Ostpreußenblatt,April 1955, Folge 16, Teil 2

Seite 7 Braunsberg
Gesucht werden: Kurt Jaskolla, früher Besitzer der Edelweiß-Wäscherei in Braunsberg und seine Schwester Hannchen, die verheiratet gewesen sein soll, deren Name aber nicht bekannt ist. Wer weiß etwas über den Aufenthalt dieser Landsleute?

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Frau Berta Rempel, früher Braunsberg, Breite Straße 8, jetzt Wolfensweiler bei Freiburg, Breisgau, sucht seit Jahren vergeblich ihren Sohn, den früheren Untersturmführer Eduard Rempel, geb. 30.12.1921 in Braunsberg. Rempel war bei den Technischen Werken in Braunsberg beschäftigt; er verheiratete sich während des Krieges nach (17b) Schallstadt bei Freiburg/Br. Es ist Frau Rempel nur bekannt, dass ihr Sohn im Reservelazarett III in Bohowitz bei Brünn oder in Brünn selbst lag und von einem Arzt Dr. Kolle behandelt wurde. Ist vielleicht jemand von den Landsleuten etwas über das Schicksal von Rempel bekannt? Wo gibt es einen Arzt Dr. Kolle?

Es wird hier nach dem Aufenthalt des Tierarztes Dr. Bischoff und der Famile des verstorbenen Kreisrentmeisters Meyer gefragt. Wo halten sich diese auf?

Gesucht werden von Walter Merten, dem Verfasser verschiedener Ortschroniken, aus der Gemeinde Tiedsmannsdorf die folgenden Familien:
a) Familie Walter Feierabend, Ehefrau Anna, geb. Sulkowski, und fünf Kinder. Die Familie soll sich in Frankreich befinden; die Anschrift ist aber nirgends zu erfahren. Wer weiß etwas über das Schicksal dieser Familie bzw. den Aufenthaltsort?
b) Familie Anton Schulz. Name der Ehefrau unbekannt. Vornamen der Kinder: Heinz, Walter, Paul, Bruno, Edith, Waltraut und Horst. Die Familie wohnte in Tiedmannsdorf und ist während des Krieges 1943 oder 1944 nach Parlack verzogen. Angehörige dieser Familie mögen sich bei dem Unterzeichneten melden. Wer weiß sonst etwas über das Schicksal dieser Familie?
c) Wer kennt den Aufenthalt der Kinder Alfons und Martha Hoffmann aus Tiedmannsdorf, deren Eltern etwa 1943 verstorben sind? Die Kinder waren nach dem Tode ihrer Eltern nach Frauenburg gekommen.
d) Ferner werden gesucht: 1. Paul Damerau, geboren etwa 1921, der aus Schöndamerau stammen soll. Er wohnte und arbeitete als Landarbeiter in Tiedmannsdorf. 2. Wer weiß etwas über den Aufenthalt der Lehrerin Drywa, die aus Mehlsack stammen soll, und während des Krieges in Tiedmannsdorf unterrichtete?

Seite 7 Ebenrode (Stallupönen)
Gesucht werden: Familie Ottenberg, Seekampen und Familie August Schekat, Kattenau (soll nach Amerika ausgewandert sein).

Seite 8 Todesanzeigen
Am 17. April 1955 jährt sich zum zehnten Male der Tag, an dem mein lieber, unvergesslicher Mann, mein über alles geliebtes, einziges Kind, der Zollkommissar Max Striewski, geb. am 24.11.1902 bei Lochstädt, Ostpreußen, den Heldentod fand. In stillem Gedenken: Waltraud Striewski, geb. Sypitzki. Auguste Striewski, geb. Sawitzki. Heydekrug bei Memel, Hohenstein, Ostpreußen, Bahnhofstraße 12. Jetzt: Rallenbüschen bei Varel (Oldenburg)

Zum Gedenken. In diesen Tagen, der Einnahme von Königsberg, ist es zehn Jahre her, dass wir im Ungewissen über das Schicksal meines lieben Mannes, unseres stets fürsorglichen Vaters, Schwieger- und Großvaters Bruno Siebert, Reg.-Oberinsp. beim Landesarbeitsamt Königsberg Pr., geb. 13.04.1891 sind. Sein Leben war Liebe und Arbeit für die Seinen. Gleichzeitig gedenken wir in Liebe und Wehmut meines lieben Sohnes, meines unvergesslichen Mannes und Vaters, unseres stets frohgemuten Bruders, Schwagers und Onkels, Ulrich Siebert, Gefreiter, Feldpostnr. 44 314, geb. 10.03.1921, der seit dem 27.12.1943 im Osten vermisst wird. Wer weiß etwas über ihr Schicksal? In stillem Gedenken: Martha Siebert, geb. Klein. Karl Sakel und Hildegard, geb. Siebert. Ernst Siebert und Helene, geb. Geist. Hellmut Gottschling und Waltraud, geb. Siebert. Helga Siebert. Renate Siebert. Käte Siebert, geb. Müller und Enkelkinder. Ulrich, Helmut, Annegret Astrid, Gudrun, Hartmut und Ute. Uslar/Solling, im April 1955. Früher: Königsberg Pr., Hintertragheim 9

Zum treuen Gedenken. In Liebe gedenken wir meines geliebten, unvergesslichen Mannes, unseres lieben Vaters und Großvaters, Heinrich Fischer, geb. 02.12.1885 in Zimmerbude, gefallen 16.04.1945 in Pillau. In stiller Trauer: Auguste Fischer, geb. Fischer und Kinder. Gleichzeitig jährte sich zum zwölften Mal der Todestag meines geliebten Mannes, meines lieben Vaters, Josef Sterkel, geb. 11.02.1913 in Wittenberg, gefallen 20.03.1943 in Russland. In stillem Gedenken: Olga Sterkel, geb. Fischer. Konradine Sterkel. Zimmerbude, Ostpreußen. Jetzt: Bremerhaven/Wulsdorf, Lindenallee 22

