Ostpreußenreise

Hallo Heike,
danke für Deine Antwort. Konkret möchte ich zum Pfarramt von Karpauen. Der Ort liegt ca. 40 km südlich von Insterburg nahe der pol./russ. Grenze. Das sind lt. Karte sowohl von Goldap etwa 110 km als auch von Königsberg, über Friedland, Gerdauen und Nordenburg etwa 110 km.
Werden auch Reisen nach Insterburg angeboten?
Bei der Gelegenheit noch die Frage (an alle Listenmitglieder), ist es denn überhaupt wahrscheinlich, daß bei den Pfarrämtern noch ev. Kirchenbücher aus deutscher Zeit liegen?.
Es wäre sehr dankbar, wenn mir die Liestenteilnehmer da helfen könnten.
Hatt es Sinn, an das Pfarramt zu schreiben, selbst wenn es in russisch wäre und man keine Postleitzahl hat.
Fragen über Fragen.

Im Standesamt I sind nur Unterlagen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten. Also Berlin-Charlottenburg nicht.
Entschuldige, aber Du weißt, daß die Standesämter erst ab 1874 existieren. Welche Zeit kommt denn in Frage.
Unter Skaisgitten: Heirat 1928 - 1942.
                   Sterbe 1874 - 1895.
Unter Obschweninken: Sterbe 1882.
Für die anderen Orte keine Unterlagen vorhanden.

Gruß

Henning

"Heike Deloie" <Heike.Deloie@web.de> schrieb:

Lieber Herr Schilling,
ich m�chte Ihnen Ihre Begeisterung ja nicht nehmen, aber ich f�rchte, Sie
werden in Karpauen / Karpowen weder alte deutsche Kirchenb�cher noch ein
Pfarramt finden.
Was von den Unterlagen 1945 noch vor Ort geblieben war ist mit ziemlicher
Sicherheit zerst�rt worden, oder mit etwas Gl�ck sp�ter von der Roten Armee
eingesammelt und auf verschiedene Archive verteilt worden, so sind z.B.
Reste des ehemaligen K�nigsberger Staatsarchivs auch nach Vilnius gekommen.
Wenn Sie also alte Unterlagen - Kirchenb�cher und Stamndesamtsregister
suchen, die nicht in der Bundesrepublik sind und nicht von den Mormonen
verfilmt, dann sind diese - wenn �berhaupt noch - in russischen oder auch
litauischen Archiven in der Region zu finden. �ber die Archive in der Region
und deren Best�nde k�nnen Ihnen sicherlich andere Listenmitglieder genaue
Auzskunft geben.
Sie sollten - egal ob sie eine organisierte Pauschalreise machen oder eine
individuelle - unbedingt Kontakt mit der zust�ndigen Kreisgemeinschaft
aufnehmen. Die Kreisgemeinschaften - wie auch immer man zu den
Landsmannschaften steht - wissen in der Regel, was es vor Ort noch gibt und
wie es dort aussieht; sie haben vielf�ltige Kontakte in die alte Heimat und
k�nnen Ihnen auch Ansprechpartner und Anlaufadressen im Kreis und im Ort
nennen.
Auch wenn es dort vor Ort keine Unterlagen mehr gibt, so sollten Sie doch
unbedingt Ihre Reise dorthin unternehmen.
Ich w�nsche Ihnen eine f�r Sie gewinnbringende Reise.

Mit freundlichen Gr��en aus dem sch�nen M�nsterland
Hans-Christoph Surkau.

-----Urspr�ngliche Nachricht-----

Surkau schrieb:

Lieber Herr Schilling,
ich m�chte Ihnen Ihre Begeisterung ja nicht nehmen, aber ich f�rchte, Sie
werden in Karpauen / Karpowen weder alte deutsche Kirchenb�cher noch ein
..................
Es w�re sehr dankbar, wenn mir die Liestenteilnehmer da helfen k�nnten.
Hatt es Sinn, an das Pfarramt zu schreiben, selbst wenn es in russisch w�re
und man keine Postleitzahl hat.
Fragen �ber Fragen.

Was sollte das f�r ein Pfarramt sein, hier haben fast 50 Jahre Kommunisten
gehaust!
Es gab schon 1905 f�r Karpauen nur Tauf-, Heirats- und Sterbeb�cher ab 1863.
Heute ist weder in Berlin noch in Leipzig etwas vorhanden. Quelle: Die
ostpreussischen Kirchenb�cher, Band Darkehmen von Lutz Wenau
(http://www.wenau.de). Lutz Wenau ist d e r Spezialist f�r die
preussisch-litauischen Kreise und wei� durch eigene Recherche auch, was noch in
litauischen Archiven vorhanden ist.
MfG
Lutz Szemkus