Hallo Karin,
solange Ortsnamen Ihren Namen beibehalten haben und nicht eingemeindet oder mit einem anderen Ort zu einem neuen zusammengelegt wurden, sind die Hinweise auf die verschiedenen Verzeichnissen ok. Leider werden oft nicht alle Wohnplätze mit berücksichtigt. Dies erschwert die Suche insbesondere in Ostpreußen.
Außerdem kommt die Problematik hinzu, dass in Regionen fern der "Heimat" die Beamten die Ortsnamen (gerade um die genannte Zeit) nach dem Hören-Sagen aufgeschrieben haben. Wenn hier noch der Dialekt hinzukommt, dann gibt es noch mehr Fehler.
Wenn Michal Julius vor 1875 geboren, was ich sehr stark annehme aufgrund des Heiratsdatums, gibt es auch keine standesamtliche Eintragung dazu.
Ich verlasse mich bei den Forschungen auf die eigens erstellte Datenbank und hin und wieder auch auf kartenmeister.com, der wesentlich besser ist, als der Link auf das gemeindeverzeichnis1910. Trotzdem ist es auch nicht vollständig.
Also, es gibt ein Belau bei Wehlau im Kreis Wehlau.
In Preußisch Holland gab es den Ort Bielau (, auf den schon in der Liste verwiesen wurde). Im Jahr 1879 ist dieser Ort als Vorwerk Bülau im Güterverzeichnis von Ostpreußen aufgeführt.
Das Vorwerk gehörte zum Rittergut Powunden, Kr. Pr. Holland.
Nach dem Gemeinde- und Güterlexikon von Ostpreußen aus dem Jahr 1873, hatte das Vorwerk lt. Volkszählung 1 Wohngebäude mit 15 Einwohnern. Also recht überschaubar.
1888 hatte es 19 Einwohner
Im Gemeindelexikon von 1907 (Ostpreußen) ist das Vorwerk Bielau nicht mehr erwähnt. Es könnte aber sein, dass es den Namen Kampen bekommen hat. Dies erfordert aber noch eingehende Forschung. Vielleicht kann hier kartenmeister.com für Kampen ein Gründungsdatum angeben. Bielau selbst ist in kartenmeister.com nicht enthalten (existierte als eigenständiger Wohnplatz 1905 ja auch nicht mehr). Schade bei kartenmeister.com ist leider auch, dass es nicht als Wohnplatz zu Powunden aufgeführt ist.
Herzliche Grüße und alles Gute in der Corona-Krisenzeit,
Fritz \(Loseries\)