Zum Gedenken. Weiß ich den Weg auch nicht, Du weißt ihn wohl, das macht die Seele still und friedevoll. Nach zehnjährigem vergeblichem Warten, gedenke ich in stiller Trauer meines geliebten, unvergesslichen Mannes, Postbetriebsassistent Ernst Denk, geb. 24.11.1890, vermisst seit 5. April 1945 in Königsberg, zuletzt beim Volkssturm Königsberg-Liep. Wer weiß etwas über sein Schicksal? In stiller Wehmut: Gertrud Denk, geb. Wenk. Königsberg-Prappeln, jetzt: Wankendorf, Kreis Plön

Von seinem lange, schweren, mit großer Geduld getragenen Leiden, erlöste Gott, der Herr, meinen lieben, guten Mann, meinen einzigen Sohn, Otto Krause, Landwirt in Jorken, Kreis Angerburg, Ostpreußen, jetzt: Großenwiehe, Kreis Flensburg-Land, am 7. April 1955, im Alter von 56 Jahren. In tiefer Trauer: Anna Krause, geb. Preuß. Berta Krause, geb. Meyer. Die Beerdigung fand am Ostermontag statt.

Nach zehn Jahren der Ungewissheit über das Schicksal meines herzensguten Mannes und Vaters, erhielten wir nunmehr die Gewissheit, dass der Bäckermeister Gustav Adolf Maetzing, geb. am 03. Juni 1892, Dungen, Ostpreußen, zuletzt auf dem Fluchtweg von Marienburg, Ostpreußen, Februar 1945, Feldwebel in einer Ausbildungs-Abteilung im Lazarett Mecklenburg-Schwerin am 15. Juni 1945 verstorben sei und auf dem Städtischen Friedhof begraben ist (in Abt. 14a, Reihe 19, Hügel 38). In stillem Gedenken, in tiefem Schmerz. Du warst immer unser gutes Herz. Emma Maetzing, geb. Ilmer. Artur Maetzing, als Sohn und Angehörige. Dahmker/Trittau, im April 1955, Bez. Hamburg

Gott, der Herr, nahm heute nach kurzer, schwerer Krankheit, fern seiner geliebten Heimat, meinen lieben Mann, unseren allerbesten Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder und Onkel, Herrn Gustav Oelsner, Hausmeister a. D., früher Lötzen, Landratsamt, im Alter von 67 Jahren, zu sich in sein himmlisches Reich. In stiller Trauer: Johanna Oelsner nebst Angehörigen. Hof-Saale, Jägerzeile 29, den 31. März 1955

Zum Gedenken. Wir gedenken meines lieben Mannes, unseres herzensguten Vaters, Bruders, Schwagers, Onkels und Schwiegersohnes, des Bauern Arnold Baruth, geb. 11.04.1914, in Gr.-Blumenau, Kreis Samland, der seit Januar 1945 verschollen ist. Wer weiß etwas über sein Schicksal? Frau Lucie Baruth, geb. Grohnert. Als Kinder, Gerhard, Rudi, Gerlinde. Nortrup, Forwick über Quackenbrück

Zum Gedächtnis. Am 12. April 1955 jährte sich zum zehnten Male der Tag, an dem mein geliebter Mann, unser treusorgender, guter Vater und Schwiegervater, Kaufmann Bruno Zimmermann, früher Germau, Kreis Samland, Ostpreußen, für immer von uns ging. In stetem, schmerzlichem Vermissen und Gedenken: Gertrud Zimmermann, geb. Dröger und Kinder. Krefeld, Hülser Straße 652

Schaffen und Streben, war Dein Leben. Fern der geliebten Heimat, entriss mir am 30. März 1955 der unerbittliche Tod mein Letztes, meinen innigstgeliebten Mann und treuen Lebensgefährten, Johann Behrmann, im Alter von 68 Jahren. In stiller Trauer: Gertrud Behrmann, geb. Rabbe. Königsberg Pr., Sackheim 27. Jetzt: Alzey, Rh., Klosterstraße 6

Am 11. April 1955 jährte sich zum zehnten Male der Tag, an dem unser geliebter Sohn und Bruder, Gerhard Pohl, geb. am 14.12.1920 in Allenstein, den Tod fand. Wir werden ihn nie vergessen. Käte Pohl. Anneliese Sobottka, geb. Pohl. Früher: Gehsen, Kreis Johannisburg. Jetzt: Münster, Westf., Toppheideweg 65e

Vor zehn Jahren, am 13. April 1945, fiel in der Lüneburger Heide, unser lieber, unvergesslicher Sohn, unser einziges Kind, Friedrich Graubner, Oberfähnrich z. S. In stillem Gedenken: Dr. Paul Graubner und Frau. Königsberg Pr., jetzt: Itzehoe, Holstein

Zum zehnjährigen Gedenken. In steter Liebe und Dankbarkeit gedenken wir unserer lieben Eltern, Schwiegereltern und Großeltern, die durch den Russeneinfall in unserer geliebten Heimat ums Leben gekommen sind. Gustav Nolleweit, geb. 18.06.1878, erschlagen von den Russen am 8. April 1945; Amalie Nolleweit, geb. Kähler, geb. 09.02.1878, gestorben nach einer Operation am 27. Februar 1946; Luise Röw, geb. Altenberg, geb. 05.08.1873, den Hungertod gestorben im September 1945. Gleichzeitig gedenken wir unseres lieben und unvergessenen Sohnes und Bruders, der noch so jung war und durch einen Unglücksfall von uns scheiden musste, Alfred Röw, geb. 17.02.1934, gestorben 13.12.1943. Im Namen aller Angehörigen: Lydia Röw, geb. Nolleweit, Fritz Röw. Anneliese Jeltsch, geb. Röw. Früher: Königsberg Pr., Oberhaberberg 90. Jetzt: Dinslaken-Lohberg, Lohbergstraße 28

Wir hofften auf ein Wiedersehen, doch Gottes Wille ist geschehen. Wir konnten Dich nicht sterben sehen, auch nicht an Deinem Grabe stehen. Am 9. April 1945 verstarb in Russland mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, Fleischermeister Karl Thiem. Amalie Thiem, geb. Rolinski. Willi und Karl, als Söhne. Rößel, Ostpreußen. Jetzt: Bochum, Essener Straße 45

Zum zehnjährigen Gedenken. Am 12. April 1945 verstarb, nach einer schweren Verwundung im Westen, unser lieber, einziger Junge, mein herzensguter Bruder und Onkel, Obergefreiter Erich Schneider. In stillem Leid: Paul Schneider und Frau Auguste, als Eltern. Luise Grätke, geb. Schneider. Ernst Grätke. Hans und Christel, als Neffe und Nichte. Balga, Kreis Heiligenbeil, Ostpreußen und Königsberg Pr. Jetzt: Grünholz p./Vogelsang, Kreis Eckernförde (Schleswig) und Stuttgart. Er ruht auf einem Friedhof in Fredeberg, Sauerland.

