Re: Sütterlinschrift (Harald Zuske)

An alle Listenteilnehmer!

Harald Zuske hat insofern recht, dass die Sütterlin-Schrift nicht identisch ist mit der sog. "Deutschen Schrift", die aber so auch nicht hieß, sondern seit dem ausgehenden 17. Jh. als "Kurrentschrift" bezeichnet wurde und diesen Namen bis zur Schriftreform nach dem 1. Weltkrieg behielt. Die Sütterlin-Schrift wurde als Steilschrift (Kurrent wurde schräg geschrieben) auf Anregung von Schulärzten eingeführt (in Bayern erst 1930), weil die schräge Kurrentschrift durch schiefes Sitzen der Schüler beim Schreiben zu Rückgratverkrümmungen führe. Hinzu kam, dass die Ende des 19. Jh. aus England in Mode gekommene Breitfeder für die Schrägschrift ungeeignet war.

Bei der Gelegenheit möchte ich mich noch kurz vorstellen: Als fast 71-jähriger Rentner am Rande des Westerwalds mit Vorfahren nicht nur aus dem Rheinland (Aachen) und dem Bergischen Land (W'tal-Elberfeld), sondern väterlicherseits aus Niederschlesien (Kreise Brieg und Oels, mit den Orten Brieg, Wilhelminenort, Fürsten-Ellguth und Neusorge - mein Urgroßvater kam um 1870 von dort und blieb in Mittelhessen hängen) interessiert mich natürlich, wo Kirchen- und Standesamtsregister aus jener Gegend "abgeblieben" sind - vielleicht weiß ja jemand etwas mehr?

Dieter Kniese