RE: Fotos von Kirchenbüchern

Hallo Melanie,

Wir haben viele digitale Fotos von Kirchenbüchern
gemacht. Leider ist die Qualität nicht so, wie
ich es mir erhofft hatte.

Die Bilder sind aus meiner Sicht unterschiedlich. Ein Teil ist kaum bis gar nicht (IMGA0050) lesbar, andere recht gut (IMGA1120/1329). Ich habe selbst mit einer Digital Kamera schon einige Dokumente fotografiert, auch von Lesegeraeten, mit dem Ergebnis bin ich nach einigen Versuchen zufrieden (Beispiele, auch in geringerer Aufloesung (640x480) kann ich an Interessierte verschicken). Auch bei geringerer Aufloesung lassen sich bei guter Vorlage gute Ergebnisse erzielen. Ist die Vorlage jedoch schlecht, braucht man unbedingt mehr. Bei guter Beleuchtung kriegt man ein A4 Blatt, auch aus der Hand fotografiert, gut auf 1600x1200 drauf (2,1 MegaPixel), das Ergebnis kann man dann auch sehr gut "lesbar" auf A4 wieder ausdrucken. Wer nur am PC lesen will, ist mit ca. 1000x800 Pixeln auch noch gut bedient, bei schwierigen Bildteilen ist da aber keine Reserve. Bei Foto's vom Lesegeraet sollte man im Hinterkopf haben, dass a) die Beleuchtung unguenstig ist und b) die Lese Lampe von hinten durch das Bild scheint und damit einiges auf dem Bild ueberstahlt.

Ich wuerde Euch vorschlagen, bei zukuenftigen Bildern folgendes zu beachten:

# (Noch) naeher an den Bildschirm beim Fotografieren ran. Bei dem Bild (IMGA0050.jpg) von ca. 1600x1200 Pixeln ist nur ein Bildbereich von ca. 1000x850 Pixeln mit dem eigentlichen Bild belegt, d.h. jede Menge verschenkter Platz und damit verschenkte Moeglichkeit zur Information. Bei den "hoeheren" Bildnummern habt Ihr das ja auch getan, aber ich wuerde noch naeher ran gehen.

# Unbedingt ein kleines Stativ o.ae. benutzen.

# Immer gleiche Bildteile (Kopf/Fuss oder Formularteile) nicht mit fotografieren, nur am Anfang eines Filmes mit fotografieren.

# Von interessanten Seiten, Bildausschnitte in Vergroesserung ablichten

# alternativ die Seiten in Abschnitten mit kleinen Ueberlappungen fotografieren. Ich habe z.B. die meisten meiner Bilder in 1600x1200, 2 Bilder pro Seite. Das Ergebnis entspricht dann in etwa der Qualitaet am Lesegeraet.

# Wenn es die Kamera unterstuetzt und das notwendige Equipment vorhanden sein sollte, direkt auf ein Notebook capture'n. Da kann man dann die erreichte Qualitaet gleich beurteilen, ob lesbar oder nicht. Auch ist man in der Anzahl der Bilder nicht sooo beschraenkt, da kann man leichter experimentieren.

# Ruhig mal mit den Belichtungs Parametern experimentieren und deren Auswirkung auf das Ergebnis beurteilen (siehe vorherigen Punkt mit Notebook, das ist fuer so etwas natuerlich ideal)
# Zeit investieren um die richtigen Bedingungen rauszufinden. Am Ende zahlt sich das auf jeden Fall aus.

Das war's aus meiner Sicht.

Viele Gruesse

Holger