Am 18. März 1955 verstarb nach langem, schwerem Leiden, mein lieber Mann, mein guter Vater, unser unvergesslicher Opi, Bruder, Schwager und Onkel, der Maurerpolier Daniel Rasch, im Alter von 70 Jahren. In tiefer Trauer, im Namen aller Angehörigen. Luise Rasch, geb. Ickert. Tilsit, Ostpreußen. Jetzt: Münster, Westf., Schleswiger Straße 26

Am 4. April 1955, mittags 12 Uhr, verschied nach kurzer, schwerer Krankheit, fern seiner geliebten, ostpreußischen Heimat, mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel, der frühere Schuhmacherobermeister Ernst Borchert, Schloßberg, Ostpreußen, Adolf-Hitler-Straße, im 85. Lebensjahre. In tiefem Schmerz, im Namen der Hinterbliebenen: Anna Borchert, geb. Donner. Föckinghausen, Kreis Melle, den 4. April 1955

Am 15. März 1955 ging plötzlich und unerwartet unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante, Elise Görke, im 76. Lebensjahre, von uns. Sie fand in Au a. Rhein ihre letzte Ruhestätte. In stiller Trauer: Familie Schneider. Tiefenfelde, Kreis Schloßberg. Jetzt: Düderode 56

Unserer Familie zum Gedenken. Vor acht Jahren, nach einem arbeitsreichen Leben, starb unerwartet am 20.04.1947 an den Folgen eines Herzleidens, meine innig geliebte Schwester, Schwägerin und Tante, Modistin Cläre Barnath, geb. Dischereit. Früher: Bartenstein, Ostpreußen. Ein Jahr später, am 07.05.1948, folgte ihr ihre einzige Tochter, meine liebe Nichte, Ursula Fuchs, geb. Barnath, frühere Mitinhaberin der Goethe-Apotheke, Weimar. Sie ruhen beide in der sowj. bes. Zone. Am 28.05.1962 verstarb plötzlich an den Folgen der Kriegsgefangenschaft, mein lieber Bruder und Schwager, Tischlermeister Alfred Dischereit, früher: Königsberg-Ponarth. Seine letzte Ruhestätte ist Denslingen, Schwarzwald. Gleichzeitig gedenken wir seines lieben Sohnes, Gerhard Dischereit, der durch einen tragischen Unglücksfall in Frankreich sein junges Leben im Juni 1946 ließ. Am 04.01.1954 verstarb durch Herzschlag, im Alter von 67 Jahren, meine liebe Frau, Mutter, Schwiegermutter und Oma, Johanna Neumann, geb. Mai, früher Königsberg Pr., Rudauer Weg 8. Sie ruht in Augsburg. Ihr voraus gaben ihr junges Leben im Kampf um unsere liebe Heimat die Söhne und Brüder, Uffz. Willi Neumann, geb. 06.12.1920, gefallen 15.08.1943; Obergefr. Herber Neumann, geb. 24.02.1924, gefallen 14.03.1944. In tiefem Schmerz um sie alle: Elsbeth Neumann, geb. Dischereit. Fritz Neumann. Brigitte. Marianne. Jürgen. Ursula. Friedrich Neumann, Polizeimeister i. R.

Wir hofften auf ein Wiedersehn, doch Gottes Wille ist geschehn! Wir konnten Dich nicht sterben sehn, auch nicht an Deinem Grabe stehn. Am 24. März 1955 verstarb plötzlich in ihrer geliebten Heimat, wo sie bei ihrer jüngsten Tochter weilte, vier Wochen vor ihrem 84. Geburtstag, unsere geliebte, nimmermüde, treusorgende Mutter, Schwiegermutter und unsere gute Oma, Witwe Barbara Herrmann, geb. Broschy, früher Allenstein. Sie hat ihre letzte Ruhestätte in Sensburg, Ostpreußen, gefunden. In stiller Trauer: Anna Erdmann, geb. Herrmann und Tochter Ursel, Sensburg, Ostpreußen. Franz Erdmann, verschleppt. Witwe Martha Dittrich, geb. Herrmann. Maria Kurz, geb. Herrmann. Anton Kurz, als Schwiegersohn. Annemarie Worgull, geb. Kurz. Hubert Kurz. Ferner gedenke ich meines lieben Mannes, der vor zehn Jahren beim Russeneinfall in Ostpreußen erschossen wurde, Buchdruckmaschinenmeister Anton Dittrich, geb. 04.09.1890 in Allenstein und unseres lieben Neffen und Vetters, Gerhard Erdmann, geb. 30.01.1930 in Allenstein. Er verunglückte tödlich Weihnachten 1946 in Ostpreußen. Allenstein, jetzt: Dütteldorf, den 5. April 1955. Müh’ und Arbeit war Dein Leben, Du dachtest nie an Dich, nur für die Deinen streben, hielst Du für Deine Pflicht. Nach einem arbeitsreichen Leben, rief Gott, der Herr, am 27. März 1955, im gesegneten Alter von 82 Jahren, unsere liebe, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, stets liebevolle Oma, Uroma und Tante, Frau Rosine Tabel, verw. Wegner, geb. Kähler, zu sich in sein himmlisches Reich. In tiefer Trauer ihre dankbaren Kinder. Familie Lina Karschau, Bullenhausen. Familie Georg Sachs, Over. Familie Maria Schreiber, Over. Familie Franz Wegner, Bullenhausen. Familie Hans Feyerabend, Essen. Familie Ernst Frey, Essen. Familie Josef Jungbluth, Essen. Früher: Königsberg Pr., jetzt: Over, Kreis Harburg. Over, den 30. März 1955

Unsere geliebte Mutter und Großmutter, Frau Auguste Steppuhn, geb. Gulweid, ist am 4. April 1955, im Alter von 82 Jahren, in Berlin sanft entschlafen. Wir werden ihr immer dankbar sein. Familie Dohnke, Warendorf, Landgestüt. Familie Lutze, Berlin-Dahlem, Wachtelstraße 17. Warendorf und Berlin, im April 1955. Die Beisetzung hat am Gründonnerstag auf dem Waldfriedhof in Zehlendorf stattgefunden.

