mit 40 Jahren nicht mit der Stellung einer Schwieger-
mutter und Gro�mutter abfinden wollte. Den Dittmanns hatte sie ja einen
Erben geboren. Dieser Joseph wurde der Vater von Joseph und Bernhard, beide Schmiede. Die Tochter von Bernhard wurde meine Vorfahrin (verh. mit
Schmidt). Aber das ist Dir ja bekannt, lieber Christoph.
Sch�nes Wochenende w�nscht
Anita aus Espelkamp
Hallo zusammen,
noch etwas ist nicht zu vergessen, der Lehrer war zur damaligen Zeit eher
ein Hungerleider und nicht so angesehen wie heute. Die Bezahlung erfolgte
durch Landüberlassung bzw. durch Naturalien der Bauern, also Lebensmittel
und Heizmaterial, eher nicht mit Geld. Insofern war die Schmiedwitwe eher
eine gute Partie für den Rektor als umgekehrt.
Richard Kurzawa