Ostpreußenblatt Juli 1955, Folge 30, Teil 2

Seite 13 Wir gratulieren
Zum 96. Geburtstag
Am 22. Juli 1955, der Witwe Elisabeth Gerber, aus Kuckerneese, Kreis Elchniederung Sie ist noch gesund und rüstig und lebt bei ihrem Sohn, Rechtsanwalt Erich Gerber, in Regenstauf, Krametsbuckel 211

Am 1. August 1955, der Witwe Rosa Klara, geb. Schulz, aus Angerburg. Sie lebt bei ihrer Tochter, Frau Mazollek, in der sowjetisch besetzten Zone und ist durch Emil Sadlack (20a) Veerssen 78 bei Uelzen, zu erreichen

Zum 93. Geburtstag
Am 24. Juli 1955, Frau Eva Albrecht aus Gr.-Friedrichsdorf, jetzt bei ihrer Tochter Hanna Sperber in Peine, Hannover, Sedanstraße 14

Am 28. Juli 1955, dem Altbauern Friedrich Wolter aus Gr.-Daguthelen, Kreis Pillkallen, jetzt bei seiner Tochter, Frau Becker, in Berlin W 15, Tannstädterstraße 2

Zum 91. Gebutstag
Am 25. Juli 1955, Frau Auguste Skindel, geb. Kirstein, jetzt bei ihrer Tochter Gertrud Blümer in Heinsberg, Rheinland, Begasstraße 1, die die seit zehn Jahren bettlägerige Jubilarin pflegt.

Am 5. August 1955, Lehrer i. R. August Neumann aus Insterburg, jetzt in Cuxhaven, Drangstweg 20

Zum 90. Geburtstag
Am 19. Juli 1955, dem Landsmann Otto Dawert, aus Rimlack, Kreis Pr.-Eylau, jetzt in Lübeck, Marliring 4, bei seinem Sohn Alwin.

Am 31. Juli 1955, Landsmann Carl Sefzig, aus Albrechtswalde, Kreis Mohrungen. Er lebt zusammen mit der Familie seiner Tochter Margarete in Flensburg, Sophienstraße 11, von allen, besonders einen Urenkelkindern, verehrt und liebevoll betreut. Geistig noch sehr rege, ist er Mitglied der landsmannschaftlichen Gruppe seit ihrer Gründung.

Am 1. August 1955, Landsmann Friedrich Wiede aus Pobethen/Samland, jetzt bei seiner Großtochter in (23) Haftenkamp, Kreis Bentheim.

Zum 89. Geburtstag
Am 22. Juli 1955, Frau Amanda Wierczeyko, geb. Wolff, aus Andreastal, Kreis Angerburg, jetzt bei ihrer Schwiegertochter Gertrud, Gescher/Westf., Westfalenring 14

Am 30. Juli 1955, Frau Henriette Zuszian, geb. Kossak, aus Fließdorf, Kreis Lyck, jetzt in Freiburg im Breisgau, Falkenberger Straße 41

Zum 88. Geburtstag
Am 24. Juli 1955, Frau Anna Korth, aus Königsberg, jetzt bei ihrem Schwiegersohn Werner Thies in Bad Pyrmont, Vogelreichsweg 5

Zum 87. Geburtstag
Am 25. Juli 1955, dem Lehrer i. R. Ferdinand Hinkel, bis 1924 in Bastental (Murgischken), Kreis Goldap. Er wohnt mit seiner Tochter Erna Haensch in (23) Sandhorst bei Aurich, Admiral-Scheer-Straße 464

Am 4. August 1955, dem Kaufmann Gottlieb Guseck aus Gilgenburg, Kreis Osterode, jetzt mit seiner Ehefrau im Altersheim Wedding, Berlin, Schulstraße 4.

Zum 86. Geburtstag
Am 17. Juli 1955, dem Altsitzer Ludwig Rieck aus Birkenhain, Kreis Tilsit-Ragnit, jetzt bei seinem Sohn Fritz in Duisburg-Meiderich, Untergard 25

Am 22. Juli 1955, dem Altsitzer Gottlieb Koloska, aus Funken, Kreis Lötzen, jetzt bei seiner Tochter Anny Goldberg in Diedersen, Kreis Hameln (Pyrmont).