Zum zehnjährigen Todestag gedenke ich in Liebe und Dankbarkeit meiner lieben Mutter, Lina Bitschnat, geb. Bromberger, sowie meiner Geschwister, Erika und Erwin, die am 13. April 1945 mit der – Karlsruhe – bei Stolpmünde gesunken sind. Klaus Bitschnat. Bärenfang, Kreis Schloßberg, Ostpreußen. Jetzt: Hollern, Kreis Stade, Elbe

Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben. In Wehmut gedenke ich all meiner Lieben, die vor 10 Jahren in Königsberg Pr. von ihrem unsagbar harten Schicksal durch Gott erlöst wurden. Sie bleiben unvergessen: Mein gutes, altes Mutterchen, Anna Lipkowsky, geb. Putzer, Unterhaberberg 21 A; meine lieben Schwestern, Martha Lipkowsky, Tragheimer Kirchenstraße 35 und Herta Bohnacker, geb. Lipkowsky, Unterhaberberg 91 A; mein lieber Bruder, Walter Lipkowsky und seine liebe Frau, Margarete Lipkowsky, geb. Gramatzki, Paradeplatz 4. Gertrud Geschke, geb. Lipkowsky, Berlin-Neukölln, Weserstraße 143, I r.

Nun ruhen ohn’ Ende deine nimmermüden Hände. Gott, der Herr, rief am 30. März 1955 plötzlich und unerwartet meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwieger- und Großmutter, Luise Samland, geb. Nolde, im 67. Lebensjahre, zu sich in die Ewigkeit. Sie folgte ihren beiden gefallenen Söhnen, Wilhelm, 08.02.1914, gestorben 07.03.1944; Reinhold, geboren 03.07.1916, gestorben 17.09.1941. In tiefer Trauer: Otto Samland und Kinder. Schenken, Kreis Wehlau, jetzt: Kl.-Hilligsfeld 6, Kreis Hameln

Nach kurzer, schwerer Krankheit entschlief am 28. März 1955, meine liebe Frau, unsere liebe Mutter, Schwester, Schwägerin, Tante, Schwiegermutter, Groß- und Urgroßmutter, Elise Stadie, geb. Geffke, im Alter von 77 Jahren. In stiller Trauer, im Namen aller Angehörigen: Otto Stadie und Kinder. Beisetzung erfolgte am 01.04.1955. Königsberg Pr., Karschauer Straße 36. Jetzt: Voltlage, Kreis Bersenbrück

Zum zehnjährigen Todestag. In Liebe und Verehrung gedenken wir unserer herzensguten, treusorgenden Mutter, Schwiegermutter und Großmutter, Frau Karoline Arndt, geb. Kutschke, die am 15. April 1945 auf dem Fluchtwege der Tod von uns gerissen hat. In stiller Trauer, im Namen aller Angehörigen. Lisbeth Sacharek, geb. Arndt und Familie. Braunsberg, Ostpreußen, Brauerstraße 4. Jetzt: Bühl, Baden, Eisenbahnstraße 29

Wir gedenken am zehnten Todestag unseres lieben, jüngsten Sohnes, Bruders und Onkels, Uffz. und Jagdflieger Martin Faerber, geb. 16.10.1923, gefallen am 15.04.1945 im Luftkampf in Forchheim, Flöhatal, Erzgebirge. In stiller Trauer und Liebe: Helene Faerber, geb. Quednau. Kurt Faerber. Erika Faerber, geb. Quednau. Margitte und Hubertus. Bruno Faerber. Eva Faerber, geb. Hopp. Fuchsberg, Kreis Samland, Königsberg Pr. Jetzt: Wallesau 41, Post Eckersmühlen über Roth bei Nürnberg

Mühe und Arbeit war Dein Leben, treu und fleißig Deine Hand, Ruhe hat Dir Gott gegeben, denn Du hast sie nie gekannt. Am 26. März 1955 verstarb, fern der Heimat, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante, Frau Katharina Lehmann, geb. Vogel, aus Braunsberg, Ostpreußen, Gartenstraße 8, im Alter von 88 Jahren. Wir haben sie in Duisburg-Hamborn, Rhld. Am 30.03.1955, zur letzten Ruhe gebettet. Gott schenke ihr den ewigen Frieden! In tiefer Trauer: Joseph Lehmann und Frau Frieda, geb. Reichelt, jetzt: Korbach-Waldeck, Louis-Peter-Straße 11. Anna Lehmann, Hamborn, Maxstraße 18. Anton Schulz und Frau Maria, geb. Lehmann, Hamborn, Maxstraße 18. Albert Lehmann und Frau Anny, geb. Mohnke, Wintermoor, Krankenhaus über Soltau. Fünf Enkel, drei Urenkel und alle Anverwandten. Duisburg-Hamborn, Maxstraße 18

Zum zehnjährigen Gedenken. Wir gedenken in stiller Trauer unserer lieben Toten und Verschollenen, Herta Gross, geb. Runde, aus Tapiau, Ostpreußen, verstorben am 5. April 1945 in einem Flüchtlingslager in Dänemark, Paul Czarnetzki, Wachtmstr. D. Schutzpol. d. Res., aus Ragnit, Ostpreußen. 1945 im Raume Fischhausen verschollen; Berta Gross, geb. Dolfmer, 1945 in Heiligenbeil verschollen. In tiefer Trauer: Konrad Gross. Günter und Hildegard Gross. Martha Czarnetzki. Hedwig Runde und alle Verwandten. Sinzig, Rhein, im April 1955

