Re: GEDCOM Datenparameter ABT BEV AFT (Jesper Zedlitz)

Liebe Listenteilnehmer,
insbes. Jesper, Metti und Gerd,

vielen Dank f�r die schnelle Hilfe,
Jespers Tipp war schon DIE L�sung f�r mich!

Mit diesen Parameter lassen sich die Ereignisse
wohl ersch�pfend beschreiben.

Ein paar Fragen, die sich direkt daran anschlie�en:

a)
Ist in dem GEDCOM-Standard auch festgelegt,
dass z.B. mehr oder weniger Leerzeichen zwischen den
einzelnen W�rtern stehen d�rfen.

also ist z.B.:

ABT 1760

per GEDCOM-Definiation das gleiche wie:

ABT 1760 (mit 2 Leerzeichen)

oder darf ein Programm im Import letzteres verschm�hen,
und daraus etwa "ABT 0176" lesen?

b)
Gibt es irgendwo niedergeschriebene Erfahrungen,
in wie weit sich welche Genealogie-Programme beim
GEDCOM Import oder EXPORT an die Standards
(siehe z.B. Frage a), oder "Vollst�ndigkeit des Vokabulars")
halten, oder m�sste man das im einzelnen ausprobieren?

c)
ich m�chte ggf. eine GEDCOM-Datei per selbstgeschriebenem
Programm auf vielf�ltige Weise modifizieren.
Habe zwar viel Programmiererfahrung aber nur aus der DOS-ZEIT,
dort habe ich vergleichbares (aber nichts aus der Genealogie)
mit FORTRAN 77 oder dbase oder Clipper programmiert.
Womit w�rde man das jetzt zweckm��igerweise machen?

Mit ACCESS, alles in eine Datenbank einlesen und von dort aus
eine neue beschreiben - oder ?

sch�ne Pfingsten,

Eugen

............................................
PD Dr.-Ing. Eugen PERAU
D-45131 Essen, ██████████
██████████
Fax: +49 - (0)69 - 79 12 36 554
email: eugen@perau.org

............................................

Gibt es irgendwo niedergeschriebene Erfahrungen,
in wie weit sich welche Genealogie-Programme beim
GEDCOM Import oder EXPORT an die Standards
(siehe z.B. Frage a), oder "Vollständigkeit des Vokabulars")
halten, oder müsste man das im einzelnen ausprobieren?

Ich glaube nicht, daß eine solche Liste existiert. Da in den meisten Fällen nur der Programmierer sagen kann, wie umfangreich/vollständig seine Implementation ist, ist es schwer als Außenstehender genaue Angeaben dazu zu machen.
Bei komerziellen Programmen kommt hinzu, daß Kein Hersteller gern verbreitet, wo Schwächen in seinem Programm stecken.

In meinem Programm wird nach dem Import eine Datei geschrieben, in der zu erkennen ist, welche Zeilen nicht in das Programm übernommen werden. Das ist im laufe der Zeit immer weniger geworden, es wird aber immer ein Rest bleiben, da ich Dinge wie hebräische Datumsangaben und Templecodes nicht unterstütze.

Ich finde, man sollte damit offen umgehen, dann kann der Nutzer genau erkennen, auf was er sich einläßt.

ich möchte ggf. eine GEDCOM-Datei per selbstgeschriebenem
Programm auf vielfältige Weise modifizieren.

Sei gewarnt, das ist der Anfang einer Sucht :wink:

MfG, Metti.

Moin Eugen Perau,

zur Mail vom Sun, 30 May 2004 13:38:01 +0200:

Ist in dem GEDCOM-Standard auch festgelegt,
dass z.B. mehr oder weniger Leerzeichen zwischen den
einzelnen W�rtern stehen d�rfen.

Im Standard wohl nicht, aber die Genealogie-Programme legen vermutlich Wert
auf festgelegte Zwischenr�ume.

Womit w�rde man das jetzt zweckm��igerweise machen?

Was spricht dagegen, es immer noch mit dBase zu machen, enn Du damit Erfahrung
hast? Ich nutze es auch zur Weiterbearbeitung vom Genealogieprogramm
ausgegebener Listen...

Gru�
Gerd

Hallo Eugen,

> Gibt es irgendwo niedergeschriebene Erfahrungen,
> in wie weit sich welche Genealogie-Programme beim
> GEDCOM Import oder EXPORT an die Standards
> (siehe z.B. Frage a), oder "Vollst�ndigkeit des Vokabulars")
> halten, oder m�sste man das im einzelnen ausprobieren?

