Re: Gutsherrschaften in der Parochie Neumittelwalde/Polonisierungen nach dem I. Weltkrieg

Lieber Peter,

vielen Dank f�r Deine Antworten.
-----Urspr�ngliche Nachricht-----

Lieber Thomas, liebe Listenmitglieder,

leider kann ich keine Jahreszahl finden, ab wann es ein eigenes Standesamt
Honig gegeben hat. Die mich interessierenden Orte hatten schon vor 1919 zum
Standesamt Suschen geh�rt, das war weiterhin so. Es kommen f�r Kruppa nur
die Orte Suschen oder Honig in Betracht ; dass Kruppa zum Standesamt
Ludwikow geh�rte, halte ich f�r unwahrscheinlich. Vielleicht k�nnte mal
jemand nachsehen, der ein Buch �ber die in Polen vorhandenen
Standesamtsunterlagen hat, ob Honig dort genannt wird und in welchem Jahr
die Register einsetzen.
Honig wird als "neuer Mittelpunkt" in der nach dem ersten Weltkrieg
abgetrennten Region des ehemaligen Kreises Gro� Wartenberg bezeichnet. Da
diese Kreiseinteilung im Dritten Reich nicht ver�ndert wurde, kamen Kruppa,
Honig und Suschen nicht wieder zu Schlesien zur�ck, sondern geh�rten zum
Warthegau. Vielleicht hat auch jemand Unterlagen aus dieser Zeit und kann
sagen, ob Honig in dieser Zeit einen Standesamtsbezirk bildete ?

Viele Gr��e von Peter Ebenfeld

Liebe Listenmitglieder,

die oben genannten D�rfer im Kreis Adelnau in Posen wurden, wie auch bereits
von Thomas Oszinda beschrieben, teils am Ende des Drei�igj�hrigen Krieges,
teils um 1770 von schlesischen, polnischsprachigen Lutheranern besiedelt.
Falls jemand zuf�llig liest, dass aus seinem Forschungsgebiet Protestanten
in eines dieser D�rfer oder allgemein in den Kreis Adelnau auswanderten, so
w�rde ich mich riesig freuen, wenn dies �ber die Liste mitgeteilt werden
k�nnte.
Vielleicht findet sich in Ortschroniken etwas �ber entsprechende
Auswanderungen. Die Menschen in diesen D�rfern wurden trotz ihrer polnischen
Muttersprache von den katholischen Bewohnern der Region als Schlesier oder
als Deutsche bezeichnet. Sie haben sich auch selbst, ebenso wie die
polnischsprachigen Bewohner des Kreises Gro� Wartenberg, immer als Deutsche
betrachtet. Die Siedler um 1770 wurden von den F�rsten Radziwill, denen die
Herrschaft Pschygodschitz oder Przygodzice (deutsch sp�ter: Hirschteich)
geh�rte, ins Land geholt. Auch die F�rsten von Thurn und Taxis hatten dort
Besitz. Vielleicht liest ja jemand zuf�llig diese Namen im Zusammenhang mit
Auswanderungen. �ber eine Weiterleitung dieser Mail an die
Oberschlesienliste w�rde ich mich freuen, denn nach meiner Ansicht kommen
als Herkunftsorte au�er den Kreisen Gro� Wartenberg, Namslau und Militsch
vor allem die Kreise Kreuzburg, Rosenberg, Oppeln und Falkenberg, aber auch
andere oberschlesische Gebiete in Betracht.

Vielen Dank und viele Gr��e von Peter Ebenfeld

Lieber Thomas,

in einem Telefonat mit einem Bekannten habe ich gerade immerhin noch
erfahren, dass es zumindest f�r die Zeit 1939-1945, in der Kruppa und Honig
zum Kreis Ostrowo und zum Warthegau geh�rten, deutschsprachige
Standesamtsunterlagen des Standesamtes Honig gibt. Dies noch als Erg�nzung
zu meiner vorigen Nachricht.

Viele Gr��e von Peter Ebenfeld