Zum zehnjährigen Gedenken. Am 7. April 1955 jährte sich zum zehnten Male der Todestag für meine unvergessliche, liebe Frau und lieben Kinder, Rosemarie Reiner, geb. Müller, geb. 23.03.1909, gestorben 07.04.1945; Klaus Reiner, geb. 30.03.1939, gestorben 07.04.1945. Bei der Besetzung unserer Heimatstadt Königsberg Pr., mussten sie ihr Leben lassen. In Liebe und treuem Gedenken: Bruno Reiner nebst Angehörigen. Früher: Königsberg Pr., Ziegelstraße 17a. Jetzt: Remscheid, Struckerstraße 4

Nach zehnjährigem Warten und Hoffen gedenken wir in Wehmut und Trauer unserer einzigen, lieben, unvergesslichen Tochter, Anneliese Platz, geb. 16.07.1927. Am 9. April 1945 wurde sie von den Russen in Königsberg verschleppt. Wer kann uns Gewissheit über ihr Schicksal geben? In stillem Leid, die Eltern, Robert und Anna Platz. Erwin und Rudi, als Brüder. Königsberg Pr., Blücherstraße 13. Jetzt: Wipperfürth, Josefstraße 18

Seite 13 Tote unserer Heimat
Kirchenmusikdirektor Ewert gestorben
Am 25. März 1955 starb plötzlich Kirchenmusikdirektor Paul Erich Ewert in Osnabrück. Er wurde am 20. Januar 1894 in Galdau in Ostpreußen geboren. Da er noch sieben Geschwister besaß, fiel es den Eltern schwer, sein Musikstudium zu unterstützen. Er arbeitete sich aus eigener Kraft empor. 1908 war er Organist in der Kreuzkirchen-Gemeinde in Königsberg; nach dem Ersten Weltkrieg vertrat er den Schloßorganisten Maschke, 1930 wurde er Organist der Löbenischtschen Kirchengemeinde. Durch seine Tätigkeit als Landeskirchenmusikwart des Evangelischen Konstistoriums in Königsberg und als hervorragender Sachverständiger im neuzeitlichen Orgelbau, der selbst eine Reihe bedeutsamer Orgeln entwarf, ist Paul Erich Ewert vielen Landsleuten bekannt geworden. Er blieb 1945 in Königsberg und wurde im juni 1947 ausgewiesen. Der hervorragende Kirchenmusiker und Mensch, der größte Gewissenhaftigkeit mit musikalischem Temperament und herzlicher Wärme verband, wird allen, die ihn kennen, unvergessen bleiben.

Seite 14 Wir gratulieren
Zum 101. Geburtstag
Am 20. April 1944, wird Frau Luise Naubereit, geb. Baltrusch, aus Darkehmen, 101 Jahre alt. Vor einem Jahr wurden ihr von vielen Landsleuten Glückwünsche dargebracht. Von ihren sechs Kindern, die sie zur Welt brachte, leben noch zwei. Keiner der vier Söhne blieb am leben; der letzte, der Hoferbe, kam 1945 beim Russeneinfall um. Über das Leben dieser stets regen Frau, die unermüdlich tätig war und fünf Kriege erlebt hat, brachten wir in Folge 16, vom 17. April 1954 einen längeren Beitrag. Auch in diesem Jahr werden sicher viele Landsleute Frau Naubereit mit Glückwünschen erfreuen. Sie wohnt in Stutebüllfeld bei Kappeln, Kreis Flensburg.

Zum 93. Geburtstag
Am 18. April 1955, der Witwe Charlotte Jedamzik aus Mertinsdorf, Kreis Sensburg, jetzt bei ihrer Tochter Frau Maria Müller in Kiel, Chemnitzstraße 13.

Zum 92. Geburtstag
Am 22. April 1955, Frau Caroline Pudlack aus Tapiau, jetzt in Panker, Kreis Plön

Zum 91. Geburtstag
Am 11. April 1955, der Witwe Auguste Czerwinski, geb. Trinega, aus Gorlen bei Jucha, Kreis Lyck. Sie wohnt bei ihrer Tochter und ihrem Schwiegersohn mit Enkeln und Urenkelkindern in Gelsenkirchen-Buer, Lanferbruchstraße 13

Zum 90. Geburtstag
Am 14. April 1955, dem Schuhmachermeister Eduard Tischhäuser aus Tuppen, Kreis Schloßberg, jetzt bei seinem Schwiegersohn Fritz Knocks in Gifhorn, Fischerweg 37. Er begeht an diesem Tage zugleich sein 65jähriges Meisterjubiläum.

Am 17. April 1955, der Hegemeisterwitwe Anna Pluquett, geb. Radeck, aus Tilsit, Johanna-Wolf-Straße 5a, jetzt bei ihrer Tochter Frau Gertrud Lockowandt, Rehburg-Stadt 140, über Wunstorf-Hannover

Zum 89. Geburtstag
Am 11. April 1955, dem Tischlermeister Emil Koslowski, aus Johannisburg, Johannisstraße 9 und gleichzeitig seiner Ehefrau Ida, geb. Kiel, die am selben Tage ihren 80. Geburtstag feiert. Das Ehepaar wohnt in Luthe bei Wunstorf.

Zum 86. Geburtstag
Am 20. April 1955, Frau Amalie Oltersdorf, geb. Gronert, aus Königsberg, Tiepoltstraße 5, jetzt in Eisbergen/Minden 443

Zum 85. Geburtstag
Am 6. April 1955, Karl Reimann aus Maggen, Kreis Heiligenbeil. Er wohnt bei seiner Tochter Frau Therese Schwarzenberger in Immensen 35a, Kreis Burgdorf-Hannover

Am 7. April 1955, Frau Wilhelmine Wenzel, aus Willenberg, Kreis Ortelsburg. Sie wohnt bei ihrer Tochter Frau Erika Gewitsch in Loose bei Eckernförde.

