ich las Ihre Mail �ber Ihre letzten Kriegstage in Breslau, Klettendorf in der
Schlesieliste. Ihre Mail ber�hrte mich sehr, da mein Urgro�vater Gustav Filpe
(geb. 13.02.1896) seit Gefechten in eben demselben Stadtteil Breslaus vermi�t
wird. Meine damals gefl�chtete Urgro�mutter versuchte Auskunft �ber seinen
Verbleib zu erhalten, aber in den 1950er Jahren, lie� sich anscheinend nichts
n�heres ermitteln. Im Rahmen meiner Ahnenforschung schrieb ich die Deutsche
Kriegsgr�berf�rsorge an und erhielt die Auskunft (die bisher noch nicht
bekannt war), da� Gustav seit dem 12.02.1945 in Breslau,Klettendorf vermi�t
wird. N�heres war nicht bekannt. Die Deutsche Kriegsgr�berf�rsorge leitete
weitere Forschungsauftr�ge nach meinem Uropa an das DRK und das Archiv des
Verbleibs der Angeh�rigen der Wehrmacht. Seitdem warte ich nun, ob jemand
etwas �ber Gustavs Schicksal wei�.
Darf ich Sie fragen, wie alt sie damals waren? In diesen furchtbaren
Gefechten, mu� wohl furchtbares Chaos und Elend geherrscht haben, da wu�te
man wohl nichts �ber seine Mitstreiter und war wohl kaum in der Lage, sich
selbst vor den Angriffen zu sch�tzen... War die Stadt zu diesem Zeitpunkt
noch "eine Festung" oder war die russische Armee schon vorgedrungen?
Vielleicht m�chten Sie mir noch etwas �ber diese letzten Tage erz�hlen,was
ich dann meiner Familienchronik zuf�hren w�rde.
309. Sch�tzendivision mit drei Regimentern unter Oberst Lew.
In meinem Heimatort Lohe mit seinen rund 500 Einwohnern gab es ausreichend
Pferdefuhrwerke, so da� die Flucht nach Ullersdorf Kr. Glatz einigerma�en
geordnet verlief. Nur fehlten in den Glatzerbergen den Wagen die Bremsen,
denn
wir kamen aus dem Flachland. Die gute und rechtzeitige Organisation war
auch ein
Verdienst unseres B�rgermeisters Erich Halupka.
Sehr geehrter Herr Kluge,
Eine tolle Information, das mit der Organisation durch den B�rgermeistern
und dem Transport ins Gebirge f�r die Heutigen zum Verst�ndnis.
Danke!
Trotz der Gefahr, jetzt vom Listowner eine Anfuhr f�rs Krakehlen zu
bekommen, noch drei Fragen.
1.Woher stammt die Info, dass der Ring um Breslau schon am 14.02.45
geschlossen war? Dann w�re eine Flucht nach diesem Tag unweigerlich mit
Deportation der Verwandten oder Tod geendet und eine weitere Suche nach den
Ahnen kaum noch von Erfolg.Nach dem Heeresbericht des AOK 17 soll es erst
der 15.02. gewesen sein.
2. da ich fast alle beteiligten Verb�nde beim Kampf um Schlesien f�r einen
Heimatkalender und Interessierte �ber die genauen Ereignisse
zusammengetragen habe, fehlt mir eine 309. Sch�tzendivision. Kann es nicht
die 329. Infantriedivision gewesen sein? �ber eine andere berichtet
Marschall Konew nicht, und diese war allerdings beim Kessel Glogau
eingesetzt.
3. Der Name des Kommandeurs, Oberst Lew, fehlt auch bei Ihm. Das ist f�r
unsere Ahnen nicht so wichtig.
Zum Kessel Breslau hatte ich aufgrund der Anfrage des Herrn Wenzel und Ihre
Info an Herrn Filpi einen etwas l�ngeren Bericht (am 9.7. unter
Regnum),leider �ber die Liste, abgesetzt, weil ich weiss, wieviel Breslauer
noch heute glauben, dass so viele Angeh�rige beim Bombenangriff der
amerikanischen und englischen Bomber vom Typ Boeing B 17 " Flying Fortress
II" und Liberator B 24 auf Dresden im Hauptbahnhof umgekommen sind.
Das w�re falsch, f�r alle, die bis zum 14. noch in der Festung waren.
Bitte dann noch eventuelle Fragen an mich privat an Regnum@freenet.de.
Tsch�ss! Peter Frey