OTTO in Klein Schildern Kreis Liegnitz

Lieber Wolfgang,

aufgrund des Antrags der Gemeinde des k�niglichen Domainenamtsdorfes Klein
Schildern im F�rstentum Liegnitz auf Gemeinheitsteilung u. Ackerseparation
von 24. 8. 1822 ist diese Aufteilung unter dem 5. Juli 1825 gerichtlich
vollzogen worden.
Hieran nahmen 4 Bauergutsbesitzer, 6 Freig�rtnerstellenbesitzer und 3
H�usler teil.
        Unter den Freig�rtnern ( kleine Wirte ) befand sich ein JOHANN
GOTTLIEB OTTO ( Hypothekenbuch Nr. 3 ).
Bis zur Gemeinheitsteilung war er berechtigt, 2 K�he 1 St�ck Jungvieh, 1
Schwein u. 2 G�nse auf die Hutungswiesen bzw. Brachfelder zu treiben. Er
hatte weiterhin das Recht, Sichelgr�serei in den Bauernb�schen, an den
Feldrainen u. Grabenr�ndern zu betreiben.
Weil die kleine Gemeinde ( Freig�rtner u. H�usler ) auf diese Rechte
verzichtete, wurden sie mit Land entsch�digt.
Er besa� nach Abschlu� dieses Vertrages 4 Morgen u. 171 Quadratruthen Land.
verschiedene Abgaben hatte er zu leisten, aber keinen Dienstbefreiungszins,
d.h. er war bereits von Lasten frei, bevor es zu obigem Vertrag kam.
Er unterzeichnete noch mit drei XXX, vermutlich war er zu dieser Zeit schon
�lter, da die zust�ndige Schule in Kunitz bereits 1922 existierte.
�brigens 1868 bewohnte dieses Anwesen ein JOHANN FERDINAND WUTTIG:.
Ich hoffe, da� Du mit diesen Angaben etwas anfangen kannst.

Mit freundlichen Gr��en

Gerd (K�bisch) aus M�nster

Lieber Gerd,

entschuldige bitte, dass ich mich erst jetzt melde. Als selbständiger
Bäckermeister hat man sehr wenig Freizeit und dann noch dieses Hobby.
Tausend Dank für deinen Bericht. Im Moment kann ich den Johann Gottlieb OTTO
noch nicht einordnen aber in der Ahnenforschung muss man jedes kleine
Bausteinchen in Betracht ziehen. Der Inhalt des Berichtes ist schon hoch
interessant und sagt viel über die damalige Lebensweise aus.

Tschüß Wolfgang