Am 9. April 1955, dem Bauern Johann Armonies, aus Saugen-Kirlicken, Kreis Heydekrug, jetzt bei seiner Tochter Frau Minna Rodmann, Hamburg-Blankenese, Tietzerstraße 30

Am 12. April 1955, Friedrich Stoyke, aus Gr.-Strengeln, Kreis Angerburg, jetzt Westerthal über Eckernförde.

Am 18. April 1955, Frau Maria Ehmke, aus Königsberg. Sie wohnt bei ihrer Tochter Frau Charlotte Strohabach in Reischach, Oberbayern, Haus 41/4.

Am 20. April 1955, Frau Bertha Kleist, geb. Olivier, aus Königsberg, Steindamm 65. Sie wohnt bei ihrer Tochter Else Kreft in Duisburg-Meiderich, Horstraße 49

Zum 84. Geburtstag
Am 21. April 1955, der Witwe Bertha Konrad, geb. Decker, aus Landskron bei Schippenbeil, Kreis Bartenstein, jetzt bei ihrer ältesten Tochter Frau Helene Bohn, Wuppertal-Barmen, Fingscheid 6

Am 23. April 1955, Franz Mertsch, aus Königsberg, Heidemannstraße 22, jetzt bei seiner Tochter in Geesthacht/Elbe, Hörnerweg 21

Zum 83. Geburtstag
Am 10. April 1955, Frau Johanne Thurau, geb. Paul, aus Bönkenwalde, Kreis Heiligenbeil. Sie wohnt bei ihrem jüngsten Sohn in Kl.-Flöte, Kreis Goslar.

Am 14. April 1955, dem Bauern und Standesbeamten Gustav Stuhlert, aus Innetal, Kreis Heydekrug, jetzt Steinkirchen 25, Kreis Stade/Elbe

Am 17. April 1955, dem Landsmann Jablonski, Siegmunden, Kreis Johannisburg, jetzt Lechenich, Römerhof.

Am 21. April 1955, dem Landwirt Julius Kirschberger, aus Franzdorf, Kreis Insterburg, jetzt in Ehrentrup 85 bei Lage-Lippe, Kreis Detmold

Am 24. April 1955, dem früheren Lichtspieltheaterbesitzer Paul Kaempfer, aus Tapiau, jetzt in Kiel-Holtenau, Gravensteiner Straße 73, I.

Zum 82. Geburtstag
Am 22. März 1955, Marie Priebe, aus Brandenburg, Kreis Elchniederung, jetzt Krempe/Holstein, Stiftstraße 21, Altersheim

Am 7. April 1955, Frau Berta Stuhlemmer, aus Peterlauken, Kreis Stallupönen, jetzt in Riepe, Kreis Aurich.

Am 15. April 1955, dem Bauern Franz Schaefer, aus Mühlenhöhe, Kreis Schloßberg, jetzt Ruhnmark bei Rüllschau, Kreis Flensburg

Am 23. April 1955, der Witwe Dorothea Petrat, geb. Model, aus Tilsit, Sudermannstraße 2, jetzt Stuttgart 13, Friedenaustraße 22 B

Zum 81. Geburtstag
Am 11. April 1955, dem Bauern Wilhelm Paul aus Hanswalde, Kreis Heiligenbeil. Er wohnt bei einem Bauern in Peffekoven bei Wippenfürth und hilft noch in der Landwirtschaft.

Am 11. April 1955, dem Telegrapheninspektor a. D. Max Pape, aus Königsberg, Tiergartenstraße 52, jetzt Bonn, Koblenzer Straße 132

Am 13. April 1955, Frau Johanne Hochfeld aus Königsberg-Ratshof, Kaporner Straße 17a; sie wohnt zusammen mit ihrer Tochter in Tuttlingen, Seltenbach 1

Am 18. April 1955, dem Zollinspektor a. D. Wilhelm Lach aus Königsberg, jetzt Königstein, Taunus, Altkönigstraße 33

Daniel Bader aus Smailen, Kreis Schloßberg, jetzt bei seinem Schwiegersohn Walter Heinrich in Halendorf, Post Schönwalde, Kreis Eutin, Holstein

Am 20. April 1955, Frau Bertra? Römpke, geb. Peter, aus Uderwangen, Kreis Pr.-Eylau, jetzt Meinersen, Kreis Gifhorn/Hannover

Zum 80. Geburtstag
Am 7. April 1955, dem Tischlermeister Franz Laupichler aus Birkenmühle, jetzt Oldenburg i. O., Schützenhofstraße 37

Am 8. April 1955, dem Molkereibesitzer Walter Stadie aus Grünhausen (Jodgallen), Keis Elchniederung, jetzt in Reigs-Breitingen bei Leipzig in Sachsen, An der Pleiße 8

Am 11. April 1955, dem Rektor i. R. Eduard Thieler, aus Kuckerneese/Elchniederung. Er wohnt bei seinem Sohn, Rechtsanwalt Heinz Thieler, in Gräfelfing bei München, Bahnhofstraße 88a

Am 15. April 1955, der Stadtobersekretärswitwe Elma Awiszus, geb. Walter, aus Tilsit, Clausiusstraße 33. Sie wohnt bei ihrem jüngsten Sohn Herbert Awiszus in Frankfurt/Main, Wiesenstraße 2

Am 15. April 1955, Frau Luise Beyer, geb. Brehm, aus Königsberg, jetzt Loy, Oldenburg-Land

Am 15. April 1955, dem Gendarmeriewachtmeister i. R. Strehl aus Treuburg, der bereits am 19. Mai 1954 mit seiner Ehefrau das Fest der Goldenen Hochzeit feiern konnte. Er wohnt jetzt in Brake, Unterweser, Wilhelmstraße 14

Am 16. April 1955, Georg Starrat aus Austfelde bei Waltersdorf, Kreis Gumbinnen, jetzt Nettelsee bei (24b) Preetz, Kreis Plön

Am 20. April 1955, Frau Anna Hennig, geb. Schwarm, aus Behlacken, Kreis Wehlau, jetzt bei ihrer Tochter Frau Krups in Norden, Ostfriesland, Kirchstraße 57.