Ich glaube nicht, da� eine solche Liste existiert. Da in den
meisten F�llen nur der Programmierer sagen kann, wie
umfangreich/vollst�ndig seine Implementation ist, ist es schwer
als Au�enstehender genaue Angeaben dazu zu machen.
Bei komerziellen Programmen kommt hinzu, da� Kein Hersteller
gern verbreitet, wo Schw�chen in seinem Programm stecken.

obwohl ich Familienforschung nur als Hobby betreibe und kein "Genealoge"
bin, waren meine Erfahrungen mit Reunion, Generations und Ahnengalerie
2.0/3.0 ziemlich ernuechternd. Von reinen Verkartungsprogrammen halte ich,
wie von Verkartungen selber, ueberhaupt nichts, weil zu viele Informationen
in ein unpassendes Schema gepresst werden und waehrend der Arbeit erworbenes
Wissen sogar verloren geht. Auch einige andere Programme hielten nicht das,
was mir vom Anbieter versprochen wurde (z. B. die Unterstuetzung polnischer
Zeichen).
Deshalb - auch weil es kostenlos ist - und weil mir von diesem Programm
gro�e Freiheiten geboten werden, bin ich auf PAF umgestiegen. Zu extensive
Nutzung dieser Freiheit geht natuerlich wieder auf Kosten der
GEDCOM-Konformitaet. Die Uebertragung aller Elemente einer Dateien in andere
Programme ist damit nicht mehr so einfach und erfordert Nacharbeit. PAF mag
einige Dinge auch nicht. Diese dann per Resourcehacker hineinzupressen
erzeugt nur noch mehr Schwierigkeiten. Die Eingabe eines Sterbedatums nach
dem Muster BET ... AND = zwischen ... und wird in der deutschsprachigen
Version moniert aber dann angenommen. Konform waeren wohl "weitere" Angaben
zum jeweiligen Ereignis (-> Optionen -> Neues Ereignis/Merkmal). Damit
lassen sich auch widerspruechliche Angaben eingeben (besonders schoen ist
dabei, die jeweilige Quelle einzeln verknuepfen zu koennen). Was mir bei PAF
fehlt, ist die standardmaessige Verwaltung von Paten und Zeugen. Wenn es
moeglich waere, in die selber definierbaren Vorlagen (ich benutze
"Geburts-/Taufurkunde", "Heiratsurkunde" und "Sterbeurkunde") auch Felder
fuer den Aufruf von Personen (->-masken) einzubinden waere auch das Problem
geloest. Meine selber gebastelten Loesungen mit Taufpaten, Trauzeugen usw.
sind zwar nur ein Behelf, wirden aber korrekt uebertragen. Den direkten
Sprung von und zu Paten/Zeugen muss ich aber muehsam "von Hand" in HTML
"bauen". GEDTOOL habe ich noch nicht benutzen muessen.

Gruss,

Reiner (Kerp)

Von reinen Verkartungsprogrammen halte ich,
wie von Verkartungen selber, ueberhaupt nichts, weil zu viele Informationen
in ein unpassendes Schema gepresst werden und waehrend der Arbeit erworbenes
Wissen sogar verloren geht

Hier bin ich jetz aber noch nicht schlauer, was genau Du suchst.

Jedes Genealogieprogramm bietet die Möglichkeiten Daten in vorgegebene Masken einzugeben. Wie die Navigation zwischen den Datensätzen funktioniert ist IMHO das ausschlaggebende. Auch welche weiteren Möglichkeiten der Datenasugabe, Statistik und Druck möglich sind unterscheiden die Programme. Was der einzelne haben möchte, zu bezahlen breit ist oder für nötig hält ist unterschiedlich.

Auch einige andere Programme hielten nicht das,
was mir vom Anbieter versprochen wurde (z. B. die Unterstuetzung polnischer
Zeichen).

Das ist doch mal etwas konkretes.
Gedcom unterstützt Unicode. Damit ist es generell möglich, landesspezifische Zeichen zu nutzen. In Familienbande habe ich das mit der neuen Version von REALBasic jetzt auch eingebaut, habe es aber selber noch nicht benötigt.

Zu extensive Nutzung dieser Freiheit geht natuerlich wieder auf Kosten der GEDCOM-Konformitaet.

Nur, wenn Du neue Tags einbaust.

Was mir bei PAF fehlt, ist die standardmaessige Verwaltung von Paten und Zeugen.

Bietet mein Programm auch noch(?) nicht. War halt bisher noch kein Bedarf/Nachfrage. Einbauen läßt sich das sicherlich. Die Frage ist nur immer, wie macht man es so, dass der Nutzer nicht im bisherigen Nutzungsverhalten gestört wird und die neuen Funktionen auch funktionell sind. Meistens wollen die Nutzer etwas haben, sagen aber nicht wie und wenn es dann drin ist, ist es falsch gelöst :frowning:

Ich baue also nur Sachen ein, die ich benötige oder wo man mir genau sagt, was man möchte und wie man sich den Arbeitsablauf vorstellt. (das ist maeist recht schnell erklärt, wenn ich weiß wo es hingehen soll)

Wenn es moeglich waere, in die selber definierbaren Vorlagen (ich benutze
"Geburts-/Taufurkunde", "Heiratsurkunde" und "Sterbeurkunde") auch Felder
fuer den Aufruf von Personen (->-masken) einzubinden waere auch das Problem geloest.

Das ist ein großes Problem. Man müßte somit ein separates Programm zu erzeugen der gewünschten Oberfläche programmieren. Einfach zu lösen wäre höchstens der Aufruf der neuen Funktionen über ein Popupmenü oder freie Tastenkürzel. Wenn Buttons in die Oberfläche hinzukommen sollen ist das sehr aufwändig.

Leute mit Ideen sind mir als Programmtester immer gern willkommen :slight_smile:

MfG, Metti.