In einer eMail vom 09.10.2010 01:00:31 Westeuropäische Sommerzeit schreibt
Andreas.Schwarz@mnet-online.de:
Ich hab mal auf die schnelle
http://www.bigcountry.de/index.php?Seite=/auswanderer_buergerkrieg_offiziere
-p.htm
durchgeblättert und komme ohne intensiveres Lesen bereits auf 11 Personen,
die als
achtundvierziger benannt sind und Offiziere im amerikanischen Bürgerkrieg
waren.
D.h. sie mußten erst mal die 13 Jahre überleben und dort als Offizier
angenommen
werden oder sich bis zum Offizier hochdienen, um in diese Liste zu
gelangen.
Über die Zahl der Unteroffiziere/Mannschaften ist hier nichts erwähnt und
über die Zahl derjenigen, die diese Zeit gar nicht erst überlebt haben,
auch nichts.
Doch man kann sich unschwer selbst ausrechnen, daß das um einiges mehr als
nur "2 Hände"
gewesen sein dürften.
Hallo, Herr Schwarz,
Sie haben natürlich recht. Es sind definitiv mehr als zwei Hände, aber auch
100 Personen machen noch keine Tendenz, wenn wir es mit Zigtausend
Auswanderern zu tun haben. Jedenfalls fallen sie nicht so ins Gewicht, wie manche
Leute es gern hätten, die nach hehren Gründen suchen, warum ihre Vorfahren
wegzogen.
Natürlich gibt es Auswanderungen aus politischen Gründen, aber das dürfte
für das überwiegende Gros der Auswanderer nicht zutreffen. Die 48er mußten
u.a. deswegen weg, weil der überwiegende Teil der Bevölkerung nicht hinter
ihnen stand - warum auch immer, ob sie es nicht verstanden, ob sie perfekte
Untertanen waren, ob es ihnen absolut wurschd war oder ob sie einfach
zuviel mit dem Überleben zu tun hatten, um sich darum kümmern zu können. Der
Gründe mag es einige geben.
Die Standardfrage bei amerikanischen Nachkommen ist, warum ihre Vorfahren
gerade aus der schönen Gegend wegzogen, in die ich sie führe, wenn sie auf
den Spuren ihrer Vorfahren Deutschland besuchen. Sie würden dann natürlich
gern was von Unterdrückung usw. hören, das ist halt "hip", aber nicht
unbedingt etwas von Mißernten oder ähnlichen, aus heutiger Sicht profanen Gründen
hören.
Roland Geiger