Am 20. April 1955, Frau Wanda Maschke, aus Königsberg, Nachtigallensteig 4, jetzt Brühl, Bezirk Köln, Friedrichstraße 18

Am 23. April 1955, dem Fleischermeister August Kinder aus Pr.-Eylau, jetzt in Willinghusen, Kreis Stormarn, Bezirk Hamburg

Am 23. April 1955, der Hegemeisterwitwe Ida Krause, geb. Stolz, aus Schwalgendorf, Kreis Mohrungen, später Dr.-Eylau, jetzt bei ihrer Tochter Frau Boczek in Gelsenkirchen, Luitpoldstraße 44, II

Zum 75. Geburtstag
Am 16. April 1955, dem Fleischermeister und Gastwirt Gottlieb Fehr aus Deutschendorf, Kreis Pr.-Holland, jetzt in Wickrathberg 158, Kreis Groivenbroich, Rheinland

Am 16. April 1955, dem Sattler Emil Fleischer aus Lapkeim, Kreis Bartenstein, er wohnt bei seiner Tochter Ella Zitzwitz in Kadelburg 134, Kreis Waldshut, Baden

Am 21. April 1955, Frau Elisabeth Neuber, geb. Thim, aus Deutschendorf, jetzt bei ihrem Schwiegersohn Rudolf Rose in Stutebüll (Schule) über Kappeln-Schlei, Schleswig-Holstein

Am 22. April 1955, dem Bauern Gustav Podack aus Prawten, Kreis Königsberg, jetzt bei seinem Sohn Hans in Schleswig, Flensubrger Straße 55

Am 23. April 1955, dem Landwirt Gustav Radtke, aus Lichtenfeld, Kreis Heiligenbeil, jetzt in Kiel-Kronsburg, Fettberg 6

Seite 14 Schulrat Czyborra 75 Jahre alt
Schulrat a. D. Albert Czyborra wurde am 17. April 1880 in Gr.-Wessolowen, Kreis Angerburg, geboren, wo seine Vorfahren von 1540 bis zur Vertreibung Freibauern waren. Bereits mit 26 Jahren war er Rektor an der Stadtschule in Drengfurt. Später wirkte er in gleicher Eigenschaft an der Volks- und Mittelschule in Tapiau. 1916 wurde er als zweiter ostpreußischer Erzieher mit seminaristischer Grundausbildung zum Kreisschulinspektor (Schulrat) ernannt; er war für die Kreise Ragnit und Rastenburg tätig. 1925 beauftragte das Landwirtschaftsministerium diesen hervorragenden Pädagogen mit der Wideraufrichtung des ländlichen Fortbildungsschulwesens in Ostpreußen. Während der Internierung in Dänemark beteiligte sich Schulrat Czyborra an der Organisation und am Unterricht in den deutschen Vertriebenenschulen. Er ließ sich dann in Rieseby (Schleswig-Holstein) nieder; 1947 wurde er in den Ruhestand versetzt. Immer noch arbeitet Schulrat Czyborra unermüdlich für seine Landsleute. Aus der Vielzahl der von ihm veröffentlichten Heimat- und Schulbücher seien hier genannt das Lesebuch Ostpreußenheimat, das zehn Auflagen erreichte, das Lesebuch Maria Martha, sowie das Heimatbuch Zwischen Mauernsee und Alle.

Seite 14 Ehejubiläen
Die Eheleute Hermann Zacharias und Frau Berta, geb. Tausenfreund, aus Radnicken, Kreis Samland, feiern am 16. April 1955 das Fest der Diamantenen Hochzeit. Die Eheleute wohnen bei ihrer Tochter Frau Maria Jaeckel in Dortmund, Hamburger Straße 85.

Das Fest der Goldenen Hochzeit feiern am 25. April 1955 der Eisenbahnbedienstete a. D. Gustav Hübner und seine Ehefrau Auguste, geb. Rogowski, aus Königsberg, Wrangelstraße 43. Das Ehepaar wohnt bei seiner Tochter Frau Hildegard Eckhoff in Tornesch, Holstein, Esinger Straße 2

Der Schuhmachermeister Georg Kalendruschat und seine Ehefrau Amalie, geb. Lenz, aus Wischwill an der Memel, feiern am 24. April 1955 das Fest der Goldenen Hochzeit. Sie wohnen in der Nähe ihrer Söhne in Pattscheid i. Rhld., Hauptstraße 64

Das Fest der Goldenen Hochzeit begehen am 24. April 1955 der Regierungsrat a. D. Johann Schlicker und seine Ehefrau Gertrud, geb. Stubenvoll, aus Königsberg, Samlandweg 2. Das Ehepaar wohnt in der sowjetisch besetzten Zone; es ist zu erreichen über Frau M. Lindemann, Bremerhaven-L. Nordstraße 28, I

Seite 14 Jubiläen und Prüfungen
Heinz Reich aus Wolittnick, Kreis Heiligenbeil, jetzt in Ahrensburg/Holstein, Tannenweg 5, bestand die Meisterprüfung im Mechnikerhandwerk.

Waltraut Jelonnek, Tochter des früheren Kaufmanns Gottlieb Jelonnek aus Reuß, Kreis Treuburg, jetzt in Mühlheim/Ruhr, Schreinerstraße 3, bestand das Staatsexamen in der Krankenpflege beim Evangelischen Krankenhaus in Oberhausen/Rhld.

Rosemarie Look, Tochter des Angestellten Emil Look aus Angerburg, jetzt Hilden/Rheinland, bestand die Prüfung als Postsekretärin.