Zum 85. Geburtstag
Am 17. Juli 1955, Landsmann Jakob Zacharias, aus Schönhorst, Kreis Lyck. Er lebt bei seinem Sohn in Düsseldorf, Bandelstraße 20

Zum 84. Geburtstag
Am 9. Juli 1955, der Witwe Dorothea Radzuweit, geb. Lenkeit, aus Schaaren, Kreis Pillkallen, jetzt bei ihrer zweiten Tochter Minna Müller in Wesuwe, Kreis Meppen

Am 30. Juli 1955, dem Maurerpolier Julius Höht, aus Waldheide, Kreis Tilsti-Ragnit, jetzt in (24b) Burg in Dithm., Tannenbergallee 5, bei seinem Sohn Bruno.

Zum 83. Geburtstag
Am 21. Juli 1955, dem Fleischermeister und Viehändler Gustav Koralus, aus Kanthausen, Kreis Gumbinnen, jetzt (24b) Burg in Dithmarschen, Bahnhofstraße 6

Am 25. Juli 1955, Landsmann Julius Friedrich Leberecht Zander sen. aus Gehlenburg (Bialla), Kreis Johannisburg. Er war Senior-Chef und Mitbegründer der Mühlen- und Sägewerke Julius Zander. Mit seiner Ehefrau Olga, geb. Leopold, die am 9. Juli 1955, ihren 75. Geburtstag beging, wohnt er in Lübeck, Kuckuckruf 3

Zum 82. Geburtstag
Am 24. Juli 1955, Franz Schmidt aus Königsberg. Er war 55 Jahre bei der Firma Rheingold & Co., davon 40 Jahre als Geschäftsführer, tätig. Vor zwei Jahren wurde er vom Bundespräsidenten Professor Dr. Heuß mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Heute wohnt Landsmann Schmidt in Neustadt/Holstein, Schlesigerweg 1, bei der Familie seiner Tochter, Frau Casprowitz

Am 27. Juli 1955, Frau Martha Neumann, geb. Bienert, aus Hohenstein, Bahnhofstraße, jetzt bei ihrer Tochter Maria Marten in Stade/Elbe, Bungenstraße 23

Zum 81. Geburtstag
Am 6. Juli 1955, dem Altbauern Franz Reuter aus Bilden, Kreis Pillkallen, jetzt in Over, Kreis Harburg.

Am 21. Juli 1955, Frau Anna Wiechert, geb. Wermke, aus Königsberg, Mischener Weg 50, jetzt in Wallstedde über Ahlen, Amecke 67

Am 25. Juli 1955, Fräulein Helene Volkmann aus Osterode, jetzt Oberstdorf/Allgäu, Altersheim Rubihaus.

Am 28. Juli 1955, dem Rentner Albert Neumann, aus Königsberg, Maybachstraße 27a, und seiner Ehefrau Auguste, die am 28. Juli 1955, 80 Jahre alt wird. Das Ehepaar wohnt bei seiner Tochter Charlotte Jaentsch und ist durch Frau Erna Borowski in Lörach/Baden, Basler Straße 9b, zu erreichen.

Am 5. August 1955, dem Telegraphensekretär i. R. Wilhelm Oskierski aus Ortelsburg, Luisenstraße 13, jetzt mit seiner Ehefrau in der sowjetisch besetzten Zone. Er ist durch Frau Hedwig Zimmermann, Bad Godesberg, Saarstraße 2, zu erreichen.

Am 29. Juli 1955, Landsmann Otto Glaw aus Wormditt, Gustav-Adolf-Straße 54, jetzt in Wrestedt, Kreis Uelzen

Zum 80. Geburtstag
Am 14. Juli 1955, Lehrer Johann Heinrich aus Kallinowen, später Scharfenrade, Kreis Lyck. Er wohnt in Iserlohn, Kuhloweg 14

Am 22. Juli 1955, Frau Emma Tenzberger, geb. Bortz, aus Lyck, jetzt in Treysa, Friedrich-Ebert-Straße 14

Am 24. Juli 1955, Frau Johanna Frick, geb. Runge, aus Tauerkallen, Kreis Stallupönen, jetzt bei ihrem Sohn Fritz in Ahlerstedt, Kreis Stade. Sie wird von ihrer Schwiegertochter Ursula betreut, das sie infolge eines Unfalles, seit fünf Jahren bettlägerig ist.

Am 25. Juli 1955, der Witwe Marie Krebs, geb. Ney, aus Königsberg, Moltkestraße 12, jetzt bei ihrem Schwiegersohn Willi Baltrusch in Düsseldorf-Eller, Harffstraße 170

Am 26. Juli 1955, Regierungsobersekretär i. R. Max Hennig, früher bei der Kreisverwaltung Osterode, jetzt (16) Hanau/Main, Eschenweg 7. Am nächsten Tage feiert Stadtinspektor i. R. August Salden (Stadtverwaltung Osterode, bei der schon sein Großvater und Vater, sodann auch sein Sohn Wolfgang bis 1945 tätig waren) seinen 70. Geburtstag. Er wohnt ebenfalls in Hanau, Eschenweg 7. Beiden gratuliert herzlichst der Heimatkreis Osterode.

