RE: Dünnebier

Hallo Jana,
ich habe DINNEBIER im b�hmischen Elbsandsteingebirge, die dort sehr lange ans�ssig waren. Haben Sie Anhaltspunkte daf�r, dass Ihre >D�NNEBIER aus B�hmen eingawandert sein k�nnten? War die Gegend um >Freystadt vorwiegend evangelisch?

Gr��e aus Hilden,
G�nther B�hm

Hallo G�nther,

ich habe zu D�nnebier nur sehr sp�rliche Angaben, ich habe einen Ernst D�nnebier in der Ahnenliste, der Meta Schade geheiratet hat. Die beiden hatten wohl etliche Kinder: u. a. Kurt, Christa und 9 Kinder sollen verstorben sein (bei der Geburt, oder in sehr jungem Alter). Nach Aussage meiner Verwandten sollen aber alle Schades in Beuthen a. d. Oder (Kreis Freystadt) gelebt haben. Wo dieser Ernst D�nnebier herkommt, wei� ich leider nicht. Beuthen hatte eine evangelische sowie katholische Kirche, auch eine j�dische Gemeinde soll es gegeben haben. Meine Schades waren alle evangelisch.

Viele Gr��e Jana

Jana Bartzschke schrieb:

ich habe einen Ernst D�nnebier in der Ahnenliste, der Meta Schade geheiratet hat. Die beiden hatten wohl etliche Kinder: u. a. Kurt, Christa und 9 Kinder sollen verstorben sein (bei der Geburt, oder in sehr jungem Alter).

Hallo Jana,
Kurt und Christa h�rt sich nach 19. oder 20. Jh. an, Ernst kommt auch fr�her vor; jedenfalls klingen alle evangelisch. Das w�rde doch passen. Man m�sste herausfinden, ob die Freyst�dter Gegend bzw. die Stadt selbst Schutz f�r evangelische Exulanten boten. Bei meinen Vorfahren f�hrte die Glaubensflucht meist nur �ber die s�chsische Grenze, und, nachdem der dortige Kurf�rst August der Starke zum Katholizismus gewechselt war, um die polnische K�nigskrone erlangen zu k�nnen, zu gro�en Teilen wieder zur�ckgekehrt. Doch wei� ich auch von Fluchtbewegungen, die nach den b�hmischen Bauernaufst�nden von 1680 �ber die Grafschaft Glatz in die angrenzenden schlesischen Kreise mit verh�ltnism��iger Religionstoleranz f�hrten (z.B. nach Schweidnitz mit seiner Friedenskirche). Trotzdem bleibt das Problem, dass wir offenbar zwei Jahrhunderte auseinander sind.

Gr��e aus Hilden,
G�nther B�hm

Hallo G�nther B�hm,
im Gemeinde- und Heimatbuch der evangelischen Schlesier von Ulrich
Bunzel, 1950, fand ich (leider nicht sehr viel) zu Freystadt:

S. 41/42
1618-1648 ...Mit Gewalt vernichtete man durch Zwangseinquartierung
der Liechtensteiner Dragoner den evangelischen Glauben, wo man nur
konnte.
...Nach Vernichtung des Protestantismus in Glogau zogen sie nach
Freystadt, Gr�nberg, Sprottau, Schweidnitz, Jauer, L�wenberg, Sagan...

S. 47
...Da sind die sechs Gnadenkirchen von Teschen, Hirschberg,
Landeshut, Militsch, Freystadt, Sagan aus der Zeit des Siegeszuges
Karls XII. durch Schlesien, Juwele von Gottelh�usern an den
verschiedensten Ecken unserer Heimat...

Mehr habe ich zu Freystadt in den Buch leider nicht gefunden. Gab es
denn eine Grenz- und Zufluchtskirche dort, vielleicht w�rde das etwas
aussagen.
Es gibt ein Bildchen dieser Gnadenkirche (Zeichnung).

Viele Gr��e
Monika (Nicolaus)
monika@w-nicolaus.de