An der Frauenfachschule in Wuppertal-Elberfeld bestanden die staatliche Prüfung zur Wirtschafterin: Monika Behrend aus Patricken, Kreis Allenstein, wo ihre Eltern noch wohnen, jetzt Jungenlehrlingsheim Heimstatt, Remscheid-Süd, Ewaldstraße 21; Christel Dill aus dem Kreis Tilsit, jetzt Jungenlehrlingsheim Radevormwald, Hermannstraße 17; Ruth Kelch aus Allenstein, jetzt Wuppertal-Eberfeld, Kohlstraße 10; Eva Marchand aus Obrotten, Kreis Samland, jetzt Mettmann/Rhld., Diepensiepen 79

Seite 14 Verschiedenes
Zur Erlangung meiner vollständigen Invalidenrente suche ich Angehörige der Baufirma Wolff & Döring, Königsberg Pr., Lawsker Allee 16, die bestätigen können, dass ich in den Jahren 1842 – 1945 bei der Firma beschäftigt gewesen bin. Albert Lau, Süderlügum, Kreis Südtondern, früher: Königsberg-Westend, Wegnerstraße 12

Lebt noch jemand, der mir an Eides statt versichern kann, dass er davon weiß, dass mein verstorbener Mann, Paul Grisar, früher wohnhaft Königsberg Pr., Bernsteinstraße 3, der einen Reklameverlag hatte und Geschäftsführer der Graphikschen Kunstanstalt, Tragh. Pulverstraße 20, war, Halbjude war? Edith Grisar, geb. Manneck, 20 Loch Street, St. Kilda, Melbourne, Australia

Seite 14 Amtliche Bekanntmachungen
4 II 8/55 Aufgebot
Der Ladenleiter Franz Moeller, Hamburg-Bergedorf, Chrysanderstraße 147, hat beantragt, seine Mutter, Frau Klare Moeller, Witwe, geb. Bartel, geb. am 04.08.1887 in Engelswalde, zuletzt in Domnau, Kreis Bartenstein, wohnhaft gewesen, für tot zu erklären. Die Verschollene wird aufgefordert, sich bis zum 31.05.1955 beim Amtsgericht Hamburg-Bergedorf, Zimmer 20, zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden kann. Alle, die Auskunft über Leben und Tod der Verschollenen geben können, werden aufgefordert, dem Gericht bis zum 31.05.1955 Anzeige zu machen. Hamburg-Bergedorf, den 6. April 1955. Amtsgericht, Abt. 4

Amtsgericht 5 II 45/54 Lingen (Ems), den 5. April 1955
Aufgebot.
Wilhelm Jakett, Altenlingen, Siedlung, Kreis Lingen (Ems), hat beantragt, den Bäckermeister Reinhard Block, geb. 28.04.1881 in Heilsberg, Ostpreußen, zuletzt wohnhaft in Nidden, Kreis Memel, Ostpreußen, für tot zu erklären. Ende der Aufgebots- oder Anzeigefrist ist der 15. Juni 1955

Aufgebot
Fräulein Elfriede Sengbusch in Rühle, Kreis Meppen, hat beantragt, ihren Vater, den verschollenen Tischlermeister i. R. August Heinrich Karl Sengbusch, geb. am 5. September 1863 in Försterei Spirding, zuletzt wohnhaft in Nikolaiken, Ostpreußen, Kirchplatz 1, für tot zu erklären. Aufgebotsfrist: 15. Juni 1955. Amtsgericht Meppen, 3 II 12/55, den 24. März 1955

II 25/55 Aufgebot
Auf Antrag der Frau Hedwig Stanowski in Straubing, Heerstraße Nr. 45, soll deren Sohn Werner Stanowski, geb. am 20.04.1925 in Goldap, Ostpreußen, Sohn der Eheleute Karl und Hedwig Stanowski, geb. Hoffmann, Buchdruckerlehrling, zuletzt wohnhaft in Goldap, Ostpreußen, Lilienthalstraße 2, deutscher Staatsangehöriger, milit. Dienstgrad: Gefreiter, letzte milit. Anschrift: Aufklärungsabteilung 8, dann, dann 02.06.1944, Res.-Lazarett Ziegenhals, Oberschlesien, dann unbekannte, in Sachsen aufgestellte Feldeinheit, Ende 1944, für tot erklärt werden. Auskunft erbittet das Amtsgericht Straubing bis zum 31.05.1955

II 6/55 Aufgebot
Der Vertreter Emil Koppel, Hembsen, Kreis Höxter, Nr. 153, hat beantragt, seinen Vater, den Landwirt Emil Koppel, zuletzt wohnhaft in Abbau-Schützendorf bei Possenheim, Kreis Ortelsburg, geboren am 13. Juli 1877 in Krummfuß, Kreis Ortelsburg, für tot zu erklären. Der bezeichnete Vermisste wird aufgefordert, sich spätestens bis zum 4. Juli 1955, 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen kann. An alle, welche Auskunft über das Leben oder den Tod des Vermissten zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens bis zum obigen Termin dem Gericht Anzeige zu machen. Brakel, den 2. April 1955. Das Amtsgericht

II 42/55 Aufgebot
Die Frau Helene Balzer, geb. Redweik, in Velmede hat beantragt, den verschollenen Angestellten Paul Redweik, zuletzt wohnhaft in Königsberg i. Pr. für tot zu erklären. Der bezeichnete Verschollene wird aufgefordert, sich spätestens in dem auf den 14. Juni 1955, 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todeserklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über Leben und Tod des Verschollenen zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Aufgebotstermine dem Gericht Anzeige zu machen. Meschede, den 29. März 1955. Das Amtsgericht

Aufgebote
Die gerichtliche Todeserklärung der nachstehend bezeichneten vermissten Personen ist beantragt worden. Die bezeichneten Personen werden hiermit aufgefordert, sich zu melden, widrigenfalls sie für tot erklärt werden können. Alle, die Auskunft über eine der bezeichneten Personen geben können, werden hiermit aufgefordert, bis zum Ende der Aufgebotsfrist bei dem unterzeichneten Amtsgericht Anzeige zu machen. Die Buchstaben bedeuten: (a) Anschrift am letzten bekannten Wohnsitz, (b) letzte bekannte Truppenanschrift, (c) zuständiges Amtsgericht und dessen Aktenzeichen, (d) Ende der Aufgebotsfrist, (e) Name und Anschrift des Antragstellers. Elisabeth Remp, 26.04.1885, Gr.-Stangenwald, Kreis Gumbinnen, Ostpreußen, (a) Gr.-Stangenwald, Kreis Gumbinnen, Ostpreußen, (c) Walsrode, 1 II 14/55, (d) 15.07.1955, (e) Franz Remp, Bockhorn über Walsrode.