Am 27. Juli 1955, Frau Auguste Todtenhaupt aus Kreuzburg, Kreis Labiau, jetzt in Oldenborstel bei Schenefeld über Itzehoe.

Am 28. Juli 1955, Frau Marie Kromat, geb. Meyer, aus Unter-Eisseln bei Ragnit, jetzt bei ihrer jüngsten Tochter Charlotte Stoppa in Wiemersdorf über Bad Bramstedt/Holstein

Am 28. Juli 1955, Frau Magdalene Reinecker, geb. Niederlehner, aus Schloßberg (Pillkallen), Tilsiter Straße 44, jetzt mit Frau Marie Schweißling in Hildesheim, Arnekenstraße 18

Am 29. Juli 1955, dem Förster August Kaesler vom Gut Gradtken, Kreis Allenstein, jetzt mit seiner Ehefrau Magdalene, geb. Apfelbaum, in Gelsenkirchen, Waldtrautstraße 20. Landsmann Kaesler konnte bereits 1939 sein fünfzigjähriges Dienstjubiläum bei der Familie von Schulzen-Gradtken begehen. Von Jugend auf erwarb er sich das größte Vertrauen seiner Gutsherrschaft als Kutscher und Kämmerer und wuchs schließlich in die Stellung als Förster des sechshundert Morgen großen Waldes hinein. Besonders bewährte sich seine Treue während des Krieges bis zur Vertreibung.

zum 75. Geburtstag
am 10. Juli 1955, dem Fleischermeister Friedrich Alsdorf aus Seckenburg, Elchniederung, jetzt bei seiner Tochter in Hochdahl, Kreis Mettmann, Hüttenstraße 21

Am 16. Juli 1955, dem Bauern August Rieck, aus Burgkampen (Jantkutkampen), Kreis Ebenrode, jetzt Berlin-Charlottenburg 9, Kolonie Spreegrund 8. Landsmann Rieck hatte in der Heimat verschiedene Ehrenämter inne, er war auch viele Jahre Bürgermeister und Schiedsmann.

Am 18. Juli 1955, Frau Anna Plink, geb. Müller, aus Barten, später Rauschen, jetzt in Eilsum über Emden.

Am 18. Juli 1955, Frau Maria Lumma aus Sensburg, jetzt in Iserlohn, Rahmenstraße 10

Am 19. Julie 1955, der Schuhmachermeisterwitwe Maria Gennerich, geb. Labusch. Sie wohnt bei ihrer jüngsten Tochter in Klein-Eicklingen 52, Kreis Celle

Am 25. Juli 1955, Landsmann Otto Barowsky aus Johannisburg (Drogerie), jetzt in Goslar, Kornstraße 8.

Am 25. Juli 1955, Schlossermeister Eduard Neumann aus Königsberg, Haberberger Neue Gasse 32, jetzt Bad Hersfeld, Dudenstraße 7

Am 26. Juli 1955, Frau Anna Rußat, geb. Abrakat, aus Kussen, Kreis Schloßberg, jetzt in Pfullingen/württ., Ludwigstraße 12

Am 27. Juli 1955, Frau Berta Wischnat, geb. Neuendorf, verw. Leidokat, aus Aulenbach-Insterburg, jetzt in Hannoor über Ahrensburg.

Am 29. Juli 1955, Rektor i. R. Hugo Fritz aus Ragnit, jetzt in Düsseldorf, Ludgerusstraße 3

Am 30. Juli 1955, Frau Erna Grätsch, geb. Thalwitzer, aus Gutenfeld bei Königsberg, jetzt in Kropp, Kreis Schleswig, Poststraße

Am 3. August 1955, dem Justizhauptwachtmeister i. R. Otto Barsties aus Königsberg, Schlossplatz 1. Mitglieder des Königsberger Marinevereins werden sich seiner gern erinnern. Er wohnt mit seiner Ehefrau Luise, geb. Welsch, in Schulensee über Kiel, Dorfstede 23

Seite 13 Jubiläen und Prüfungen
An der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln promovierte zum Dr. jur. cum laude Referendar Hans-Günter Schodruch aus Lötzen, T.-O.-Becker-Straße 9, jetzt Siegburg/Rhld., Bachstraße 26

Joachim Wrobel, ältester Sohn des Stadtsekretärs Ludwig Wrobel aus Tilsit, Sedanstraße 5, jetzt Warburg i. W., Am Wachtelpfad 17, hat an der Staatsbauschule in Kassel (Ingenieurschule) die Prüfung als Bau-Ingenieur mit gut bestanden und die Befähigung zum Hochschulstudium erhalten.

