Ostpreu�en zapfen das Biermuseum an
Das Landesmuseum sucht einen neuen Leiter und baut neue Perspektiven auf
oc L�neburg. Ob es daran liegt, dass Salz durstig macht? Jedenfall kann L�neburg auf eine stolze Zeit als Stadt des Bieres zur�ckblicken. Mehr als 80 Brauereien gab es zur Zeit der Hanse, ber�hmt wurde weit �ber die Stadt hinaus die Kronen-Brauerei. Ihre Geschichte begann 1485, endete 2001 an der Heiligengeiststra�e. Geblieben ist das alte Sudhaus, in dem ein St�ck Industriegeschichte der Stadt erz�hlt wird. Rund 13 500 Besucher kommen jedes Jahr ins Brauereimuseum. Das L�neburger Industriedenkmal ger�t bei den vielen Baustellen der L�neburger Museen ein wenig in den Hintergrund.
Besitzer des Geb�udes und damit des Brauereimuseums ist seit 1. April 2006 der Verein Ostpreu�isches Jagd- und Landesmuseum. Die Ostpreu�en wollen den gesamten Geb�udekomplex in Richtung Heiligengeiststra�e f�r eine Erweiterung ihres Landesmuseums nutzen. Gerungen und gestritten wird seit langem mit Bund und Land um die Finanzierung, um Mehrheitsverh�ltnisse in der Ostpreu�ischen Kulturstiftung und um eine m�gliche deutschbaltische Abteilung. "Wir planen nach wie vor, wie es seit 1992 Fakt ist, eine deutschbaltische Abteilung hinzuzunehmen", sagt Hubertus Hilgendorff, Vorsitzender des Vereins Ostpreu�isches Jagd- und Landesmuseum. Es gibt Fortschritte zu melden: Die Deutschbalten sollen k�nftig einen Sitz in der Stiftung bekommen. Das k�nnte ein Zusammengehen mit dem Ostpreu�ischen Landesmuseum erleichtern.
Ausgeschrieben worden ist mittlerweile auch die Direktorenstelle des Ostpreu�ischen Landesmuseums. Hilgendorff geht davon aus, dass der seit Januar 2005 vakante Posten im kommenden Jahr besetzt wird. Davon wiederum h�ngt auch ab, wie es mit dem Brauereimuseum weitergeht. Dessen k�nftiger Platz im Kreis der L�neburger Museen ist unsicher.
Bei den Pl�nen der Ostpreu�en kann das Brauereimuseum in seiner heutigen Form eigentlich keine Rolle spielen. Denn die Grundlage des Ostpreu�ischen Landesmuseums liegt im Vertriebenengesetz, dessen � 96 Bund und L�nder verpflichtet, "das Kulturgut der Vertreibungsgebiete in dem Bewusstsein der Vertriebenen und Fl�chtlinge, des gesamten deutschen Volkes und des Auslandes zu erhalten, . . ." Da passt das Brauereimuseum mit seinem engen Bezug zu L�neburg nicht hinein.
"Das Brauereimuseum bleibt nat�rlich erhalten", sagt Hubertus Hilgendorff. "Wir werden aber unsere gesamte Dauerausstellung �berarbeiten und dabei auch das Brauereimuseum. Es wird m�glicherweise um die Geschichte des Bierbrauens in Ostpreu�en erg�nzt."
Im Gutachten von Prof. Dr. Detlef Hoffmann, der den Prozess der L�neburger Museumsentwicklung moderiert, hei�t es kurz und knapp: "Hier auch ostpreu�ische Bierbrauerei zu dokumentieren, wirkt zuf�llig. Es dominiert stattdessen der Bezug zu L�neburg."
� 2007 Landeszeitung f�r die L�neburger Heide, LZ online, Onlinezeitung f�r die Stadt und den Landkreis L�neburg vom 4.12.2007 // http://www.landeszeitung.de/start.phtml?fdat=result&idx=446238&tid=5&ir=feu