Personen im Amtsblatt Breslau 45/1862

Amts-Blatt der k�niglichen Regierung Breslau Nr. 45 7.11.1862

Personal-Chronik der �ffentlichen Beh�rden

K�nigliche Regierung, Abtheilung des Innern

Allerh�chst verliehen: Den Magistrats-Mitgliedern der Stadt Brieg der Titel
Stadtrath"
Best�tigt: Die Wiederwahl des Stadtraths BECKER als besoldeter Stadtrath der
Stadt Breslau auf die gesetzliche Dienstzeit von 12 Jahren, vom 1. Januar
1863 an.

K�nigliche Regierung, Abtheilung f�r die Kirchen-Verwaltung und das
Schulwesen

Best�tigt: 1) Die Vokation f�r den bisherigen Hilfslehrer in Neurode, David
Stephan ERDELT, zum katholischen Schullehrer, Organisten und K�ster in
Rayersdorf, Kreis Habelschwerdt
2) Die Vokation f�r den bisherigen Hilfslehrer Ernst SCHNABEL zum vierten
Lehrer an der katholischen Stadtschule in W�nschelburg, Kreis Neurode.

Verm�chtnisse

Der evangelischen Kirchengemeinde zu Peterswaldau, Kreis Reichenbach, ist
zur Annahme des derselben von dem verstorbenen Kaufmann Friedrich August
WAGENKNECHT zum Bau einer Kirche bedingungsweise ausgesetzten Legats von
2600 Rthlr. die landesherrliche Genehmigung ertheilt worden.
Die in Haidau verstorbene Wittwe Anna Maria BRAUN geb. KALLERT hat der
evangelischen Kirche zu Striegau 600 Rthlr. letztwillig ausgesetzt.
Das zu Nimptsch verstorbene Fr�ulein Beate HELD hat der evangelische Kirche
daselbst 100 Rthlr. und der dortigen Armenkasse 30 Rthlr. letztwillig
vermacht.
Der zu Militsch verstorbene B�ckermeister, Stadt�lteste Daniel SCHWARZ hat
der Armenkasse daselbst 1000 Rthlr. mit der Bestimmung letztwillig
zugewendet, da� von den Zinsen im Monat Januar jeden Jahres unverm�gende
Familien unterst�tzt werden sollen.
Der zu Breslau verstorbene fr�here Haush�lter Karl Friedrich WEISHAUPT hat
dem Hospital f�r alte hilflose Dienstboten daselbst 30 Rthlr. legirt.
Der zu Breslau verstorbene Kaufmann KNETSCHOWSKY hat dem evangelische
Kirchensysteme zu Ober-Stephansdorf, Kreis Neumarkt, 1000 Rthlr. mit der
Bestimmung letztwillig vermacht, da� die Zinsen dieses Kapitals vorzugsweise
zur Unterhaltung der zu erbauenden Kirche verwendet werden.

Belobigung
Der B�ckermeister Wilhelm M�SE zu Brieg hat bei der am 8. Oktober 1862 erfolgten Rettung des Knaben Gustav Adolph ZINDLER vom Tode des Ertrinkens Muth und Entschlossenheit an den Tag gelegt, was belobigend zur �ffentlichen Kenntnis gebracht wird.