Frau Käte Möller, Tochter des Hauptlehrers Friedrich Czepluch aus Schloßbach, Kreis Ebenrode, jetzt Tuttlingen, am Eichbühl 31, hat ihre zweite Dienstprüfung als Volksschullehrerin abgelegt.

Hattus Wedemeyer, Sohn des Holzkaufmanns Hermann Wedemeyer aus Königsberg, Kronprinzenstraße 3, jetzt in Coburg/Bayern, Lutherstraße 20, bestand an der Oberrealschule Ernestinum in Coburg sein Abitur.

Christa Frohnert, jüngste Tochter des gefallenen Justizoberinspektors Karl Frohnert aus Angerburg, jetzt in Weidenbach 129, Post Frießdorf, Mfr., bestand ihr Abitur an der Kippenberg-Oberschule in Bremen.

Postschaffner Ludwig Riechert aus Tilsit beging am 1. Juli 1955, sein 40jähriges Dienstjubiläum. In einer Feierstunde beim Postamt Hamburg-Harburg wurde ihm die Jubiläumsurkunde des Bundesministers für das Post- und Fernmeldewesen durch den stellvertretenden Postamtsvorsteher, Oberpostinspektor Nagorny, einem Landsmann des Jubilars, mit herzlichen Worten der Anerkennung und besten Wünschen übergeben.

Seite 13 Bestätigungen
Es werden die nachstehend aufgeführten Zeugen gesucht, die mit Emil Janzik 1937/1938 in Prostken bei Bauunternehmer Döring tätig gewesen sind: Wenzek Jobramzik oder Jebramzik. Dawiedorski Nierswetzke. Hildegard Zekay. Alle Gesuchten waren in Prostken oder Umgebung wohnhaft.

Es werden Zeugen gesucht, die bestätigen können, dass Otto Drescher aus Insterburg, bei der Wehrmacht als Beamter auf Lebenszeit ernannt war. Insbesondere werden nachstehend aufgeführte Teilnehmer des Zahlmeister-Schlusslehrganges 51/V. 1 in Skören/Ostpreußen vom 19.02. bis 14.03.1944, gesucht: Geldzus. Gers. Kiaulehn. Listmann. Bartels und Barth. Wo befindet sich Oberfeldwebel Langanke aus Insterburg, Danziger Straße?

Zwecks Nachweisung seines im Frühjahr 1940 im Städtischen Krankenhaus in Königsberg abgelegten Staatsexamens in der Krankenpflege benötigt der Landsmann Otto Thielmann Erklärungen von zeugen, die in den Jahren 1937 bis 1940 in oben genanntem Krankenhaus tätig waren. Wo befinden sich nachstehend aufgeführte Schwestern: Elsa Krömke, Hedwig Bangel, Anna (Familienname nicht mehr in Erinnerung).

Seite 14 Vermisst, verschleppt, gefallen, gesucht
Auskunft wird erbeten
Über Jugendvater Horn aus Rastenburg.

Über Albert Schiemann, geb. 24.12.1906, aus Mettkeim, Kreis Labiau, bei Nautzken.

Waltraud Eichert, geb. etwa 07.03.1932, aus Königsberg-Speichersdorf, Kreuzburger Straße 12?

Eva Kanditt, geb. 23.05.1929, aus Königsberg-Rosenau, und Rektor Schröder von der Fichte-Schule in Königsberg, aus Königsberg-Ponarth, Fichteplatz 3?

Über Paul Siegfried Altrock, geb. am 02.02.1929, Schlosserlehrling, zuletzt wohnhaft: Königsberg, Kranzer Allee 166, daselbst auch am 12.04.1945 von den Russen mitgenommen. Wer weiß etwas über sein weiteres Schicksal?

Über Rittmeister Kühl aus Groß-Kirstheim, Kreis Rastenburg. Kühl besaß hier ein Gut, war bis zum Kriegsausbruch im Jahre 1914 Oberleutnant und kann jetzt etwa 74 bis 76 Jahre alt sein.

Ernst Krumat aus Pogegen, Kreis Tilsit-Ragnit

Über den Rentner August Schneppat, geb. 23.04.1871, und Frau Auguste, geb. Lorenz, geb. 06.01.1881, früher wohnhaft gewesen in Königsberg, Kaporner Straße 45, ptr. Wer kann Angaben darüber machen, dass das Ehepaar aus seiner Wohnung in der Kaporner Straße vertrieben wurde?

Über Wilhelm Geruschke aus Entruschen, Kreis Angerapp, bei Landwirt Barteleit.

Über Rittergutsbesitzer Täubner aus Groß-Labehnen, Hauptmann Hoppe, Gut Stapornen, otto Kirstein, Landsberg, Textilwaren-Spinnerei und-Strickerei, oder die Brüder Hans und Bruno Kaufmann in Schippenbeil

Über Maria Wermuht, verw. Marx, geb. Korschek, sowie Eva Marx, geb. am 30.04.1925, und Christa, geb. im Mai 1928, früher wohnhaft gewesen in Paogen, bei Allenburg, Kreis Wehlau.

Gesucht werden Angehörige des Fritz Otto Schmidtke, geb. am 09.03.1887, früher wohnhaft gewesen in Adlig-Linkuhnen, Kreis Elchniederung.

Gesucht wird Frau Berg, die 1945/1946 im Internierungslager Oksbl (Dänemark) war. Sie war damals etwa 30 Jahre alt und hatte auf der Flucht ihren einjährigen Jungen verloren.

Gesucht wird Ida Kalweit, die Schwester der Landsmännin Meta Kalweit, geb. am 3. Oktober 1888 in Baltruscheiten, Kreis Elchniederung. Ida Kalweit soll unter dem 20.01.1945 ihrer Schwester nach Hannover von Zinten Abbau, bei Bauer Obeikat, geschrieben haben. Als Heimatwohnort kann Schanzenkrug angenommen werden. Wer kennt die beiden Schwestern und kann nähere Angaben über Heimatwohnort und evtl. über Verbleib der Ida Kalweit machen?

Achtung! Russlandheimkehrer!
Wer weiß etwas über den Verbleib des Heinz Schoen, geb. am 26.03.1911 zu Tilsit? Schoen wird seit 1944 auf dem Rückmarsch in Russland vermisst. Seine Feldpostnummer war
11 047.

In seiner Rentenangelegenheit sucht der Landsmann Gustav Czelustek, früher wohnhaft gewesen in Rodefeld, Kreis Ortelsburg, die Obergefreiten Paul Kompa, wohnhaft gewesen im Kreis Ortelsburg, und Fritz Rug aus Treuburg, bei Liec. Beide dienten in der Einheit LH.-Pi. 652, Feldpostnummer 17019, zuletzt im Raume von Stalingrad.

Seite 14 Bundeswirtschaftsminister ehrt ostpreußische Handweberin
Bei dem diesjährigen praktischen Leistungswettbewerb des deutschen Handwerks wurden Hannelore Herrmann, einer Tochter des Gärtnereibesitzers Helmut Herrmann aus Laptau bei Königsberg, jetzt in Eversen, Kreis Wolfenbüttel, als Bundessiegerin in ihrem Beruf als Handweberin zahlreiche Ehrungen zuteil. Hannelore Herrmann hat ein hervorragendes Gesellenstück angefertigt, das nicht nur in den Kreisen des Kunsthandwerks starke Beachtung fand. Als Auszeichnung und Preis für ihre ausgezeichnete Arbeit wurde der ostpreußischen Handweberin auf dem Tag des deutschen Handwerks von Bundeswirtschaftsminister Professor Ehrhardt ein Ehrendiplom ausgehändigt. Der Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks überreichte der jungen ostpreußischen Handwerkerin zahlreiche Ehrengeschenke verschiedener Handwerksorganisationen.

Seite 14 Der Schwund des Privatwaldes
Nach einer Statistik aus dem jahre 1876 besaß der Bezirk Königsberg 421 842 ha Waldungen. Zwanzig Jahre später waren es bedeutend weniger, nämlich 388 552 ha, darunter Staats- und Kronforstbetrietbe mit 188 233 ha Waldfläche. Windbrüche und Nonnenfraß waren die Ursache für das Verschwinden einzelner Waldgebiete. Besonders die Windbrüche in den Jahren 1876, 1880, 1881 und 1888 brachten bedeutende Verluste. Während die staatlichen und städtischen Forste die verwüsteten Flächen wieder aufforsten konnten, wurden die Privatwälder zum größte Teil niedergelegt, da Privatbesitzer vielfach die hohen Aufforstungskosten nicht aufbringen konnten. Aus den damals angestellten Erhebungen geht hervor, dass z. B. im Regierungsbezirk Gumbinnen etwa 10 000 bis 20 000 ha Privatwald niedergelegt wurden, so dass in der Provinz Ostpreußen in verhältnismäßig kurzer Zeit nahezu 30 000 ha Wald verschwanden.